Schnelleinstieg Reader

Home|Suche|Friedolin|Webmail de

Wortmarke FSU

Alexandra Ortloff


Medienwissenschaft, Psychologie, Erziehungswissenschaft (Magister)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   




    Foto: privat

1997-2004

Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Thema der Magisterarbeit: "Vom „Internationalen Frühschoppen“ zu „Sabine Christiansen“ – Zur Geschichte der politischen Talkshow im deutschen Fernsehen"

2004-01/2005




 

Praktikum an der Schaubühne Berlin (Hospitanz im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)  

freie Mitarbeiterin an der Schaubühne (PR- und Marketingstrategien für das Haus erstellt und betreut)

Assistentin für ein Festival am „Haus der Kulturen der Welt“ in Berlin

02/2005-09/2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin eines Abgeordneten im Deutschen Bundestag
seit 10/2005 Büroleiterin und persönliche Referentin bei MdB Herrn Uwe Barth im Deutschen Bundestag

 

 

 

Worin besteht Ihre derzeitige berufliche Tätigkeit?

Zur Zeit bin ich als Büroleiterin und persnliche Referentin bei Herrn Uwe Barth, FDP-Bundestagsfraktion tätig. Das heißt ich koordiniere alles was in einem Abgeordnetenbüro so anfällt. Allgemeine Büroorganisation, Terminplanung, Korrespondenzen, Verfassen von Pressemitteilungen und Redeentwürfen etc.
Der Job ist sehr umfangreich, was das Arbeiten sehr spannend und abwechslungsreich gestaltet. Arbeitsintensiv sind vor allem die Sitzungswochen des Deutschen Bundestages. In dieser Zeit finden alle wichtigen Gremiensitzungen statt (Arbeitgruppen, Arbeitskreis, Ausschusssitzungen, Fraktionssitzungen etc.). Da ich den Großteil dieser Sitzung vorbereite und betreue begleite ich meinen Chef auch zu diesen Veranstaltungen. Hier arbeitet man eng mit anderen Abgeordneten plus deren Referenten und den zuständigen Referenten der FDP-Bundestagsfraktion zusammen.
Uwe Barth ist Mitglied in folgenden Ausschüssen: 1. Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung 2. Tourismusausschuss. Der Großteil meiner Arbeit konzentriert sich aber auf die Themenfelder des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Herr Barth ist Sprecher für Hochschulpolitik. Alle Themen die in diesen Bereich fallen, werden also von uns innerhalb der Fraktion thematisch besetzt und betreut. So betreuen wir federführend alle parlamentarischen Initiativen zu diesem Schwerpunkt. Außerdem antworten wir den Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern zu diesem Thema.
Des Weiteren ist Uwe Barth Vorsitzender des Arbeitskreises VI (Innovation, Gesellschaftspolitik und Kultur) der FDP-Bundestagsfraktion. Dieses Gremium tagt in jeder Sitzungswoche am Dienstagvormittag. Diese Sitzung wird von mir organisatorisch vorbereitet und inhaltlich betreut. Zu diesem Zweck halte ich regelmäßig Rücksprache mit den Referenten unseres Arbeitskreises und den anderen Abgeordneten, die in diesem AK mitarbeiten.
Als persönliche Referentin bin ich darüber hinaus direkte Ansprechpartnerin meines Chefs und für all seine politischen Planungen, Initiativen, Redeauftritten etc. betreuend mitverantwortlich. Dieses Stellenprofil bringt eine große Verantwortung und auch Organisationsgeschick mit sich.
Als Büroleiterin organisiere ich die Arbeitsaufteilung innerhalb des Büros. Das heißt das Aufgaben auch von mir an andere Mitarbeiter delegiert werden müssen. Ein gewisses Maß an Kontrolle und steter Nachfrage gehört dann auch mit dazu.
Außerdem gehört die ständige Kommunikation mit den Wahlkreisbüros und die Abstimmung über bestimmte Vorgänge zum täglichen Aufgabenspektrum.
Alles in allem schätze ich meinen Job sehr. Er gibt mir einen Einblick in politische Entscheidungen und Zusammenhänge und vor allem einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Deutschen Bundestags, und nicht zu vergessen vor allem in die Arbeit der FDP-Bundestagsfraktion.
Außerdem beantworte ich Anfragen...

 

Welche Kenntnisse und Fähigkeiten sind für diese Tätigkeit wichtig?

Für einen Job in der Politik sind meines Erachtens nach vor allem folgende Eigenschaften eminent wichtig: Belastbarkeit, Begeisterung für politische Themen und Fragestellung, Kommunikationsstärke, hohes Engagement und nicht zu vergessen Einfühlungsvermögen und aber auch ganz wichtig, Durchsetzungskraft und Willensstärke. Ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein ist auch nicht wirklich von Nachteil.

 

Welche für Ihren Beruf wichtigen Kompetenzen haben Sie wie erworben?

Das Studium war auf meinem Weg hin zu meinen jetzigen Job vor allem Dingen dahingehend hilfreich, da ich hier ein gewisses Maß an Grundwerkzeug vermittelt bekommen habe. Wichtig waren für mich vor allem mein Studium der Medienwissenschaft und der Kommunikationspsychologie. Davon profitiere ich noch heute in alltäglichen Arbeitszusammenhängen. Nicht zuletzt beim Verfassen von Pressemitteilungen oder dem Redigieren von Redeentwürfen.
Um es aber ganz direkt zu sagen, am wichtigsten und hilfreichsten waren aber für mich die Praktika, die ich während meines Studiums absolviert habe. Diese haben mir letztlich die Tür zu meinen jetzigen Beruf geöffnet. So habe ich im Jahr 2001 ein sechsmonatiges Praktikum am Deutschen Bundestag absolviert im Abgeodnetenbüro von Herrn Dr. Karlheinz Guttmacher, Abgeordneter aus Jena für die FDP. Ein Jahr später war ich dann nochmal als Praktikantin für ihn tätig.
Danach habe ich ein Praktikum in der politischen Gesprächssendung „Maischberger“ (n-tv) absolviert. Hier habe ich viel gelernt. Vor allem im journalistisch politischen Bereich. Dort habe ich dann auch meine Magisterarbeit geschrieben.

 

Welche Motivationen haben Ihre Studien- bzw. Berufswahl bestimmt?

Ich habe mich schon immer für Politik, politische Arbeit und Entscheidungsfindung interessiert.
Als mit einer Studienexkursion den Deutschen Bundestag besucht habe, hat mich das alles sehr angesprochen und ich hatte das Bestreben mal hinter die Kulissen schauen zu wollen.

 

Was raten Sie Studierenden Ihrer Fächer?

Wenn man nicht eine wissenschaftliche Laufbahn anstrebt, rate ich vor allem dazu, Praktika zu absolvieren. Praktika sind ein sehr gutes Mittel, um Fähigkeiten und Neigungen festzustellen. Und sie bieten vor allem die Möglichkeit der Kontaktaufnahme. Ich bin durch meine Praktika in den Job gekommen. Als Außenstehender ohne Erfahrungen im Bundestag oder der FDP hätte ich nicht die gleichen Chancen gehabt. Das ist jedenfalls mein ganz fester Eindruck.

 

Ich würde wieder nach Jena gehen, weil ... 

ich in Jena geboren und aufgewachsen bin. Jena ist ideal zum studieren, da die Universität erstens einen guten Ruf hat, gut ausgestattet ist und zweitens die Wege zwischen den einzelnen Lehrstühlen überschaubar sind. Man muss nicht soviel Zeit investieren, um von A nach B zu kommen. Gerade in Großstädten wie Berlin kann das schon einen effektiven Studienplan erschweren. Ein Nachteil ist aber die direkte Anbindung an große Firmen, Konzerne etc. Gerade im Medienbereich gestaltet sich das als schwierig. Man kann halt leider keinen Studienjob während des Semesters ausüben, der im Medienbereich angesiedelt ist. Das ist in Berlin, Hamburg, München etc. schon besser. Man hat mehr Möglichkeiten, dass hat mir schon während des Studiums gefehlt. Ich habe es aber keine Sekunde bereut, in Jena studiert zu haben.

Unibund Halle - Leipzig - Jena Coimbragroup Partnerhochschule des Spitzensports