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250 Mal Leben gerettet

Transfusionsmedizin ehrt am 18. Dezember langjährige Spender
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15.12.2006

Jörg Tordinic ist ein Held: Am 11. Dezember hat er zum 250. Mal Leben gerettet. So oft hat der Jenenser am Universitätsklinikum Jena (UKJ) Blut, Blutplättchen und andere Spezialblutkonserven, z. B. Granulozyten für Knochenmark-transplantierte Kinder mit Sepsis, gespendet. Er ist damit der "fleißigste" unter den vielen langjährigen Spendern, die regelmäßig in das Institut für Transfusionsmedizin am UKJ kommen. 60 von ihnen, die wie Jörg Tordinic 100 oder mehr Spenden gegeben haben, ehrt das Klinikum am Montag, den 18. Dezember, mit einer Feierstunde.


Wer Blut spendet, leistet direkte Nächstenhilfe und rettet unmittelbar Leben

"Wer Blut spendet, leistet direkte Nächstenhilfe und rettet unmittelbar Leben", würdigt Prof. Dr. Klaus Höffken, Medizinischer Vorstand des UKJ, den Einsatz der Spender. Etwa 195 (50 Vollblutspender, 110 Thrombozytenspender, 35 Plasmaspender) kommen wöchentlich in das Jenaer Institut, um Erythrozyten, Thrombozyten (Blutplättchen) oder Blutplasma zu spenden. "Es haben sich da feste Runden etabliert", weiß Dr. Thomas Lorenzen, der die Blutspender am Institut für Transfusionsmedizin betreut. Die Motive der Spender, die meist "Wiederholungstäter" sind, gründen häufig auf der eigenen Erfahrung, wie wichtig Bluttransfusionen sein können. "Oft sind Erkrankungen, Unfälle von Angehörigen oder auch eigene, bei denen Blutkonserven gebraucht werden, der Auslöser für langjährige Spendebereitschaft", so Transfusionsmediziner Lorenzen. Viele arbeiten aber auch im medizinischen Bereich und wissen aus ihrem täglichen Umgang mit Krankheiten um die Bedeutung der Spende. Die regelmäßigen Besucher des Instituts lassen sich zudem in der Regel auch freiwillig im Rahmen einer Blutspende in der Knochenmarkspendewilligen-Datei des Universitätsklinikums registrieren.

"Wir sind unseren treuen Spendern sehr dankbar und möchten das mit der diesjährigen Ehrung zeigen", begründet Prof. Dr. Dagmar Barz, Direktorin der Transfusionsmedizin, die Idee zur vorweihnachtlichen Feierstunde. "Denn trotz medizinischen Fortschritts sind wir nicht in der Lage, Blut künstlich herzustellen", so Dagmar Barz. Dabei ist Medizin ohne Transfusionen nicht denkbar - allein am Universitätsklinikum Jena werden täglich bis zu 40 Thrombozytenkonzentrate und zu Spitzenzeiten 300 Blutkonserven benötigt. Viele Operationen und die Knochenmarkstransplantationen wären nicht machbar ohne Bluttransfusionen. Vor allem Leukämie- und andere Krebspatienten, Herz- oder Darmkranke und Unfallopfer profitieren vom selbstlosen und freiwilligen Einsatz der Blutspender.


Jeder gesunde Mensch kann Blut spenden

Spenden kann grundsätzlich jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 60 Jahren, der mindestens 50 Kilogramm wiegt. Dauerspender können sogar bis zum 68. Lebensjahr "Blut lassen". Männer dürfen maximal sechsmal im Jahr Blut spenden, Frauen nur viermal. Zwischen den Blutspenden müssen mindesten acht Wochen liegen. Bei der zweiten Blutspende wird entschieden, ob eine Eignung für die Apheresespende, wie z. B. Thrombozyten- und Blutplasma, besteht.

Wer regelmäßig spendet, erfährt nicht nur seine Blutgruppe, sondern wird auch bei jedem Besuch einer kleinen Gesundheitskontrolle unterzogen.

Das aber ist selten der Grund, eben so wenig wie die Aufwandsentschädigung. Für viele der langjährigen Spender zählt vor allem der Wunsch, zu helfen.

Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Dagmar Barz
Direktorin des Instituts für Transfusionsmedizin, Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641/9 3 54 60
E-Mail:

 

Meldung vom: 2006-12-15 11:10
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