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Karriere statt Barriere

Sonderausstellung zu weiblichen Wissenschaftskarrieren ab 10. April im Campus zu sehen
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07.04.2017

 

Die Pyramide ist noch immer das beispielhafte Bild, wenn der Anteil von Frauen im Wissenschaftssystem dargestellt werden soll: Es beginnt mit vielen Studentinnen, endet aber mit deutlich weniger Professorinnen. Dem Thema der Wissenschaftskarrieren von Frauen widmet sich eine neue Wanderausstellung, die am 10. April 2017 um 17 Uhr im Campus-Foyer (Carl-Zeiß-Str. 3) der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) eröffnet wird.

Im Fokus der Schau "Mind the gap - Karriere statt Barriere!" stehen die einzelnen Karriereschritte vom Studium bis zur Berufung auf eine Professur, wobei vor allem geschlechterspezifische Barrieren im Wissenschaftssystem thematisiert werden. "Dabei werden geschlechterdifferente Unterschiede bei der Erfüllung der Karriereanforderungen sowie typische Karrierebrüche für Frauen, etwa durch Betreuungszeiten von Kindern oder die Pflege von Angehörigen, aufgezeigt", erläutert Dr. Barbara Aehnlich vom Thüringer Kompetenznetzwerk Gleichstellung, das die Ausstellung fördert.


Dem "akademischen Frauensterben" begegnen

Die Exposition besteht aus Rollups für die einzelnen hochschulspezifischen Karriereschritte: Studium, Promotion, Postdoc-Phase, Juniorprofessur und Professur. Ergänzend dazu gibt es ein Begleitheft und eine Webseite: www.uni-jena.de/mind_the_gap. Während die Informationen auf den Tafeln nur sehr knapp und teilweise pointiert zugespitzt dargestellt werden, enthalten das Beiheft und die Homepage tiefergehende Informationen, Statistiken und Grafiken. Sie stellen ausgewählte Maßnahmen der Thüringer Hochschulen vor, mit denen diese dem "akademischen Frauensterben" begegnen: etwa Mentoring-Programme, Reisekostenstipendien oder die Unterstützung bei Familienaufgaben.

Von der Gleichstellungsbeauftragten der Universität Jena, Prof. Dr. Caroline Rosenthal, wird die Ausstellung am 10. April um 17 Uhr eröffnet. Sie wird bis zum 23. April an der Universität Jena präsentiert und danach an die anderen Thüringer Hochschulen ausgeliehen.

Diese Schau wurde im Rahmen eines Projektseminars an der Uni Jena im Wintersemester 2016/17 unter der Leitung von Dr. Barbara Aehnlich, Dr. Andreas Christoph, Dr. André Karliczek und Dr. Michael Markert gemeinsam mit Studierenden der FSU sowie der Bauhaus-Universität Weimar konzipiert und erarbeitet.

Die Ausstellung wurde gefördert durch das Thüringer Kompetenznetzwerk Gleichstellung (TKG) - eine gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung der Thüringer Hochschulen zur Bündelung, Initiierung, Weiterentwicklung und Verstetigung von Gleichstellungsmaßnahmen und zur Förderung der Chancengleichheit an den Thüringer Hochschulen.

Kontakt:
Dr. Barbara Aehnlich
Institut für Germanistische Sprachwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 30
07743 Jena

oder

Thüringer Kompetenznetzwerk Gleichstellung (TKG)
Jenergasse 8 (Accouchierhaus)
07743 Jena
Tel.: 03641 / 930412
E-Mail:

 

 

 

Meldung vom: 2017-04-07 08:36

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