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Die regionale Wirtschaftskraft stärken

Projekt „Nucleus Jena“ von Universität und Hochschule Jena startet / Wissens- und Technologietransfer stärken und weiter vernetzen
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06.12.2017

Die Sonne geht auf und je intensiver sie ihre Wärme abstrahlt, umso dunkler wird das Fenster - von alleine, ohne menschliche Anweisung. Das selbstverschattende Fenster ist kein Traum, sondern eine Entwicklung, die an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) entsteht. Eine Maschine geht vom Netz, ohne dass der Maschinenführer dies beauftragt hat, denn das Gerät hat selbstständig erkannt, dass eine Wartung notwendig wird, da sonst ein Defekt eintritt. Diese Innovation entwickelt die Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH) gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) im Projekt "Predictive Maintenance" in Jena.

Diese Beispiele zeigen, dass die beiden Jenaer Hochschulen nicht nur stark in der Forschung sind, sondern auch in der Überführung dieses Wissens in die Praxis. Um den Wissens- und Technologietransfer weiter zu verstärken, haben sich beide gemeinsam am Bundes-Wettbewerb "Innovative Hochschule" beteiligt. Ihr Antrag "Nucleus Jena. Ein Paradies für Innovationen" war erfolgreich und wird von Bund und Land in den kommenden fünf Jahren mit rd. neun Millionen Euro gefördert. Am 6. Dezember haben FSU-Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal und EAH-Rektor Prof. Dr. Steffen Teichert im Beisein des Jenaer Oberbürgermeisters Dr. Albrecht Schröter, der das Vorhaben ausdrücklich unterstützt, den Kooperationsvertrag unterzeichnet und damit den offiziellen Startschuss für das Projekt gegeben.


Jenas als Vorbild für vergleichbare Wissensstandorte

"Die Rolle unserer Hochschulen als Innovationstreiber im regionalen Innovationssystem soll gestärkt werden und damit auch der Vorbildcharakter für vergleichbare Wissensstandorte und Wirtschaftsräume", sagte Prof. Rosenthal. "Hohes Innovationspotenzial im Bereich der angewandten Forschung sehen wir besonders in der Stärkung der Kooperationsforschung mit regionalen Unternehmen. Hierfür bietet das Vorhaben ,Nucleus Jena' sehr gute Anknüpfungspunkte. Ziel wird es sein, Innovationspotenziale aus der angewandten Forschung zu identifizieren und in Richtung Marktreife zu entwickeln und in diesen Prozess frühzeitig regionale KMU einzubeziehen, um die Produktentwicklung an den konkreten Bedarfen der beteiligten Unternehmen ausrichten zu können", so der Präsident der Universität Jena weiter. Sein Kollege Prof. Teichert betonte: "Die Erweiterung und Anwendung eines wissenschaftlich fundierten methodischen Portfolios rund um Innovations- und Transferprozesse wird dabei genauso Inhalt sein, wie deren Anwendung im Rahmen von konkreten Pilotprojekten. Einen besonderen Schwerpunkt sieht die EAH Jena dabei auch in der Digitalisierung - zum einen als Werkzeug für den Transfer, zum anderen aber auch als wesentlicher Treiber zukünftiger Innovationen", so der EAH-Rektor.


Technologiescouts und Innovationsmanager

Prof. Dr. Bruno Spessert, Prorektor Forschung und Entwicklung der EAH, konkretisierte: "Hierfür werden wir im Vorhaben gemeinsam mit der Universität neue Methoden ausprobieren und Technologiescouts und Innovationsmanager an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft einarbeiten. Im Ergebnis erwarten wir durch dieses Scouting die Anbahnung und Umsetzung neuer Verbundprojekte, vom Bundeswirtschaftsministerium finanzierte Wachstumskerne oder Gemeinschaftserfindungen und Patentfamilien, die der regionalen Wirtschaft, aber auch Gründungsprojekten beider Hochschulen zugutekommen."

"Es ist unser Ziel, das Forschungsverständnis der Hochschulwissenschaftler um die Aspekte Transfer und Innovation systematisch zu erweitern. Dies ist Voraussetzung für eine nachhaltige Innovationstätigkeit aus den Hochschulen heraus", sagte Dr. Kerstin Rötzler, die das Servicezentrum Forschung und Transfer sowie "Nucleus Jena" an der FSU leitet. "Grundlage für eine erfolgreiche Transfer- und Innovationstätigkeit bildet die gemeinsame Standortstrategie. Diese schließt die Schaffung einer gemeinsamen Organisationsstruktur für das Innovationsmanagement ein, welches strategische Entscheidungen fällt und die Abläufe des Wissens- und Technologietransfers organisiert. Die Bündelung der Transferarbeit wird die regionale und überregionale Ausstrahlungskraft der Jenaer Hochschulen als Innovationstreiber erhöhen", sagte Rötzler und sprach damit aus, was alle Beteiligten von dem neuen Projekt erwarten.

Kontakt (an der FSU):
Dr. Kerstin Rötzler
Servicezentrum Forschung und Transfer der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 931071
E-Mail:

 

Meldung vom: 2017-12-06 11:41

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