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Beate Gräf


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Dr. Beate Gräf arbeitet seit 2008 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena als Leiterin im Bereich Studienplatzmarketing des Dezernates für Akademische und Studentische Angelegenheiten.

Wie die spezifischen Studien- und Lebensbedingungen in Jena sind, weiß Beate Gräf dabei nicht allein aus Broschüren und Kollegengesprächen, sondern aus eigener Erfahrung: Mit dem Abitur in der Tasche entschied sie sich für ein Studium an der Friedrich-Schiller-Universität und belegte nach bestandener Aufnahmeprüfung ab dem Wintersemester 1997/98 Medienwissenschaft als Hauptfach und Psychologie sowie Sprechwissenschaft/Phonetik als Nebenfächer.

Bereits während ihres Studiums absolvierte Beate Gräf verschiedene Praktika im Medienbereich. Unter anderem war sie bei MDR 1 Radio Thüringen, dem Vogtlandradio, Landesstudio des ZDF in Erfurt und auch am Adolf-Grimme-Institut tätig. Sie führte dort beispielsweise eigenständig Recherchen durch, produzierte Beiträge, führte Interviews und wirkte bei der Erstellung eines medienpädagogischen Atlas im Auftrag der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen mit. Zu erwähnen ist dabei auch ihr umfangreiches Engagement als Hilfskraft am Institut für Medienwissenschaft.

Als sie im Jahre 2003 erfolgreich ihr Studium abschloss, stand für Beate Gräf bereits fest, dass sie sich auch weiterhin mit Freude und Engagement der wissenschaftlichen Arbeit widmen wollte. Konkrete Form gewann dieser Wunsch mit dem Verfertigen ihrer Dissertationsschrift zum Thema "Migranten in der öffentlichen Wahrnehmung: Zur Entwicklung der Berichterstattung über Migranten und Fremdenfeindlichkeit in Tageszeitungen unter Einbezug der Bevölkerungsmeinung". Während der Promotionszeit war Beate Gräf, der ein Landesgraduiertenstipendium zugesprochen wurde, zugleich Lehrbeauftragte in Jena sowie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und gab Seminare zum Thema Migranten in den Medien und Inhaltsanalyse.

Beate Gräf steckte mitten in der Forschungsarbeit für ihre Dissertation, als 2005 und 2007 ihre beiden Kinder geboren wurden. Vorausgegangen war eine Zwillingsschwangerschaft, die im fortgeschrittenen Stadium ein jähes Ende nahm. Rückblickend schildert Beate Gräf diese Phase ihres Lebens als "Zeit der Belastungen", die sie mit Hilfe ihrer jungen Familie erst einmal zu bewältigen lernen musste - zumal dies auch die Arbeit an der Dissertation für eine gewisse Zeit lähmte. Gleichwohl sieht Beate Gräf heute darin eine wichtige, prägende Erfahrung, die letztlich auch anderen jungen Akademikerinnen zeigen kann, dass die Zusammenführung von Karriere und Kinderwunsch weder eine Einbahnstraße ist, noch immer auf steilem Weg voran führt, sondern auch tiefe Einschnitte im Leben mit sich bringen kann.

Nach ihrer Promotion im Mai 2008 begann Beate Gräf eine zunächst befristete Tätigkeit im Dezernat 1, Bereich Studienplatzmarketing. Hierbei war sie maßgeblich am erfolgreichen Aufbau dieses neuen Tätigkeitsfeldes beteiligt und steht ihm seit März 2010 als Leiterin vor. In ihrem Büro in der Zwätzengasse 4, in dem auch das Master-Service-Zentrum seinen Sitz hat, wird Dr. Beate Gräf bei ihren täglichen Routinearbeiten durch zwei Mitarbeiterinnen und drei studentische Hilfskräfte unterstützt.

Beate Gräf genießt dieses Arbeitsumfeld, denn unter der Leitung ihrer engagierten Chefin, der Dezernentin PD Dr. Eva Schmitt-Rodermund, finden ihre während des Studiums erworbene Fachkompetenz und ihr kreatives organisatorisches Talent breiten Raum zur Entfaltung. Ihr Tätigkeitsbereich erstreckt sich auf die Vermarktung des Studienstandortes Jena und die Entwicklung einer Konzeption für die Studierendenrekrutierung an der Friedrich-Schiller-Universität.

Dr. Beate Gräf gehört erkennbar zu jenen Frauen, denen seit ihrer Dissertation der Spagat zwischen Karriere und Familie erfolgreich gelungen ist. Dabei sind die guten Arbeitsbedingungen, die sie an der Uni Jena vorfindet, von entscheidender Bedeutung. So hat sie die Möglichkeit, in Teilzeit (66 %) zu arbeiten, um genügend Zeit für die erstgeborene 5jährige Tochter und deren 2jährige Schwester zu haben. Gleichzeitig, so Beate Gräf, lerne man "phantastisch zu organisieren und entwickelt sehr viel Improvisationstalent. Die Balance zwischen Beruf und Familie zu halten, das ist der eigentliche Kraftakt. Kinder und Karriere dürfen sich nicht ausschließen."

Eine Hilfe ist für Beate Gräf nach eigenen Worten außerdem die flexible Kinderbetreuung JUNI-Kinder auf dem Campus. In Zeiten, in denen die Tagesmutter Urlaub hat, weiß sie gerade ihr jüngstes Kind bei den Betreuerinnen des Studentenwerks in den besten Händen. "Gerne", so fügt Beate Gräf hinzu, "nutzen wir auch die Angebote von 'Familie macht (Hoch)Schule', einer Initiative der Friedrich-Schiller-Universität Jena für mehr Familienfreundlichkeit. Beim Familienbrunch treffen wir uns mit anderen Familien, tauschen uns aus und die Kinder können zusammen basteln und spielen".

Beitrag vom 24.01.2011

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