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Medienwissenschaft, Politikwissenschaft, Neuere Geschichte (Magister) |
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| 1994/1995 | Stipendium der Sister City / Rotary International Waverly, Iowa, USA
High School Diploma und Studienaufenthalt am Wartburg College | |
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1995-2004 |
freiberuflicher Journalist, PR- und Marketing-Berater und Medienproduzent (Film, TV und Werbung) in Thüringen, Hessen, Schweiz Spezialisierung in Start-Up Communication Consulting, Werbeproduktion und Printmedien | |
| 1997-2003 |
Studium an der Friedrich-Schiller Universität Jena Magisterarbeit mit Titel: „Mediale Bedingungen zum Darstellen von Bewegung im Bild“ (2003) bei Herrn Prof. Dr. Lambert Wiesing | |
| 6/2004-11/2004 |
Projektarbeit eines führenden deutschen Software-Herstellers in der Verkehrswegeplanung zur Erarbeitung neuer Kommunikationsstrategien und zur Produkt-Einführung auf dem US-amerikanischen Markt | |
| 12/2004-4/2005 |
Projektmitarbeit bei einem thüringischen Filmfestival, Jena, Thüringen, Deutschland | |
| 6/2005-4/2006 |
Leitung des Bereiches Digitaler Druck, Reprografie und Online-Produktentwicklung sowie Leitung des Bereiches Marketing eines mittelständischen Full Service Media Unternehmens Dessau, Sachsen-Anhalt, Deutschland | |
| seit 5/2006 |
Chief Representative China und Korrespondent für Asiens führendes deutschsprachiges Wirtschaftsmagazin „Aktuell ASIA“ | |
| seit 5/2006 |
Product Manager und Marketing Manager für einen deutsch-chinesischen Business-Servive-Provider, Ningbo, Zhejiang Province, VR China und Aachen, NRW, Deutschland | |
Worin besteht Ihre derzeitige berufliche Tätigkeit?
Zwei Schwerpunkte sind in meiner derzeitigen Tätigkeit zu sehen: Zum einen als Korrespondent aus und über China über die wirtschaftlichen Aktivitäten im Reich der Mitte mit Fokus auf das Engagement deutscher Akteure und zum anderen als Repräsentant des führenden deutschsprachigen Wirtschaftsmagazins in Asien sind ganz unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen. Eines der für uns Europäer spannendsten Themen ist sicherlich die Dynamik mit der wirtschaftliche Aktivitäten in China derzeit angesetzt und durchgeführt werden und zum anderen die langsame Transformation des bevölkerungsreichsten Landes von einer Planwirtschaft zu einer geplanten Marktwirtschaft. Für ein ausländisches Medienunternehmen, das in China aktiv ist, ist dieser Transformationsprozess mit Herausforderungen verbunden – sowohl in der inhaltlichen als auch der wirtschaftlich-strategischen Ausrichtung. Flexibilität ist dabei nicht nur für ein ausländisches Medienunternehmen in China von besonderer Bedeutung, um auf die sich rasch ändernden Rahmenbedingungen reagieren und den eigenen Standpunkt aktiv definieren zu können. Dabei gilt es ein stabiles Netzwerk auf allen Ebenen herauszubilden. Recherche und Produktion von journalistischen Beiträgen sowie die Koordination und das Marketing eines Medienproduktes und –unternehmens im Greater China Area gehören zu meinen Arbeitsschwerpunkten.
Gleichzeitig berate ich europäische mittelständische Unternehmen, die sich wirtschaftlich in China engagieren wollen. Die richtigen Strategien zu entwickeln, eine erfolgreiche Positionierung zu finden und den idealen Markteintritt zu ermöglichen sind dabei die Kernaufgaben dieser Marketing- und Consultingtätigkeit.
Welche Kenntnisse und Fähigkeiten sind für diese Tätigkeit wichtig?
Komplexe Sachverhalte erkennen, analysieren und verständlich und prägnant darstellen zählen genauso zu den grundlegenden Fähigkeiten im Journalismus wie Kreativität und sicherer Umgang mit Recherchemitteln. Ein umfangreiches Allgemeinwissen und die Ausdrucksfähigkeit sind unerlässlich. Dabei sollte eine Spezialisierung auf Fachbereiche nicht aus den Augen gelassen werden, um die komplexen Zusammenhänge erfassen und beschreiben zu können.
Für die journalistische Arbeit ist es essentiell, flexibel und kommunikativ zu sein. Ein Gespür für Trends und Tendenzen sowie die Arbeit mit Menschen gehören ebenso zu den Eigenschaften eines Journalisten wie Neugier. Für die journalistische Arbeit in Ostasien und besonders in China zählen zusätzlich Fähigkeiten wie interkulturelle Kompetenz und Teamfähigkeit sowie kreative Problemlösungskonzepte zu Fähigkeiten, die unerlässlich sind.
Das Studium an der Friedrich-Schiller-Universität bietet ein internationales Umfeld in einer naturnahen Umgebung. Ein im Vergleich zu anderen Hochschulen gutes Verhältnis von Lehrenden zu Lernenden ermöglicht einen aktiven Wissensaustausch. Gleichzeitig werden gerade im Bereich Medienwissenschaft kreative Aktivitäten gefördert, so dass Studierende die Möglichkeit erhalten, sich auch praktisch zu entfalten. Vor allem die Interdisziplinarität des Fachbereiches ermöglicht das Aneignen eines breit gefächerten Wissens, was gerade im Bereich der Medien unersetzlich ist. Dabei gilt es weniger, Wissen zu vermitteln, als vielmehr sich schnell und intensiv in andere Bereiche einarbeiten zu können – beides ist in meinem derzeitigen Aufgabengebiet eine Grundlage, um erfolgreich arbeiten zu können.
Welche für Ihren Beruf wichtigen Kompetenzen haben Sie wie erworben?
Es ist neben dem Studium der geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer unbedingt erforderlich, den Bezug zu den praktischen Feldern aufzubauen oder zu vertiefen. Die Kombination einer guten akademischen Ausbildung mit ersten praktischen Erfahrungen ermöglicht erst den Eintritt in die sich schnell ändernden Arbeits- und Aufgabengebiete der Medien in der Praxis. Ich ganz persönlich habe einen entscheidenden Teil der Studienzeit in fächernahen Bereichen gearbeitet oder Praktika absolviert. So entsteht ein Austausch von praxisnaher Erfahrung und grundlegendem Wissen. Längere Auslandsaufenthalte, Flexibilität und ein umfangreiches Netzwerk haben zu weiteren Erfolgen beigetragen. Grundsätzlich ist Studenten vor allem im Bereich Medienwissenschaft zu raten, dass sie möglichst intensiv neben dem Erwerb von Fachwissen auch die Praxis kennen lernen, um aus dem breiten Angebot der möglichen späteren Aufgabengebiete zielsicher wählen können.
Welche Motivationen haben Ihre Studien- bzw. Berufswahl bestimmt?
Die Wahl des Studienfaches und der Fächerkombination war vom Wunsch geleitet, im Arbeitsfeld der Medien bevorzugt Journalismus und PR tätig zu sein. Das Studium an der FSU ist aber kein Ausbildungszentrum angehender Journalisten, sondern vermittelt umfangreiches Grundlagenwissen und ermöglicht so, sich in viele verschiedene Berufsfelder einarbeiten zu können. Ursprüngliche Motivation meiner Studienwahl war der Wunsch nach einer journalistischen Ausbildung. Deswegen wählte ich Medienwissenschaft. Die Uni Jena ist aber nicht dieser Ausbildungsort, sondern sie ermöglicht das Aneignen von Arbeitstechniken und einem breit gefächerten Fachwissen. Diese Eigenschaften führen letztendlich dazu, nach Beendigung des Studiums auch in unterschiedlichen Berufen arbeiten zu können.
Was raten Sie Studierenden Ihres Faches?
Ein Rat an die Studierenden: Orientieren Sie sich während Ihres Studiums in der Praxis. Nutzen Sie freie Zeiten, um in der Praxis Erfahrungen zu sammeln. Dabei können Sie neben der Erfahrung in diesem Arbeitsbereich auch ein Netzwerk ausbilden, das gerade im Medienbereich unerlässlich ist. Nutzen Sie die Möglichkeiten, auch an lokal verschiedenen Orten tätig zu sein. Konzentrieren Sie sich im Studium auf Themenbereiche, die für Sie persönlich von Interesse sind ohne dabei an einen Praxisbezug zu denken. Dieser stellt sich häufig erst viel später klar dar.
Ich würde wieder nach Jena gehen, weil...
Jena sehr gute Studien- und Lebensbedingungen bietet. Abgesehen von der Wohnungssituation ist Jena angenehm groß ohne zu groß zu sein. Die Universität bietet neben guten Studienbedingungen (Verhältnis Lehrender zu Lernenden, Bibliothek) auch ein umfangreiches Portfolio an Aktivitäten. Diese Kombination macht Jena zu einem angenehmen Studienort.