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Wie man gute Psychotherapeuten ausbildet

Jenaer Psychologe koordinierte Forschungsgutachten für das Bundesgesundheitsministerium
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12.05.2009

Unter der Leitung von Prof. Dr. Bernhard Strauß vom Universitätsklinikum Jena erarbeitete eine nationale Expertengruppe ein Forschungsgutachten zur Psychotherapeutenausbildung in Deutschland. Das Gutachten wurde am 7. Mai an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt übergeben. Der 400-seitige Bericht bewertet die vor zehn Jahren gesetzlich neu geregelte Ausbildung zum Psychotherapeuten im internationalen Vergleich.

Für das Gutachten haben wir die Ausbildungslandschaft für psychologische Psychotherapeuten sowie für Kinder- und Jugendlichentherapeuten umfassend aufgearbeitet“, so Bernhard Strauß, der Direktor des Instituts für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum. Dazu befragten die Wissenschaftler über 3.000 Ausbildungsteilnehmer, fast 700 Absolventen und mehr als 2.000 Lehrkräfte in Deutschland, sie sammelten Informationen aus den EU-Ländern, analysierten die relevanten Studiengänge und werteten internationale Fachliteratur aus. Dabei entstand ein sehr differenziertes Bild der Ausbildung zum Psychotherapeuten, die in Deutschland derzeit an über 170 staatlichen oder staatlich anerkannten Ausbildungsstätten und ausschließlich nach einem Psychologiestudium und im Falle des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten auch nach pädagogischen Studiengängen absolviert werden kann.

Die ,Ausbildung nach der Ausbildung’ hat sich in unseren Augen bewährt, weil sie die Vielfalt der Verfahren und eine fundierte praktische Ausbildung garantiert“, so Bernhard Strauß. Allerdings empfehlen die Experten u. a. eine Vereinheitlichung der Zugangsvoraussetzungen für Erwachsenen- und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten auf Masterlevel. Sie regen Veränderungen im Ablauf und den Inhalten des Studiums an, z. B. eine parallelisierte Theorieausbildung der psychologischen und der Kinder- und Jugendlichentherapeuten mit anschließender Spezialisierung.

Die Gutachter machen konkrete Vorschläge zur Studienorganisation, Ausbildungs- und Prüfungsinhalten. Professor Strauß ist zuversichtlich, „dass unser Gutachten zu einer weiteren Verbesserung der Qualität psychotherapeutischer Ausbildung beiträgt und damit letztlich den betroffenen Patientinnen und Patienten zugute kommen wird.“

Kontakt:
Prof. Dr. Bernhard Strauß
Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie
Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641 / 936700
E-Mail:

Meldung vom: 2009-05-12 05:01
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