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Neuere Geschichte, Geschichte der Naturwissenschaft, Medizin und Technik, Biologische Anthropologie (Magister) |
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1996-2000 |
Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Stipendiat der Stiftung der Deutschen Wirtschaft) Thema der Magisterarbeit: "Alexander Mitscherlich und die ‘Konservative Revolution’ " | |
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2000-2001 |
PR-Agentur MMK in Hamburg Werbeagentur Leo Burnett in Frankfurt/Main | |
| 2001-2005 |
Birkbeck College, Imperial College und University of Reading, London, UK verschiedene administrative Aufgaben und Lehraufträge sowie Beginn einer Dissertation im Fach Geschichte am Birkbeck College | |
| seit 2005 |
Lecturer in Marketing am Queen Mary College, London | |
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Worin besteht Ihre derzeitige berufliche Tätigkeit?
Seit 2005 bin als Lecturer an der School of Business and Management am Queen Mary College in London tätig. Meine Aufgabenbereiche bestehen in der Lehre (Marketing and Business History; Ethical Marketing; Marketing Communications; Advertising Research) als auch in der Forschung (Ethik und Geschichte des Marketings).
Welche Kenntnisse und Fähigkeiten sind für diese Tätigkeit wichtig?
Es gibt kein einziges Seminar und keine einzige Vorlesung, welche für das Studium von Gesellschaften und von Konsumverhalten nicht von Bedeutung gewesen wäre. Folgende Kenntnisse und Fähigkeiten haben mir besonders geholfen: gute Ausbildung in den Forschungsmethoden von Geschichte und Sozialwissenschaften (Historisches Institut: Prof. Niethammer; Dr. Rainer Gries); Englischkentnisse, welche ich am Sprachenzentrum der Universität erlangt habe; Einblick in das Wesen der Wirtschaft (Vorlesungen und Seminare am Institut für Wirtschaftsgeschichte – Prof. Rolf Walther; Dr. Volckhardt) und Einblick in das Wesen des menschlichen Denkens (Institut für Geschichte der Naturwissenschaften – Prof. Breidbach und Dr. Ziche).
Eine der wichtigsten Grundfähigkeiten, welche für meine Tätigkeit unabdingbar ist, habe ich im Latein-Unterricht der Universität Jena bei Herrn Sauermann gelernt: um ein voll entwickeltes Individuum zu werden, darf man nicht immer nach dem „Sinn“ und „Nutzen“ fragen, sondern man muss Dinge ab und zu einfach tun.
Welche für Ihren Beruf wichtigen Kompetenzen haben Sie wie erworben?
Die wichtigen Stationen meines beruflichen Weges waren zum Beispiel eine studentische Hilfskraftstelle am MPI für die Erforschung von Wirtschaftssystemen, Jena; Engagement in der Jenaer Studentengruppe der Stiftung der Dt. Wirtschaft; aber vor allem die Seminare und Vorlesungen an der Universität.
Welche Motivationen haben Ihre Studien- bzw. Berufswahl bestimmt?
Interesse am Wechselverhältnis von Markt, sozialen Machtstrukturen, menschlichem Verhalten und der kulturellen Bedingtheit wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Handelns. In viele Dinge im Leben, meistens in die interessantesten, rutscht man oft einfach hinein. Dies war immer so und in einer Welt, in der man von heute auf morgen gefragt wird, nach China zu gehen, um ein Projekt aufzubauen, wird dies auch so bleiben. Man sieht aber die richtigen Eingänge und die richtigen „Rutschbahnen“ nicht, wenn man nur daran interessiert ist, welcher Seminarschein und welcher Abschluss einem welchen Job verschafft. Universitäten dürfen Studierenden nicht suggerieren, dass es dieses einfache Wechselverhältnis gibt.
Was raten Sie Studierenden Ihrer Fächer?
Ich rate Studierenden des Faches Geschichte v.a. dazu, nicht nur die Seminare des Historischen Instituts zu besuchen, sondern auch Vorlesungen und Seminare in Psychologie, Philosophie, Soziologie, Politikwissenschaften, Wirtschaft, Biologie, Literatur und Medienwissenschaften. Ich rate Studierenden sich – ohne sich zu verzetteln – für alles zu interessieren, was menschliche Gesellschaften an Überraschungen, Probleme, Techniken und Grausamkeiten in den letzten 5000 Jahren hervor gebracht haben. Ich rate Studierenden, irgendwann einmal an einem sonnigen Herbstnachmittag über den Philophenweg zum Institut für Physik zu spazieren.
Ich würde wieder nach Jena gehen, weil ...
...weil es in Deutschland kaum eine Universität gibt, welche auf kleinstem Raum alle Bereiche des menschlichen Lebens und Handelns in Seminaren und Vorlesungen vorstellt und abhandelt.
....weil Jena von der Mitte Deutschlands aus hundert Wege in die weite Welt bietet.
....weil Jena Erfahrungen und Erinnerungen bietet, von welchen man für den Rest seines Lebens zehrt.