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Wie ein König der Lüfte in Thüringen unsterblich wurde

Öffentlicher Vortrag über Steinadler am 15. Juni im Phyletischen Museum
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14.06.2017

Jeder hat ihn schon in der Hand gehabt, doch nur wenige kennen ihn wirklich: den Steinadler. Das deutsche Wappentier, das auf unsere 1-Euro-Münze geprägt ist, kommt in Thüringen live fast nie vor. Daher war es eine kleine Sensation, als Anfang des Jahres ein junger Steinadler (Aquila chrysaetos) bei Dorndorf-Steudnitz gefunden wurde - leider nicht mehr lebendig. Der tote Vogel wurde in das Phyletische Museum der Universität Jena gebracht und dort von Präparator Matthias Krüger nicht nur konserviert, sondern auch ausgiebig untersucht.

Über die Ergebnisse seiner Nachforschungen und die Präparationsarbeit am König der Lüfte berichtet Krüger am Donnerstag (15.06.) in einem öffentlichen Vortrag. Er beginnt um 18 Uhr im großen Hörsaal der Zoologie (Eingang über das Phyletische Museum), der Eintritt ist frei.

Sein Vortrag über - so viel sei vorab verraten - "das Stromopfer" beantwortet Fragen wie: Woher kam der Adler? Was ist seine Fundgeschichte und wie wurde das Tier letztendlich präpariert? Der ca. fünf Kilogramm schwere weibliche Vogel wird beim Vortrag zu sehen sein.


Sonderschau im Phyletischen Museum bis 13. August

Danach werden der Steinadler und weitere Exponate im Phyletischen Museum im Rahmen einer Sonderschau vom 16. Juni bis 13. August präsentiert. In der Vitrine werden neben dem Habituspräparat und dem dazugehörigen Skelettpräparat auch historische Bälge aus der Sammlung gezeigt. Zudem werden die Hintergründe dieses Fundes, aber auch die Situation der Steinadler in Thüringen vorgestellt. Wobei Steinadler in Thüringen eine Sensation bleiben werden: Der letzte Fund stammt von 1930, so Krüger, der den Steinadler umso gründlicher auf die Unsterblichkeit in Thüringen vorbereitet hat.

Interessierte haben die Möglichkeit, diese spannende Ausstellung im Phyletischen Museum (Vor dem Neutor 1) zu besuchen: dienstags bis freitags von 9 bis 13 Uhr und 14 Uhr bis 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr.

 

Meldung vom: 2017-06-14 06:03

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