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Zum Schutz der Umwelt

Klinikum zeigt Energiesparmöglichkeiten auf und vermeidet über 260 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr
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23.03.2017

 

Die Heizung beim Lüften herunterdrehen, Papier doppelseitig bedrucken oder den Computer während der Mittagspause herunterfahren. Oft können bereits geänderten Gewohnheiten viel Energie einsparen - auch in einer Klinik. Um klimarelevante Emissionen zu senken, hat sich das Universitätsklinikum Jena (UKJ) als eine von 50 Kliniken deutschlandweit von 2014 bis 2016 an dem Projekt "KLIK - Klimamanager für Kliniken" beteiligt. "Im Fokus standen dabei weniger die Maßnahmen mit einem hohen finanziellen Aufwand. Vielmehr konzentrierten wir uns darauf, bestimmte Gewohnheiten zu ändern und Technik zu optimieren, um Energie zu sparen", so Dr. Marc Hoffmann, Umweltschutzbeauftragter am UKJ. Und das mit Erfolg: In den vergangenen drei Jahren konnten allein mit nicht- oder geringinvestiven Maßnahmen klimaschädliche Emissionen in Höhe von 268 Tonnen Kohlendioxid jährlich am einzigen Universitätsklinikum in Thüringen vermieden werden.

"Vor allen in den Bereichen Lüftung, Kühlung, Beleuchtung und alternative Kraftstoffe konnten am UKJ Emissionen reduziert werden", sagt Dr. Hoffmann. Er hat zusammen mit der bereichsübergreifenden Projektgruppe Energie am UKJ beispielsweise nicht nur Motoren in Lüftungsanlagen gegen Modelle mit einem geringeren Energieverbrauch ersetzt, sondern er nutzt nun auch das Potenzial von LED-Beleuchtung im Außenbereich und der zentralen Magistrale des Klinikums. Zudem realisierten die Energieexperten Einsparungen beim UKJ-Fuhrpark. Denn mittlerweile tanken 14 der 56 Fahrzeuge, die für den klinikinternen Transport eingesetzt werden, Erd- oder Autogas, weitere fünf Fahrzeuge wurden durch Hybrid-Fahrzeuge ersetzt. "Auch im Bereich des Fuhrparks können wir Energie durch geänderte Gewohnheiten sparen, beispielsweise indem wir Dienstreisen optimieren. Kann die Autofahrt mit dem Bus oder der Bahn ersetzt werden? Können mehrere Personen in einem Auto die Dienstreise antreten?", nennt Dr. Hoffmann einige Fragen, mit denen die Umwelt geschützt werden kann. Eine solch energieoptimierte Denkweise verbreitet sich auch dank verschiedener Veranstaltungen und Informationsmaterialien zum umweltbewussten Verhalten am Arbeitsplatz zunehmend bei den Mitarbeitern des UKJ. "So haben wir auch Feedback von Mitarbeitern erhalten, in welchen Bereichen der Energieverbrauch noch weiter reduziert werden kann", so Dr. Hoffmann. "Für dieses Engagement bedanken wir uns sehr und freuen uns natürlich auch weiterhin über Hinweise."

Der Neubau des UKJ am Standort Lobeda stellt den Umweltschutz vor neue Herausforderungen. "Unsere Erfahrungen aus dem KLIK-Projekt können wir jedoch sehr gut auf unseren neuen Standort übertragen, sei es bei der internen Kommunikation zum Nutzerverhalten oder der Optimierung des Energiebedarfs", sagt Dr. Hoffmann. Deshalb können auch nach Abschluss des KLIK-Projektes weitere Einsparpotenziale genutzt werden - wie die verstärkte Nutzung von Recyclingpapier oder die Vision des "papierlosen Büros".

Hintergrund: "KLIK - Klimamanager für Kliniken"
Das Universitätsklinikum Jena beteiligte sich von 2014 bis 2016 als eines von 50 Kliniken deutschlandweit am Projekt "KLIK - Klimamanager für Kliniken", das vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und der Stiftung viamedica durchgeführt wurde. In der dreijährigen Projektzeit vermieden die Kliniken klimaschädliche Emissionen in Höhe von 34.500 Tonnen Kohlendioxid. Gleichzeitig sanken die Energiekosten der beteiligten Kliniken um mehr als 9 Millionen Euro.

Weitere Informationen unter: www.klik-krankenhaus.de

Kontakt:
Dr. Marc Hoffmann
Leiter der Stabsstelle Umweltschutz am Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641 / 935330
E-Mail:

Meldung vom: 2017-03-23 11:11

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