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Stark im Verbund – Jenaer Forscher setzen auf Netzwerke

Viele Erkenntnisse können heute nicht mehr in einer einzelnen Disziplin gewonnen werden, sondern nur noch im Verbund über Fachgrenzen hinweg.

 

Beispiel Biophotonik

Mit Hilfe hochspezialisierter optischer Methoden - zum Beispiel der Ramanspektroskopie - werden chemische, biologische und medizinische Fragestellungen bearbeitet. So geht es unter anderem darum, Inhaltsstoffe in Lebensmitteln pflanzlicher und tierischer Herkunft wie Rapsöl oder Jogurt mit Hilfe spektroskopischer Methoden zu charakterisieren. Außerdem werden gemeinsam mit der Wirtschaft Methoden entwickelt, um Mikroorganismen wie Bakterien oder einzellige Pilze schnell und eindeutig zu identifizieren - ein Verfahren, das in Reinräumen der Industrie von großer Bedeutung ist, aber in Zukunft auch für eine umfassende und umfangreiche Krankheitsfrüherkennung genutzt werden soll. Möglich werden solche Forschungen nur durch eine intensive Vernetzung - von universitären und außeruniversitären Einrichtungen und der Industrie.

Diese Vernetzung gilt beispielsweise auch für die Jenaer Sonderforschungsbereiche (SFB). An sechs Sonderforschungsbereichen, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden, sind Forschende der Jenaer Universität derzeit ganz oder mit Teilprojekten beteiligt. Sie dokumentieren die überaus erfolgreiche Einwerbung von hochrangigen Drittmittelprojekten durch Jenas Wissenschaft.

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Beispiel Großprojekte

Doch Sonderforschungsbereiche sind nicht die einzigen Großprojekte, die Jenaer Kompetenz an die Saale holte. Mehrere DFG-Schwerpunktprogramme und -Forschergruppen sind an der Jenaer Universität platziert. Hinzu kommen zahlreiche europäische und internationale Projekte, in deren Netz Jenaer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Innovatives leisten - und damit die wichtigen Mittel und Arbeitsplätze für weitere Forschungen an die Saale holen. Gebündelt werden die Forschungsaktivitäten der Jenaer Universität inzwischen unter dem Motto "Light - Life - Liberty". 

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Darüber hinaus existiert in Jena ein Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung mit den vier Arbeitsbereichen: Klinisch orientierte Neurowissenschaften, Rheumatische und Autoimmunerkrankungen, Klinisch-Experimentelle Onkologie und Hämostaseologie/Kardiovaskuläre Medizin. Daneben hat sich ein biomedizinischer Schwerpunkt gegründet, aus dem bereits mehrere SFBs hervorgegangen sind. Zahlreiche hochkartige Veröffentlichungen in renommierten Zeitschriften sind ein weiteres Zeichen für den Erfolg der Jenaer Forschungen.

Beispiel Medizin

medizinMedizin hat an der Universität Jena Tradition. Sie gehörte bereits zu den vier Gründungsfakultäten der Universität von 1558 und auch der erste Rektor der Alma Mater Jenensis, Johannes Schröter, war Mediziner. In den zurückliegenden Jahrhunderten hat die Fa­kultät viele bedeutende Fachvertreter hervorgebracht und war Bahnbrecher für eine naturwissenschaftlich orientierte Medizin.

Die Medizinische Fakultät ist zudem die einzige medizinische Hochschulbildungseinrichtung in Thüringen und betreibt das einzige Universitätsklinikum des Freistaates. Fast alle seiner Institute und Kliniken sind in einem modernen Neubau in Lobeda vereint. Hier werden in den Bereichen von Anästhesiologie und Intensivmedizin bis Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde heute Patienten aus ganz Thüringen und weit darüber hinaus versorgt. Für spezielle Weiterbildungskurse - etwa in der Handchirurgie - kommen Mediziner aus der ganzen Welt, um sich in Jena schulen zu lassen. Außerdem wird an den Kliniken und Instituten medizinische Forschung von höchstem Rang, etwa im Bereich der Sepsis und Alternsforschung, betrieben.

Beispiel Ethik

In der modernen Medizin geht es um eine optimale Versorgung der Patienten. Doch neue Errungenschaften der Forschung und ein Anstieg der Kosten werfen immer wieder auch ethische Fragen auf. Einen gesellschaftlichen Konsens über die Anwendung der Gentechnik oder der Transplantation von Tierorganen ist für den Erfolg neuer Therapieansätze ebenso wichtig wie die klinische Grundlagenforschung. Dem trägt die Jenaer Universität mit ihrem Ethikzentrum Rechnung. Es bietet zwar keine Patentlösungen, dafür aber Entscheidungsräume und -hilfen an - und dies für Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, den Verbänden und Kirchen. Neben der Bio- und Medizin-Ethik gehören Fragen der Wirtschafts-, Wissenschafts-, Umwelt- und informationstechnischen Ethik zu den Aufgabenfeldern des Universitäts-Zentrums, das sich allein schon dadurch in das weiträumige Fächerspektrum der Universität integriert. Seit dem Wintersemester 2010/11 können Studierende auch Angewandte Ethik als Masterstudiengang belegen.

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Damit wurde in Jena eine Disziplin geschaffen, die den Anforderungen der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskussionen direkt Rechnung trägt. Und sie ist nicht die einzige: So wurde etwa 2011 das Kompetenzzentrum Rechtsextremismus gegründet, das die vorhandenen Kompetenzen aus vielen Fakutäten bündelt. Ein anderes Beispiel: Die Chemisch-Geowissenschaftliche und die Biologisch-Pharmazeutische Fakultät haben den fächerübergreifenden Studiengang "Angewandte Umweltwissenschaften" eingerichtet. Der hohe Praxisanteil des Studienganges wird die Studierenden optimal für eine Berufslaufbahn in Ingenieur- und Planungsbüros sowie in Kommunen, Behörden und Verbänden vorbereiten. Um nationalen und internationalen Ansprüchen gerecht zu werden, hat die Universität im Rahmen des sog. Bologna-Prozesses ihre Studiengänge modularisiert.

Beispiel Kooperation

Die Friedrich-Schiller-Universität bemüht sich, schnell und angemessen auf neue gesellschaftliche und berufliche Anforderungen zu reagieren. Dies wird auch in der schon fast historischen Kooperation zwischen Universität, Stadt und ihrer Wirtschaft deutlich. In Jena gab es bereits vor 100 Jahren, was man modern als ,Privat-Public-Partnership' bezeichnet, nämlich die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Ernst Abbe und Carl Zeiß haben es vorgemacht und weisen noch heute den Weg in die Zukunft. Hinzugekommen ist ein Netz von Verbindungen zwischen Universität, Fachhochschule, außeruniversitären Einrichtungen und Forschungsverbünden sowie der hiesigen Industrie. Dies hat den traditionellen Optik-Standort an der Saale inzwischen zum neudeutschen "Optical Valley" gemacht. Darüber hinaus hat die Universität ein festes Netz an Kooperationen und Beziehungen über den ganzen Globus ausgeworfen. Die Friedrich-Schiller-Universität arbeitet mit weit über 250 Hochschulen und Forschungseinrichtungen weltweit und noch viel mehr Partnern aus der Wirtschaft zusammen - Forschung kennt in Jena fast keine Grenzen. Grenzüberschreitend ist auch das Internationale Graduiertenkolleg "Guided light, tightly packed: novel concepts, components and applications" in der Physik, in dem junge Nachwuchswissenschaftler aus Jena und Kanda gemeinsam forschen. Es ist eine von über 20 Graduiertenschulen und -kollegs, in denen der Nachwuchs intensiv ausgebildet wird: fachlich und dank der Graduierten-Akademie auch weit darüber hinaus.

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