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Friedrich Schiller in Jena

... und seit 1799 in Weimar

Vor Jena
10. November 1759 in Marbach am Neckar geboren.
Am 21. Juli 1787 war Schiller von Dresden aus in Weimar angekommen, besuchte am 23. Juli Wieland und wurde für den 27. Juli von Herzoginwitwe Anna Amalia nach Tiefurt eingeladen.
Vom 21. bis 26. August besucht Schiller erstmals Jena und wohnt bei dem Philosophen Karl Leonhard Reinhold, Christoph Martin Wielands Schwiegersohn.
Am 6. Dezember begegnet er Charlotte von Lengefeld, seiner künftigen Frau, in Rudolstadt.
Am 18. Mai 1788 reist Schiller von Weimar nach Rudolstadt und Volkstädt, wo er bis zum 12. November bleibt und am 7. September Goethe in Rudolstadt in größerer Gesellschaft begegnet.
Am 9. Dezember 1788 schlägt Goethe in Weimar Schiller für eine Professur in Geschichte vor.

 

„Jena ist, oder scheint, ansehnlicher als Weimar; längere Gassen und höhere Häuser erinnern einen, daß man doch wenigstens in einer Stadt ist. (...) Die Professoren sind in Jena fast unabhängige Leute und dürfen sich um keine Fürstlichkeit bekümmern, diesen Vorzug hat Jena unter den Akademieen voraus."

Friedrich Schiller an Christian Gottfried Körner, 29. August 1787

 

1789
Am 11. Mai übersiedelt Schiller nach Jena in die Jenergasse 26, die „Schrammei".
Am 26. Mai hält Schiller seine akademische Antrittsrede an der Universität Jena: „Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?"

1790
gewährt der Herzog Carl August ein jährliches Gehalt von 200 Talern. Schiller wird vom Herzog von Sachsen-Meiningen der Titel eines Hofrats verliehen.
Am 22. Februar wird Schiller mit Charlotte in der Wenigenjenaer Kirche getraut. Mitte Oktober erscheint die „Geschichte des Dreyßigjährigen Krieges".

1791
Am 3. Januar wird Schiller in die Kurfrstliche Akademie nützlicher Wissenschaften aufgenommen. Am Abend erleidet er einen schweren Krankheitsanfall. Dispensiert von Lehrverpflichtungen nimmt Schiller diese im November 1792 wieder auf und hält im Sommer 1793 sein letztes Kolleg.
Am 13. Dezember wird Schiller ein Dreijahresstipendium von je 1000 Talern aus Kopenhagen zuteil.

1792
Am 26. August ernennt die Pariser Nationalversammlung Schiller („Gille") zum Bürger Frankreichs.

1793
Am 7. April zieht Schiller in ein Gartenhaus im Leistschen Garten, Zwätzengasse 9, um, in dem er bis zum 1. August 1793 wohnt.
Anfang August bricht Schiller mit Charlotte nach Schwaben auf, wo am 14. September ihr erster Sohn Karl Friedrich Ludwig in Ludwigsburg geboren wird.
Am 20. November trifft die am 14. Juli ausgestellte Ernennung zum Ehrenmitglied der Naturforschenden Gesellschaft in Jena ein.

1794
Am 11. März trifft Schiller in Tübingen erstmals mit dem Verleger Johann Friedrich Cotta zusammen.
Am 14. Mai kehrt er nach Jena zurück in eine neue Wohnung Unterm Markt 1.
Am 20. Juli kommt es zu dem „Glücklichen Ereigniß", an dem Schiller Goethe erstmals persönlich begegnet und ihm sagt, sein Metamorphose-Verständnis sei eine Idee, keine Erfahrung. Es ist der Beginn einer Freundschaft, die bis zu Schillers Tod währt.

1795-1797
erscheinen Schillers „Die Horen".

1796
arbeiten Schiller und Goethe im Januar gemeinsam an der Xenien-Redaktion, die Ende September erscheinen.
Am 11. Juli wird Schillers zweiter Sohn Ernst Friedrich Wilhelm geboren.
Ende Oktober entscheidet sich Schiller für das Hauptgeschäft „Wallenstein", das ihn bis zur Uraufführung von „Wallensteins Tod" am 20. April 1799 in Beschlag hält.

1797
Am 13. April zieht Schiller in das Griesbachsche Haus, Schloßgasse 17, wo er bis zu seinem Umzug nach Weimar lebt.
Seit dem 2. Mai bewohnt Schiller in den Sommermonaten das Jenaer Gartenhaus.
Im Sommer entstehen die großen Balladen.

1799
beendet Schiller die Wallenstein-Trilogie und macht sich umgehend an die Ausarbeitung der „Maria Stuart", die 1801 erscheint.
Im September wird „Das Lied von der Glocke" fertig.
Am 11. Oktober wird Schillers erste Tochter Caroline Henriette Luise geboren.
Am 3. Dezember zieht Schiller mit seiner Familie nach Weimar in die Windischengasse A 71 um.

1800
Im Juli und September beginnt Schiller mit Vorarbeiten und der Ausarbeitung der „Jungfrau von Orleans", die 1801 erscheint.

1801
Vom 5. März bis 1. April zieht sich Schiller ins Jenaer Gartenhaus zurück, um an der „Jungfrau von Orleans" zu arbeiten.

1802
Am 19. März erwirbt Schiller in Weimar das heutige „Schillerhaus", das er am 24. April bezieht.
Im August beginnt er „Die Braut von Messina", die 1803 erscheint.
Am 16. November erhält er das Adelsdiplom.

1803
beginnt Schiller im Mai mit Vorarbeiten zum „Wilhelm Tell", der 1804 erscheint.

1804
Vom 26. April bis 21. Mai unternimmt Schiller eine Reise nach Berlin und Potsdam.
Am 8. Juni stimmt der Herzog einer Gehaltsverdopplung auf 800 Taler zu.
Am 28. Juli wird Schillers zweite Tochter Emilie Henriette Luise geboren.
Im November arbeitet Schiller an der „Huldigung der Künste", die zu Ehren des am 9. November eingezogenen Erbprinzenpaares, Carl Friedrich und seiner Gemahlin Maria Pawlowna, am 12. November aufgeführt werden.

1805
Am 9. Mai stirbt Schiller in Weimar. Seine letzte umfängliche Arbeit gilt dem unvollendet bleibenden „Demetrius".

NI/KM

 

Friedrich Schiller in jungen Jahren.
Stahlstich von A. Wegner

 

 

letzte Änderung:  am 2009-09-17 18:32:50   © FSU Jena nach oben  Seitenanfang