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Wissenschaftsrat empfiehlt Neubau für das Batterieforschungszentrum

Stärkung des Forschungsstandortes Jena auch durch weiteren Neubau am Klinikum
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28.04.2017

Gute Nachricht für den Forschungsstandort Jena: Der Wissenschaftsrat hat am 28. April "grünes Licht" für einen Forschungsneubau an der Friedrich-Schiller-Universität Jena gegeben. Das wichtige Gremium empfiehlt eine Bundesförderung für einen zusätzlichen Bau für das "Zentrum für Energie und Umweltchemie" (CEEC Jena, Center for Energy and Environmental Chemistry Jena). Die Kosten für Neubau und Ausstattung von CEEC Jena II betragen etwa 27 Mio. Euro, die zur Hälfte von Bund und Land getragen werden, wenn im Juni auch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern dieser Empfehlung des Wissenschaftsrates folgt und die endgültige Entscheidung über eine Finanzierung fällt.


Ziel: Weltweit sichtbares Batterieforschungszentrum

"Die Friedrich-Schiller-Universität Jena begrüßt diese Empfehlung, da die Forschung zu Energiespeichern ein strategischer Schwerpunkt innerhalb der Forschungsprofillinie Light ist", sagt Prof. Dr. Thorsten Heinzel, Vizepräsident für Forschung der Uni Jena. "Nach dem Forschungsneubau CEEC Jena I und der kommenden Förderung des Innovationszentrums CEEC Jena durch den Freistaat stellt dieser Forschungsneubau CEEC Jena II den nächsten Schritt auf dem Weg zu einem weltweit sichtbaren Batterieforschungszentrum mit kritischer Masse dar, welches durch das Land zusätzlich mit einem Anwendungszentrum unterstützt wird", sagt CEEC-Direktor Prof. Dr. Ulrich S. Schubert. Der Chemiker und Materialwissenschaftler ergänzt: "Der neue Forschungsbau CEEC Jena II soll den bestehenden, bereits voll ausgelasteten Forschungsbau CEEC Jena I komplettieren und erweitern. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Materialchemie und den Werkstoffwissenschaften sowie einer tiefgehenden Charakterisierung."

Das neue Gebäude soll eine Nutzfläche von rund 2.500 Quadratmetern haben und wird in unmittelbarer Nähe zum CEEC Jena I errichtet. Wenn die finanziellen Entscheidungen wie erhofft fallen, soll es 2022 fertiggestellt sein.

Im CEEC Jena wird an der Batterie der Zukunft gearbeitet, wofür Prof. Schubert, Dr. Martin D. Hager und Tobias Janoschka erst jüngst mit dem Thüringer Forschungspreis ausgezeichnet wurden. In Zukunft soll die Materialforschung für die nächste und übernächste Generation von Energiespeichern ausgebaut werden, wofür der Neubau dringend notwendig ist. "Das CEEC Jena II bündelt die Spitzenforschung im Bereich der grundlegenden Materialforschung für Energiespeicher und -wandler", erläutert Schubert. Die Forschungsthemen, welche im Forschungsneubau CEEC Jena II bearbeitet werden sollen, betreffen innovative materialchemische und werkstofftechnische Konzepte für neue Batterien, gedruckte Solarzellen und integrierte Bauteile. Es geht beispielsweise um die Entwicklung von Batterien der nächsten Generation, "jenseits der aktuellen Lithium-Batterien", welche sicher und nachhaltig nutzbar sein sollen "und ohne den Einsatz von kritischen Rohstoffen, wie Seltenen Erden, auskommen", sagt der Jenaer Chemiker. "Ein weiterer Aspekt ist die detaillierte Untersuchung und Aufklärung der ablaufenden Prozesse innerhalb einer Batterie beim Laden und Entladen. Hierdurch können diese Systeme verbessert werden."


Uniklinikum soll Forschungszentrum für translationale  Medizin erhalten

Am Universitätsklinikum Jena (UKJ) soll ein neues Forschungsgebäude entstehen, in dem sich Wissenschaftler der Erforschung von Alterserkrankungen widmen werden. Ziel des Zentrums für transnationale Medizin - CeTraMed - ist die Aufklärung der Mechanismen altersassoziierter Erkrankungen mit Hilfe biophotonischer Verfahren, um neue Formen der Diagnostik und Therapie zu entwickeln. Die Baukosten in Höhe von 28 Millionen Euro trägt zur Hälfte das UKJ selbst, für die andere Hälfte hat der Wissenschaftsrat eine Förderung des Bundes empfohlen. Der geplante Bau mit 3.800 Quadratmetern Nutzfläche könnte 2022 fertig gestellt und dann Arbeitsplatz von 14 Forschergruppen sein.  

"F3" heißt das Rechteck auf den Orientierungsplänen des Universitätsklinikums Jena für das Areal in Lobeda, noch steht zwischen den Forschungsbauten entlang der Erlanger Allee ein Fertigbau, der in den 90er Jahren errichtet wurde. "Mit der Förderempfehlung des Wissenschaftsrates rückt die Möglichkeit näher, mit direkter Anbindung an die anderen Forschungsbauten in Lobeda im Neubau des CeTraMed anspruchsvolle weitere Laborflächen zur Unterstützung unserer Forschungsschwerpunkte zu schaffen", freut sich Dr. Brunhilde Seidel-Kwem, kaufmännischer Vorstand des UKJ und Vorstandssprecherin. Die Bereitschaft zur Übernahme des Landesanteils der 28,3 Mio. Euro für Baukosten und Grundausstattung zeugt von der Bedeutung, die Fakultät und Universitätsklinikum dieser Perspektive beimessen.


Überzeugendes wissenschaftliches Konzept

Mit dem Konzept für das Zentrum konnten die Forscher des Klinikums und ihrer Partner den Wissenschaftsrat überzeugen: Das gemeinsame Ziel der perspektivisch 14 Arbeitsgruppen ist die interdisziplinäre Erforschung von Krankheitsprozessen, die mit dem Altern einhergehen. Die Forscher wollen dazu biophotonische Methoden einsetzen und weiterentwickeln. Die Überführung der Ergebnisse in neue Lösungen für die Diagnostik dieser Erkrankungen und in neue Ansätze für deren Behandlung findet sich sogar im Namen des CeTraMed wieder: Zentrum für translationale Medizin.

"Im Thema des Zentrums verbinden sich mit der Forschung zu altersassoziierten Erkrankungen und der medizinischen Photonik zwei Schwerpunktbereiche der Forschung an unserem Klinikum und in der Jenaer Forschungslandschaft", so Prof. Dr. Klaus Benndorf, Dekan der Medizinischen Fakultät und wissenschaftlicher Vorstand des UKJ. Deutlich wird das auch an den künftigen Nutzern des Forschungszentrums, zu denen Stammzellforscher und Mikroskopiespezialisten des Klinikums ebenso zählen werden wie Hämatologen und Neurologen. Auch Biophotoniker des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien und der Friedrich-Schiller-Universität können hier arbeiten, und es soll eine Arbeitsgruppe hochspezialisierter Medizintechniker der TU Ilmenau ins CeTraMed einziehen.

Nach dem Auszug der Klinik für Kinderchirurgie, der Stammzelltransplantationsstation und des Zentrums für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene befindet sich der Fertigbau noch in einer Zwischennutzung. Im Juni trifft die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern die endgültige Entscheidung über die Finanzierung. Fällt diese positiv aus, könnte nach dem Abriss des alten Gebäudes mit dem Neubau begonnen werden, die Fertigstellung ist für 2022 geplant - dann würde das CeTraMed als F3 im Lageplan des UKJ zu finden sein.  

Kontakt (CEEC):
Prof. Dr. Ulrich S. Schubert
Institut für Organische Chemie und Makromolekulare Chemie der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Humboldtstraße 10
07743 Jena
Tel.: 03641 / 948201
E-Mail: u

Kontakt (CeTraMed):
Prof. Dr. Klaus Benndorf
Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum Jena
07740 Jena
Tel: 03641 / 933017
E-Mail:


Meldung vom: 2017-04-28 13:50

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