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Autorität

Thüringentag für Philosophie am 20. November in den Rosensälen
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13.11.2017

Ist Autorität unerlässlich für ein geordnetes Zusammenleben oder eine fragwürdige Form des Machtgefälles? Oder ist sie beides? Was beinhaltet Autorität und wer besitzt sie? Fragen zu Kompetenz und Macht - Autorität eben - stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Thüringentags für Philosophie, der sie in den Bereichen Politik, Kirche, Wirtschaft und Medizin erkundet. Die öffentliche Veranstaltung beginnt am 20. November um 9 Uhr im Großen Rosensaal der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Fürstengraben 27).


Zwischen Erleichterung und Angst

Auch heute noch zeigt sich einerseits ein Verlangen nach Autoritäten, deren Richtschnur uns spürbare Erleichterung stiftet. So wird etwa der Arzt oder die Ministerin zu einer einstweilen willkommenen Autorität. Andererseits wird Autorität als eine unheilschwangere Form der Hierarchie hinterfragt. Zwischen diesen Polen pendelt Autorität - und zwischen Theorie und Praxis.

Beim Thüringentag widmet sich zunächst der Leipziger Philosophieprofessor Pirmin Stekeler-Weithofer der machtbegründenden Facette von Autorität. Im Anschluss betritt das Thema von Autorität und Politik die Tagesordnung: Ministerpräsidentin a. D. Christine Lieberknecht schildert ihre Erfahrungen und der Jenaer Politikwissenschaftler Klaus Dicke gibt kritische Überlegungen an die Hand. Der zweite Abschnitt der Tagung wird einem anderen Bereich geweiht: Der ehemalige Landesbischof Christoph Kähler referiert über die Erschaffung von Autorität in der Kirche und Philosoph Klaus-M. Kodalle beleuchtet, welche Autorität den Kirchen in einer weltlichen Gesellschaft zukommt. Am Nachmittag gerät die Wirtschaft in den Fokus der Ermittlungen: Christian Warns gibt seine Erfahrung aus dem Unternehmensalltag weiter. Andreas Freytag bringt näher, welche Position die Unternehmen zwischen Autorität und Populismus einnehmen. Abrundend wird das Thema ärztlich untersucht: Der Mediziner Winfried Meißner präsentiert seine Diagnosen um das Feld Autorität und Medizin unter der schelmischen Frage: Halbgötter in Weiß? Und Tina Rudolph verrät, wie sich ihre Realität im Klinikalltag darstellt.

Die Tagung am 20. November 2017 wird in Zusammenarbeit des Ethikzentrums der Universität Jena unter Leitung von Nikolaus Knoepffler sowie der Neuen Thüringer Gesellschaft für Philosophie e. V. veranstaltet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen unter: www.ethik.uni-jena.de.

Kontakt:
Antje Klemm
Ethikzentrum der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Zwätzengasse 3
07743 Jena
Tel.: 03641/ 945803
E-Mail: a


 

Meldung vom: 2017-11-13 14:12

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