Schnelleinstieg Reader

Home|Suche|Friedolin|Webmail de

Wortmarke FSU

Dr. Alexander Storch


Mineralogie (Diplom)

 

 

 

 

 

 

 

 

   




    Foto: privat

1997-2002

Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Praktikum bei der SCHOTT JENAer GLAS GmbH, Jena

Thema der Diplomarbeit: "Optische und mechanische Eigenschaften von Glaskrusten aus der Eifel"

2003-2006




 

Promotion am Otto-Schott-Institut für Glaschemie in Zusammenarbeit mit der SCHOTT JENAer GLAS GmbH, Jena
 
Thema der Dissertation: "Keramische Farben für Borosilicatgläser"

seit Aug. 2006  Entwicklungsingenieur Schmelze bei der SCHOTT Displayglas GmbH, Jena

 


 

Worin besteht Ihre derzeitige berufliche Tätigkeit?

Als Entwicklungsingenieur Schmelze gehört es zu meinen Hauptaufgaben, den Schmelzprozess zur Displayglasherstellung zu optimieren. Dabei besteht die Aufgabe darin, das Rohstoffgemenge in der Glasschmelzwanne zu homogenisieren, so dass keine Blasen oder Einschlüsse in der Schmelze vorliegen. Die Schmelze wird in einem Zinn-Floatbad zu einem Glasband geformt, das nach der Feinkühlung zu definierten Formaten zugeschnitten wird. Weiterverarbeiter stellen aus den Glasscheiben Displays für Fernseher, Monitore, Handys, ... her. Da die Anforderungen an das Displayglas sehr hoch sind, ist die fehlerfreie Herstellung der Glasschmelze von entscheidender Bedeutung. Somit erstreckt sich mein Aufgabengebiet von der Untersuchung von Glasfehlern über die Analyse der Herkunft bis hin zur Abstellung der Fehler. Hierzu gehört die Arbeit am Mikroskop, die intensive Beschäftigung mit der Schmelztechnik und das Aufplanen und Leiten von Projekten, die zur Optimierung des Schmelzprozesses dienen. Weiterhin analysiere ich ständig die Prozesskette von der Gemengeherstellung über das Einlegen, Schmelzen, Läutern, Homogenisieren bis zum Konditionieren mit speziellen statistischen Verfahren. Somit kann eine ständige Optimierung von Parametervorgaben mit dem Ziel der Leistungssteigerung und Qualitätsverbesserung erfolgen. Aber auch die Mitarbeit an Maßnahmen zur technisch/ technologischen Weiterentwicklung von Flachglas, die Durchführung von Versuchen zur Entwicklung von neuen maschinen- und fertigungstechnischen Lösungen, sowie die Koordination von internen und externen Maßnahmen zur Instandhaltung der Wanne und des Interfaces gehören zu meinen Aufgaben.

 

Welche Kenntnisse und Fähigkeiten sind für diese Tätigkeit wichtig?

Eine systematische Problemanalyse ist für diese Tätigkeit unerlässlich. Hierfür sind gute chemische und analytische Kenntnisse in Kombination mit einem guten technischen Verständnis notwendig. Die Kenntnis zahlreicher Analysemethoden ermöglicht die schnelle Auswahl geeigneter Methoden zur Bestimmung von Glasfehlern. Weiterhin ist eine vorausschauende Denkweise und der Spaß an Problemanalysen mit dem Einbringen neuer Ideen eine ideale Voraussetzung, um an der Herstellung zukunfts­trächtiger Produkte mitzuwirken.

 

Welche für Ihren Beruf wichtigen Kompetenzen haben Sie wie erworben?

Während meines Studiums war ich in der Lehre als Tutor tätig. Dadurch wurde die Fähigkeit, andere Menschen anzuleiten, maßgeblich gefördert. Ich beschäftigte mich während meines Mineralogie-Studiums verstärkt mit natürlichen Gläsern. Dadurch wurde mein Interesse für die Strukturen und Eigenschaften von Gläsern geweckt. Als Nebenfach belegte ich Glaschemie, so dass ich ein umfangreiches Wissen über Gläser und deren technische Herstellung erwerben konnte. Durch ein Praktikum bei der SCHOTT JENAer GLAS GmbH bekam ich einen Einblick in die Produktion eines hochwertigen Borosilicatglases. Während der anschließenden Promotion lernte ich die Probleme kennen, die bei der Herstellung hochwertiger Gläser auftreten und wie diese zu lösen sind. Während meiner Ausbildung konnte ich zahlreiche Analysemethoden kennen lernen. Somit ist es mir möglich bei auftretenden Glasfehlern, eine schnelle Auswahl einer geeigneten Methode zu treffen.

 

Welche Motivationen haben Ihre Studien- bzw. Berufswahl bestimmt?

Bereits in meiner Kindheit habe ich mich für Minerale und Gesteine begeistert. Somit fiel meine Wahl auf das Mineralogie-Studium. Während des Studiums wurde mein Interesse für Gläser geweckt, so dass dadurch mein weiterer Weg bestimmt wurde.

 

Was raten Sie Studierenden Ihres Fachs?

Jeder Studierende der Geowissenschaften sollte die Chance nutzen, so viele Analyse­methoden wie möglich kennen zulernen. Denn egal welchen Weg jeder später einschlägt, eine der zahlreicher Analysemethoden wird er sicherlich benötigen. Weiterhin ist die Kenntnis der Methoden ein entscheidender Pluspunkt bei der Bewerbung. Die Chance eines Praktikums in der Industrie sollte intensiv genutzt werden. Das hier erworbene Wissen kann bei dem später ausgeübten Beruf ein großer Vorteil sein. Deshalb sollte der Betrieb, in dem das Praktikum durchgeführt wird, entsprechend den Interessen und den zukünftigen Berufsvorstellungen gewählt werden.

 

Ich würde wieder nach Jena gehen,

aufgrund der freundlichen Atmosphäre, die ich whrend meines Studiums und der Promotionszeit erfahren habe und Jena auf meinem Fachgebiet einen hervorragenden Ruf genießt.

Unibund Halle - Leipzig - Jena Coimbragroup Partnerhochschule des Spitzensports