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Wandlung von Monstern im Film

Prof. Gillian Harkins (USA) startet „Lecture Tour“ am 20. Juni an der Friedrich-Schiller-Universität
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14.06.2017


Die Wandlung von Monstern im Film des 21. Jahrhunderts sowie literarische Verhandlungen des Sexualstrafrechts stehen im Mittelpunkt der Vorträge, die Prof. Gillian Harkins von der University of Washington in Seattle während ihrer "Lecture Tour" an fünf mitteldeutschen Universitäten halten wird. Die Wissenschaftlerin ist Gast des regionalen Netzwerks American Studies, das diese Vortragsreihe - finanziert durch das US-Generalkonsulat Leipzig - seit 2015 abwechselnd organisiert. Die diesjährige Tour wurde vom Lehrstuhl Amerikanistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) vorbereitet, wo sie am 20. Juni auch startet.


International herausragende Wissenschaftler zu Gast

"Die Lecture Tour bietet uns die Möglichkeit, international herausragende Wissenschaftler an unsere und die anderen Universitäten Mitteldeutschlands zu holen", betont Prof. Dr. Caroline Rosenthal vom Institut für Anglistik/Amerikanistik der Jenaer Uni. "Zudem wollen wir die Bedeutung Jenas als Wissenschaftsstandort hervorheben und noch besser mit den umliegenden Universitäten vernetzen", macht sie deutlich.

Über diese Verknüpfungen hinaus fördere das Netzwerk American Studies auch den wissenschaftlichen Nachwuchs. Da sei vor allem das Doktoranden-Kolloquium zu nennen, bei dem seit 2012 zweimal jährlich in einem ganztägigen Workshop Promovierende ihre Projekte vorstellen und diskutieren.

Die Gastprofessoren der Lecture Tour, so Rosenthal, würden über neue Forschungstrends und Entwicklungen berichten und den akademischen Diskurs anstoßen. Prof. Harkins, die auch in Gefängnissen unterrichtet, forscht unter anderem zu Dichtung des 20. und 21. Jahrhunderts, zum zeitgenössischen Film sowie zu Überwachung und Gefängnis. Ihre Vorlesungen in Jena (20.6.), Erfurt (21.6.), Dresden (22.6.), Leipzig (27.6.) und Halle (28.6.) setzen sich zum einen unter dem Titel "The Prison Industrial Complex" mit der Verschärfung des Sexualstrafrechts und der Inhaftierungspraxis nach dem 11. September 2001 in den USA auseinander. Der andere Vortrag, den sie auch in Jena hält, steht unter dem Titel "Virtual Predators on Screen". Dabei geht es um Menschen, die sich ins Monströse verwandeln, etwa Vampire oder Werwölfe, und die Veränderung dieser "Predatoren" in Film und Fernsehen seit Beginn der 2000er Jahre. Nach Ansicht von Prof. Harkins begann da eine neue Art von "Raubtier" die visuellen Medien zu dominieren, bei dem potenzielle Kriminalität mit Perversion verbunden ist.


Vertiefung der Kooperation zwischen Jena und Seattle

Über die Lecture Tour hinaus sollen mit dem Besuch von Prof. Harkins die bilateralen Beziehungen zwischen der Friedrich-Schiller-Universität und der University of Washington in Seattle weiter vertieft werden. Initiiert 2014 von Caroline Rosenthal waren schon mehrfach amerikanische Wissenschaftler in Jena zu Gast. So konnte der Romantik-Forscher Marshall Brown als assoziiertes Mitglied für das Graduiertenkollege "Modell Romantik" gewonnen werden. Prof. Rosenthal selbst hielt im Juli 2015 an der FSU eine Summer School zum Thema "Western Cultures in East Germany" ab, an der auch 16 Studierende aus Seattle teilnahmen.

Der Jenaer Vortrag wird auf Englisch gehalten und ist öffentlich. Er findet am Dienstag, 20. Juni 2017, von 10.15-11.45 Uhr im Seminarraum in der Zwätzengasse 4 statt.

Kontakt:
Prof. Dr. Caroline Rosenthal
Institut für Anglistik/Amerikanistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 8, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 944521
E-Mail:

 

 

 

Meldung vom: 2017-06-14 08:41

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