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Frauenklinik erneut als Endometriose-Zentrum der höchsten Stufe zertifiziert

Patientinnen werden auf höchstem Niveau operativ und wissenschaftlich behandelt
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09.06.2017

Die Klinik für Frauenheilkunde und Fortpflanzungsmedizin des Universitätsklinikums Jena (UKJ) ist von der Stiftung Endometriose Forschung SEF erneut als Endometriose-Zentrum der höchsten Versorgungsstufe zertifiziert worden. Die enge Verbindung zwischen der gynäkologischen Chirurgie und der Fortpflanzungsmedizin mit der gynäkologischen Endokrinologie wurden von den Prüfern gewürdigt.

"Die Re-Zertifizierung stellt nach eingehender Überprüfung fest, dass wir unsere Patientinnen weiterhin auf höchstem Niveau operativ und wissenschaftlich behandeln. Als höchste Stufe (III) und einziges Zentrum in Thüringen behandeln wir auch Patientinnen aus anderen Bundesländern", sagt Klinikdirektor Prof. Dr. Ingo B. Runnebaum. Voraussetzungen für die erneute Zertifizierung waren u. a. der Nachweis der durchgeführten Behandlungskonzepte entsprechend der Leitlinien, das Aufzeigen neuer Kooperationspartner, die wissenschaftlichen Beiträge zu Kongressen zum Thema Endometriose und minimal-invasiver Chirurgie sowie wissenschaftliche Publikation zur Endometriose.

Endometriose ist eine häufige, gutartige, oft schmerzhafte chronische Erkrankung, bei der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle vorkommt. Die Endometriose tritt meist im unteren Bauch- bzw. Beckenraum auf. In Deutschland erkranken jährlich etwa 40.000 Frauen daran. "Im Jahr 2016 sind im UKJ stationär über 350 Patientinnen wegen Endometriose operativ behandelt worden, dies war eine Verdopplung der Eingriffe im Vergleich zu 2015", sagt Oberärztin Dr. Kristin Nicolaus, Koordinatorin des Endometriose-Zentrums am UKJ. Die Therapie ist stets eine Kombination aus minimal-invasiver Operation und einer anschließenden medikamentösen hormonellen Behandlung. Ergänzend erhalten die Patientinnen u. a. die Möglichkeit einer Schmerztherapie, einer Physiotherapie und einer Ernährungstherapie.

"Dank der Möglichkeit der minimal-invasiven Chirurgie können wir auch fortgeschrittene Befunde optimal versorgen, gegebenenfalls interdisziplinär mit den Kollegen der Allgemein- und Viszeral-Chirurgie und der Urologie", sagt Dr. Nicolaus. Das Team im Endometriose-Zentrum arbeitet zudem eng mit dem Team der Reproduktionsmedizin in der Frauenklinik zusammen. Immerhin leiden 50 Prozent der Endometriose-Patientinnen an unerfülltem Kinderwunsch.

Kontakt:
Dr. Kristin Nicolaus
Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Fortpflanzungsmedizin, Universitätsklinikum Jena
Am Klinikum 1
07747 Jena
Tel.: 03641 / 9329104

 

Meldung vom: 2017-06-09 09:22

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