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Aus der Schublade

Ein Disthenstengel ist Objekt des Monats im März 2017
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03.03.2017


Objekt des Monats März 2017 der zahlreichen Sammlungen und Museen der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist ein Disthenstengel - ein Biotit-Granatgneis - aus Kabuler Altkristallin (Afghanistan) aus der Mineralogischen Sammlung der Universität Jena.

Das Fundstück des Monats ist ein interessantes Mineral. Seiner Wortbedeutung nach verfügt Disthen über zwei Härten, was es physikalisch zu einer Besonderheit macht. Es ist zudem das einzige Mineral, bei dem die Härteunterschiede der Längs- und Querrichtung deutlich sichtbar und leicht zu erkennen sind. Aber Disthen trägt noch einen zweiten Namen, nämlich Kyanit. Dieser Name weist auf seine häufig cyanblaue Farbe hin. Das Fundstück des Monats zeigt diese Färbung jedoch nicht, wodurch es in der Disthenschublade deutlich auffällt.

Gemeinsam mit anderen Kartierfunden, verschiedenen Vertretern der Granat-Familie und ausgefallenen Wüstenrosen-Bildungen gehört dieses Exponat zur knapp 1.000 Objekte umfassenden ehemaligen Kuhlke-Sammlung. Die Familie des Geologie-Professors Holger Kuhlke aus Clausthal-Zellerfeld gab seine Sammlung vor 10 Jahren als Spende nach Jena. Kuhlke zählte zu den ersten Europäern, die ab Ende der 1960er Jahre in Afghanistan kartierten. Da alle seine Exponate ausführlich beschriftet sind, konnten mit der Übernahme der Sammlung Lücken in der Jenaer Sammlung gezielt gefüllt werden.

Dieser Disthen wird derzeit zum ersten Mal ausgestellt. Am 03. April 2017 um 19 Uhr gibt es eine Finissage zu Ich baue Dich auf!, der laufenden Sonderausstellung in der Mineralogischen Sammlung. Bis dahin kann er noch besichtigt werden, bevor er sich zu seinen "Verwandten" aus Brasilien, der Antarktis, usw. in die Schublade verabschiedet.

Weitere Informationen zum Disthenstengel sind hier zu finden.

Kontakt:
Dr. Birgit Kreher-Hartmann
Institut für Geowissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Mineralogische Sammlung
Sellierstraße 6, 07745 Jena
Tel.: 03641 / 948714
E-Mail:
 

Meldung vom: 2017-03-03 10:20

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