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Der Hirnalterung auf der Spur

Neurowissenschaftlerin mit Steinberg-Krupp-Alzheimer-Forschungspreis 2016 ausgezeichnet
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22.05.2017

Das biologische Alter des Gehirns steht im Mittelpunkt der Forschungsarbeit von Dr. Katja Franke. Die Diplom-Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Jena (UKJ) hat mit der BrainAGE-Methode ein Verfahren entwickelt, um dieses Gehirnalter messen zu können. Für ihre Doktorarbeit wurde sie gerade mit dem Steinberg-Krupp-Alzheimer-Forschungspreis 2016 des Hirnliga e. V. in Berlin ausgezeichnet. Der Preis würdigt Wissenschaftler, die einen besonders wichtigen wissenschaftlichen Beitrag auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung geleistet haben und ist mit 5.000 Euro dotiert.

Seit fast zehn Jahren forscht Franke auf dem Gebiet der Bestimmung des biologischen Hirnalters, u. a. in Bezug auf die Alzheimer-Demenz. In ihrer Doktorarbeit hatte sie die Methode entwickelt. "Bei der BrainAGE-Methode kann mittels bestimmter Strukturmerkmale der MRT-Untersuchung das biologische Alter des Gehirns errechnet werden. Dies dient der frühzeitigen Erkennung und einer verbesserten Prognose von Alzheimer-Demenz", erklärt Franke. "Unser Interesse gilt nicht nur Patienten, die sich im Anfangsstadium der Alzheimer-Demenz befinden, sondern auch verstärkt Patienten, bei denen noch nicht sicher ist, ob sie daran erkranken werden", ergänzt sie.

Bereits 2014 wurde die Diplom-Psychologin ausgezeichnet: damals mit dem Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft im Bereich Neurowissenschaften.

In der "Structural Brain Mapping Group" arbeitet die 39-Jährige zusammen mit ihren Kollegen an der Weiterentwicklung der BrainAGE-Methode. "Wir konnten bereits feststellen, dass sich der individuelle Lebensstil und Erkrankungen wie Altersdiabetes auf die Hirnalterung auswirken."

In ihrem DFG-Forschungsprojekt "BrainAGE bei Jugendlichen" knüpft sie an ihre bisherige Forschungsarbeit an. Franke: "In diesem Projekt werden die Auswirkungen verschiedener Faktoren, beispielsweise der Konsum von legalen und illegalen Drogen während der Adoleszenz oder mütterliches Rauchen während der Schwangerschaft, auf die individuelle Hirnreifung erforscht."

Kontakt:
Dr. Katja Franke
Klinik für Neurologie & Klinik für Psychiatrie, Universitätsklinikum Jena
07740 Jena
Tel.: 03641 / 9325771
E-Mail: 

 

Meldung vom: 2017-05-22 12:52

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