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Thomas Müller


Deutsch als Fremdsprache, Psychologie, Anglistische Literaturwissenschaft (Magister)

 

 

 

 

 

 

 

 

   




    Foto: privat

1993-2002

Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

1996/97 Auslandsaufenthalt in Bangor / Wales (UK)

während des Studiums:
- Arbeit mit Behinderten,
- Schauspiel und Regie in freien und studentischen Theatergruppen,
- Sprachkurse für Englisch und Deutsch u.a. am IIK Jena, an der Volkshochschule und am Frauenhoferinstitut in Jena gegeben,
- Koordinator eines interkulturellen Projektes am Institut DaF/DaZ der FSU Jena

Thema der Magisterarbeit: "Dramapädaogik und Deutsch als Fremdsprache: eine Bestandsaufnahme"

2002-2003




Sprachkursleiter am Insitut für DaF/DaZ der FSU Jena und für weitere Anbieter

seit 2003 DAAD-Lektor am Trinity College Dublin

 

 

Worin besteht Ihre derzeitige berufliche Tätigkeit?

Ich unterrichte am Department of Germanic Studies (Trinity College Dublin) deutsche Sprache und Landeskunde. Als DAAD-Lektor bin ich auch für die Stipendienbetreuung zuständig und informiere college-weit über Deutschland als Studienort, über Stipendien des DAAD und weiterer renomierter deutscher Forschungsinstitute und betreue Studenten sowie Mitarbeiter während ihrer Bewerbungen um ein Stipendium. Ich organisiere außerunterrichtliche Veranstaltungen, darunter Theaterinszenierungen, mit denen wir auch auf Reisen gehen und ein umfangreiches PraktikantInnenprogramm. Ich wirke bei der Weiterentwicklung des Lehrmaterials am Department mit und bin auch in die Prüfungsabläufe eingebunden.

 

Welche Kenntnisse und Fähigkeiten sind für diese Tätigkeit wichtig?

Neben guten Kenntnissen der deutschen Grammatik aus didaktischer Perspektive erfordert die Arbeit Einfühlungsvermögen, Geduld und Kreativität, um mit Studenten arbeiten zu können, die eine andere Lerntradition haben als man selbst. Kommunikative und organisatorische Fertigkeiten sind vor allem bei umfangreicheren Projekten wichtig, um verschiedene Einzelinteressen bündeln und die Stärken aller Mitwirkenden optimal einbringen und Reibungsflächen verringern zu können. Hier kommen mir das Wissen und die Fähigkeiten aus allen drei Studienfächern zu Gute.

 

Welche für Ihren Beruf wichtigen Kompetenzen haben Sie wie erworben?

Wichtig waren für mich alle Gelegenheiten, in denen ich mich ausprobieren konnte und Menschen, die mir eben diese Gelegenheiten ermöglicht haben. Während meines Auslandsaufenthaltes entschied ich mich, mein Hauptfach zu wechseln, was sich (trotz fortgeschrittenen Studiums: die Magisterzwischenprüfung in Soziologie hatte ich bereits bestanden) als richtig herausstellte. Der Grund dafür: in Wales hatte ich erstmals die Gelegenheit, meine Muttersprache zu vermitteln und das war so reizvoll, dass ich mir vorstellen konnte, das für eine längere Zeit zu tun.

 

Welche Motivationen haben Ihre Studien- bzw. Berufswahl bestimmt?

Das Interesse daran, Lernprozesse (verschiedenster Art) zu begleiten und zu fördern war sicher ausschlaggebend. Die Arbeit mit Menschen und Sprache(n) hat mich immer interessiert. Außerdem wollte ich immer wissen, wie das ist, für längere Zeit im Ausland zu leben. Dafür ist eine Ausbildung Deutsch als Fremdsprache ideal.

Was raten Sie Studierenden Ihrer Fächer?

Probiert viel aus und lasst Euch Zeit, aber stellt Euch den Herausforderungen auch mit einer gewissen Ernsthaftigkeit. Ich denke nicht, dass die Kürze der Ausbildung positiv mit ihrer Qualität korrelieren muss. Und jeder Mensch braucht seine eigene Zeit. Arbeitgeber sehen auf den Abschluss weniger genau als auf die eigene Reife – also auf bestimmte Erfahrungen, die man neben dem Studium beruflich und persönlich gesammelt hat. Setzt Euch mit Zeitplanung (time management) intensiver auseinander. Hört den „Alten“ gut zu. Macht Euch Euer Fach/Eure Fächer zu Eurem persönlichen Anliegen.

 

Thomas Müller könnte sich vorstellen, weiter an einer akademischen Karriere zu arbeiten, oder dramapädagogische Unterrichtskonzepte und Lehrwerke (weiter-)zu entwickeln, oder eine eigene Sprachschule zu gründen, oder nochmals ins Ausland (Vancouver reizt ihn sehr) zu gehen oder als Sprecher für Film (Synchronisation) und Funk zu arbeiten. "Alles ist offen, alles ist möglich - auch das empfinde ich als angenehm."

Er würde wieder nach Jena gehen, weil er dessen Lage sehr schön findet, immer noch Menschen dort kennt und in Kontakt mit ihnen steht und er Jena viel verdankt. Auch empfindet er die wirtschaftliche Situation gut und die Atmosphäre in der Stadt angenehm und lebendig. Man kommt schnell von Jena auch nach Leipzig, Erfurt, München oder Frankfurt. 

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