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Folgenreichen Wandel interdisziplinär erforschen

Schumpeter-Zentrum zur Erforschung des sozialen und ökonomischen Wandels an der Uni Jena gegründet
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12.01.2018


Kaum etwas ist so sicher wie der Wandel. In Zeiten von Globalisierung, Digitalisierung, demografischen Verschiebungen, Migrationsbewegungen sowie staatlichen (De-)Regulierungsprozessen erhöht sich dabei das Tempo gesellschaftlicher Veränderungen stetig. Um diese wissenschaftlich zu untersuchen und zu begleiten, wurde jetzt an der Friedrich-Schiller-Universität Jena das Schumpeter-Zentrum zur Erforschung des sozialen und ökonomischen Wandels (JSEC) gegründet. Das neue Zentrum bildet die Plattform, um die bisherigen Bestrebungen der Uni Jena, vielgestaltige Veränderungsprozesse aus einer sozial- und gesellschaftswissenschaftlichen Perspektive zu analysieren, in einem offenen Prozess zu bündeln.

In erster Linie aus der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, der Rechtswissenschaftlichen sowie der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät stammen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die schon in der Vergangenheit vielfach kooperiert haben - "und das sehr erfolgreich", sagt Mikroökonom Prof. Dr. Uwe Cantner, Initiator des Schumpeter-Zentrums. "Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit wollen wir fortsetzen, indem wir die Projekte der Wissenschaftler weiter unterstützen und vermehrt Synergien herstellen. Im Idealfall gelingt es uns, interdisziplinäre Forschung anzustoßen, um Veränderungsdynamiken aufzugreifen."


Wissenstransfer, Innovation Ost und Digitalisierung fächerübergreifend verstehen

Bedeutsam seien diese Dynamiken, weil ihre Konsequenzen häufig weit über die ökonomische oder politische Sphäre hinausgehen, erklärt der Wirtschaftspolitiker Prof. Dr. Andreas Freytag, geschäftsführender Direktor des Schumpeter-Zentrums, und ergänzt: "Gemeinsam interdisziplinär auf Veränderungen zu blicken, ist inzwischen unabdingbar." Noch fehlen in vielen Bereichen theoretisch-konzeptionelle Grundlagen für ein tiefgehendes fächerübergreifendes Verständnis. Diese will das JSEC nun schaffen - zum Beispiel bei den Themen Wissenstransfer, Innovation Ost und Digitalisierung, die auch das Land Thüringen als zentral definiert hat.

Darüber hinaus fokussiert werden Migrationsprozesse, die zunehmende Europäisierung auf institutioneller Ebene, der Wandel des Arbeitsmarkts und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen staatlichen und privaten Akteuren. Neben Uwe Cantner und Andreas Freytag gehören der Wirtschaftsgeograph Prof. Dr. Sebastian Henn, Prof. Dr. Stefan Strohschneider, Lehrstuhlinhaber für Interkulturelle Kommunikation, und Prof. Dr. Christoph Ohler vom Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht, Völkerrecht und Internationales Wirtschaftsrecht zu den Direktoren des neuen Zentrums.


Innovationskraft zentral bei Joseph Alois Schumpeter

Der Namensgeber des JSEC ist der österreichische Ökonom Joseph Alois Schumpeter (1883-1950). Zeit seines Lebens hat er sich mit dem sozialen und ökonomischen Wandel befasst. In seinen Theorien zur wirtschaftlichen Entwicklung spielen Unternehmergeist und Innovationskraft die zentrale Rolle. Prof. Cantner war von 2012 bis 2014 Präsident der internationalen "Schumpeter Society" und Organisator der "Schumpeter Conference" 2014 in Jena. Mit Wandel in vielfältigen Ausprägungen beschäftigen sich an der Universität Jena bislang unter anderem die Graduiertenschule "Human Behaviour in Social and Economic Change" (GSBC) und das Graduiertenkolleg "Economics on Innovative Change" (GSBC_EIC).


Kontakt:
Prof. Dr. Uwe Cantner
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Carl-Zeiß-Straße 3, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 943200
E-Mail:

Meldung vom: 2018-01-12 12:12

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