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Universität Jena wird Sitz des Forschungs-Clusters "Ultra Optics"

Bundesforschungsministerium fördert bis 2009 den Aufbau von sechs universitären Spitzenzentren in den neuen Bundesländern
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15.03.2004

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena wird Sitz des Zentrums für Innovationskompetenz Ultra Optics. Das von Forschern der Universität und des in Jena ansässigen Fraunhofer-Instituts eingereichte Strategiekonzept erhielt am Freitag (12.03.) bei einem Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) den Zuschlag. Damit entsteht in Jena eines von sechs universitären Spitzenzentren, das bis 2009 vom BMBF mit Beträgen von bis zu zehn Millionen Euro gefördert wird.

 

Jenas Kompetenzen 

 

"Wir freuen uns, dass unser Konzept positiv von der Fachjury begutachtet wurde", sagt Prof. Dr. Andreas Tünnermann. Der Direktor des Instituts für Angewandte Physik der Universität Jena, der in Personalunion das Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena leitet, und Prof. Dr. Roland Sauerbrey, Direktor des Instituts für Optik und Quantenelektronik der Universität Jena, haben gemeinsam das Konzept erarbeitet und eingereicht. Wesentlich bei der Erstellung des Strategiekonzeptes war, sich in einem Forschungsfeld eindeutig zu positionieren: "Wir haben hier in Jena weltweit anerkannte Kompetenzen auf dem Feld der Mikro- und Nano-Optik sowie in der Laserphysik, auf denen wir aufbauen können", sagt Tünnermann. Die stark vertretene optische Industrie ermöglicht zudem einen schnellen Transfer von Ergebnissen in die Wirtschaft.

 

Maßgeschneidertes Licht

 

Ziel des Zentrums für Ultra Optics ist es, optische Systeme zu entwickeln, die maßgeschneidertes Licht bestimmter Intensität oder Wellenlänge bereitstellen. Dieses "kontrollierte" Licht bildet die Grundlage für neuartige Fertigungsverfahren in der Halbleitertechnik oder auch Therapieverfahren in der Medizin.

 

"Das Besondere am BMBF-Programm ,Zentren für Innovationskompetenz: Exzellenz schaffen - Talente sichern' ist, dass es sich um langfristige Fördermaßnahmen handelt", betont Tünnermann. Das Ministerium will in Ostdeutschland Spitzenforschungszentren schaffen und Talente an die Region binden. Das Land Thüringen hat zugesagt, den Aufbau des Jenaer Zentrums zu unterstützen.

Die zwei Professoren der Universität Jena wurden bei der Erstellung ihres förderungswürdigen Konzeptes tatkräftig von Partnern aus der Jenaer Universität, der Technischen Universität Ilmenau sowie dem Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, der Fraunhofer Gesellschaft und dem OptoNet unterstützt.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Andreas Tünnermann

Institut für Angewandte Physik der Universität Jena

Max-Wien-Platz 1, 07743 Jena

Tel.: 03641 / 657640 oder 807202

E-Mail:

Meldung vom: 2004-03-15 15:20
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