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Europas mobile Studenten - Herausforderung für Studienkollegs und Universitäten

Tagung zur Integration internationaler Studierender vom 22.-24. Januar an der Universität Jena
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21.01.2004

Studentenmobilität: Eine der Herausforderungen im zusammenwachsenden Europa ist die Ausbildung Studierender aus anderen Nationen. Bevor die internationalen Anwärter ihr Studium aufnehmen können, werden einige von ihnen in studienvorbereitenden Einrichtungen (z. B. Studienkollegs) im Gastland auf die Anforderungen eines Hochschulstudiums und das Leben in der neuen Umgebung vorbereitet. Um die Verbesserung dieser studienvorbereitenden Sprach- und Orientierungsangebote für internationale Studierende geht es in der Tagung des Fachverbandes Deutsch als Fremdsprache, die vom 22.-24. Januar an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena stattfindet.

 

Leben im Gastland erleichtern

 

Die Tagung ist eine gekoppelte Veranstaltung, die sich einerseits an die Mitglieder des Fachverbands richtet, die an den Studienkollegs Deutsch lehren. Außerdem werden hier Zwischenergebnisse des CHAGAL-Projektes vorgestellt, das Empfehlungen für die studienvorbereitende Ausbildung internationaler Studierender in Europa entwickelt. In dem seit 2002 durch die Europäische Union (EU) geförderten CHAGAL-Projekt arbeiten 16 Institutionen - unter ihnen auch die Universität Jena - aus neun europäischen Ländern daran, Studierenden aus Entwicklungsländern, Angehörigen ethnischer Minderheiten, Asylbewerbern oder Bürgerkriegsflüchtlingen den Zugang zu Europas Hochschulen und das Leben im Gastland zu erleichtern.

 

Zum selbstständigen Studium befähigen

 

Denn um internationale Anwärter zum selbstständigen Studium im fremden Land zu befähigen, "braucht es mehr als ein paar Sprach- oder Mathe-Kurse", sagt Prof. Dr. Hans Barkowski. Der Lehrstuhlinhaber am Institut für Auslandsgermanistik und die Wissenschaftlerin Dr. Silke Demme von der Universität Jena sind Partner im EU-Projekt. Es gehe darum, die internationalen Studierenden im Gastland besser zu integrieren. "Deshalb sind neben den Studienkollegs und Universitäten auch Vertreter internationaler Organisationen am CHAGAL-Projekt beteiligt", so Barkowski. "Sie haben ein Auge darauf, dass die Interessen der Studierenden berücksichtigt werden."

 

Im Gegensatz zu einheimischen müssen internationale Studierende in für sie fremden Kulturen agieren. "Dazu gehört auch, dass sie zum Teil noch erlernen müssen, welche Maßstäbe und Wissenschaftstraditionen in den Gastländern zu beachten sind", ergänzt Dr. Demme. Auf der Fachkonferenz in Jena wird neben dem Ausbildungsangebot der Studienkollegs in Deutschland auch die Situation in Österreich und den Niederlanden diskutiert werden. Dazu werden europäische Kollegen ihre Pilotprojekte vorstellen, in denen in den vergangenen Monaten neue Lernangebote getestet wurden. Sprache lernen im Kontext interkultureller Kommunikation steht dabei im Mittelpunkt der neuen Lehr- und Lernformen. Wie man solche neuen Angebote in die Lehrpläne der studienvorbereitenden Einrichtungen integriert, dazu werden die CHAGAL-Mitarbeiter bis Ende 2004 Empfehlungen vorlegen. Auf der gekoppelten Jenaer Tagung soll Zwischenbilanz gezogen und mit den Vertretern aus der Praxis Perspektiven erörtert werden.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Hans Barkowski

Institut für Auslandsgermanistik / Deutsch als Zweit- und Fremdsprache

der Universität Jena

Ernst-Abbe-Platz 8, 07745 Jena

Tel.: 03641 / 944360

E-Mail:

Meldung vom: 2004-01-21 16:01
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