Am Vormittag setzten wir in den in den Vorjahren untersuchten Gebiete die Kartierung von Deschampsia antarctica, eine von zwei höheren Gefäßpflanzen der Antarktis, fort. Alle Areale wurden im Abstand von ca. 10 bis 20 m abgegangen.
Nachmittags konnten wir die Möglichkeit nutzen, einen Einblick in die Untersuchungen des russischen Ozeanographen Alexander zu erhalten. Im Abstand von 10 Tagen misst er vom Schiff aus Temperatur, Salinität und Dichte des Seewassers. Die Datenerhebung erfolgt mit Hilfe einer Sonde, die automatisch in verschiedenen Tiefen Messungen macht. Die Auswertung der Daten erfolgt im hydrologischen Institut in Sankt Petersburg, wo Forschungen zu Meeresströmungen und Eisverteilung betrieben werden.
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Den Abend verbrachten wir in der Station Great Wall unserer chinesischen Nachbarn. In der im Jahr 1984 errichteten und im Februar 1985 eingeweihten Station wohnen im Moment 46 Chinesen. Das Schiff Xue Long hatte eine umfangreiche Fracht gebracht, die innerhalb weniger Tage entladen worden war. Inzwischen werden 4 neue Stationsgebäude errichtet, wie uns der Stationsleiter Sun, in Shanghai Cheflogistiker im Antarktisinstitut, stolz berichtete. Der Ausbau der Great Wall Station soll auch in den nächsten Jahren weitergehen. Sie wird damit, wenn die alten Stationsgebäude abgebaut sind, wohl die modernste Station auf King George sein.
Nach dem für uns sehr abwechslungsreichen chinesischem Essen hatten wir noch die Gelegenheit, die Station zu besichtigen und asiatische Traditionen besser kennen zu lernen.