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Familie und seelische Gesundheit: Was schädigt, was heilt, was schützt?

Jenaer Abendvorlesung am 21. Juni ermöglicht Einblick in die Entwicklungspsychologie
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15.06.2017

"Bei rund 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 20 Jahren lassen sich Hinweise auf psychische Störungen feststellen. Eine große Rolle spielt dabei die Beziehung zur Familie", so Dr. Constanze Stockmann-Fleck, Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Jena (UKJ). Zusammen mit Dr. Matthias Bolz, Oberarzt der Klinik, setzt sie sich in der Jenaer Abendvorlesung am 21. Juli 2017 mit dem Thema "Familie und seelische Gesundheit" auseinander. Die Vorträge beginnen um 19 Uhr und finden im Hörsaal I des UKJ in Lobeda statt.

"Neben biologischen und sozialen Faktoren wird unsere psychische Gesundheit auch maßgeblich durch die Qualität unserer persönlichen Beziehungen beeinflusst. Sowohl für Kinder als auch für deren Eltern stellen die Beziehungen innerhalb der Familie einen Kernpunkt für gesunde seelische Entwicklung dar", erklärt Stockmann-Fleck. Im Vortrag werden die Experten darauf eingehen, wie Schädigung passieren und wie hilfreich darauf Einfluss genommen werden kann. Darüber hinaus sprechen die Mediziner auch über Risikofaktoren und Kriterien psychischer Erkrankungen. "Beschädigung für die Seele kann bereits in niederschwelligen Situationen auftreten, beispielsweise durch einen zunächst harmlos wirkenden Streit. Überforderung ist ein weiterer Faktor, der eine beschädigende Wirkung haben kann", sagt die Ärztin.


Bewusstsein für die seelische Entwicklung des Kindes schaffen

Im Vortrag werden die Experten die Besonderheiten vorstellen, die im Säuglings-, Kleinkind- und Jugendlichenalter prägend für die Entwicklungspsychologie sind. "Wir wollen ein Bewusstsein für die seelische Entwicklung des Kindes schaffen bzw. bestärken, insbesondere dafür, welche Schwierigkeiten in der seelischen Entwicklung eine Rolle spielen und was Eltern daraus lernen können. Wie kann das Kind gut genug bemuttert werden, damit es wachsen kann?" Die für ein Kind in seiner Entwicklung notwendigen Aufgaben werden hierbei vor dem Hintergrund der Beziehungsgestaltung an Beispielen betrachtet.

Hinweis: Die Jenaer Abendvorlesung hat im Juli und August Sommerpause und ist am 20. September 2017 wieder zurück mit PD Dr. Christoph Preul, Klinik für Neurologie, und seiner Vorlesung zum Thema "Im Alter lässt das Gedächtnis nach?! Über gesundes kognitives Altern und beginnende Demenzerkrankungen".

Termin auf einen Blick:
Jenaer Abendvorlesung am 21. Juni 2017
Familie und seelische Gesundheit: Was schädigt, was heilt, was schützt?
Referenten: Dr. Constanze Stockmann-Fleck, Dr. Matthias Bolz
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Ort: Hörsaal I, Universitätsklinikum Jena, Standort Lobeda, Am Klinikum 1, 07747 Jena
Beginn: 19.00 Uhr
Die Teilnahme ist kostenfrei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Meldung vom: 2017-06-15 10:03

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