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Dr. Ulrike Kaiser


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Studienwahl

Bitte nennen Sie uns die genaue Bezeichnung Ihres Studiengangs. In welchem Jahr haben Sie Ihr Studium begonnen bzw. beendet?

Magister Neuere Geschichte (Hauptfach),
Mittelalterliche Geschichte (Nebenfach) und
Kunstgeschichte (Nebenfach)

1998 - 2004

Aus welchen Gründen haben Sie sich für dieses Studium entschieden? Warum haben Sie sich für Jena als Studienort entschieden?

Ich bin in Jena geboren, daher fiel die Wahl auf den Studienort leicht. Ursprünglich wollte ich im Archivwesen arbeiten und habe mich daher für ein Geschichtsstudium entschieden.

Studium

Wie haben Sie Ihr Studium empfunden? Würden Sie noch einmal das gleiche studieren? Falls nein, wieso nicht?

Das Studium war niveau- und anspruchsvoll. Die Zeit in Jena sehr schön. Kurze Wege, eine tolle Landschaft und es war ja auch meine Heimat.
Allerdings muss man wollen und durchziehen, sonst kann man bei jedem Studium auch wertvolle Jahre vergeuden. Mir hat besonders der persönliche Kontakt zu den Dozenten gefallen, den man an der Jenaer Universität haben kann. Mit vielen Dozenten stehe ich noch heute in meinem Beruf in Verbindung.
Ob ich noch einmal das Gleiche studieren würde?
Ich habe später viele Geschichtsstudenten angetroffen, die seit Jahren auf Jobsuche waren, daher bin ich skeptisch, ob dieses Studium alleine zu einem Beruf führt, der auch eine Familie ernähren kann. Man muss sehr zielstrebig sein, wenn man hier erfolgreich sein möchte. Ich habe später noch berufsbegleitend Immobilienwirtschaft studiert, um mich für meine jetzige Tätigkeit zu qualifizieren.

Welche Schwerpunkte oder Spezialisierungen haben Sie in Ihrem Studium belegt?

Ich habe ein Auslandssemester in Italien (Siena) eingeschoben und mir hier vor allem eine neue sprach- und kunsthistorische Welt erschlossen. Ich habe in Jena nebenbei Seminare zur Bibelkunde bei den Theologen belegt, um DAS wichtigste Geschichtsbuch genauer zu studieren. Ich habe Kurse zur Handschriftenkunde besucht, die mir später bei meiner Doktorarbeit viel geholfen haben.

Übergang Hochschule – Beruf und Berufseinstieg

Wie verlief der Übergang von der Hochschule in den Beruf? Mit welchen Schwierigkeiten hatten Sie zu kämpfen und wie ließen sich diese lösen?

Ich hatte Glück und überhaupt keine Schwierigkeiten. Ich habe immer schon neben dem Studium diverse Praktika absolviert und als Domführerin im Naumburger Dom an den Wochenenden und Feiertagen gearbeitet. Ich habe nach dem Studium von 2005-06 auf Honorarbasis im Museum Leuchtenburg gearbeitet, welches ich bereits durch Praktika kannte und wo ich bekannt war. Im Herbst 2006 bekam ich dort eine leitende Stelle als Museumsdirektorin.

Wie schätzen Sie die Berufseinstiegschancen in Ihrem derzeitigen Berufsfeld ein? Welche Rolle spielen dabei Praktika?

Praktika sind unglaublich wichtig. Ich habe bereits selber drei ehemalige Geschichtsstudenten eingestellt, die ich zuvor als Praktikanten kennen gelernt hatte. Die Berufschancen für Historiker sind eher schlecht. Viele müssen quer einsteigen, um überhaupt einen Job zu bekommen.

Beruflicher Werdegang

Bitte geben Sie uns einen kurzen Überblick über wichtige Stationen Ihres beruflichen Werdegangs.

Ich habe 2006 meine Stelle als Museumsleiterin der Leuchtenburg bekommen und bin dort bis heute. Inzwischen sind wir eine Stiftung, die ich als Direktorin leite. 2006 bis 2010 habe ich neben meiner täglichen Arbeit auf der Leuchtenburg in jeder freien Minute an meiner Doktorarbeit zum mittelalterlichen Amt Leuchtenburg gearbeitet.

Aktuelle Arbeitssituation

Wo arbeiten Sie derzeit? Bitte beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeiten und Aufgaben.

Als Direktorin der gemeinnützigen Stiftung Leuchtenburg habe ich die Aufgabe, eine ganze Burg sowohl baulich, ausstellungstechnisch und betriebswirtschaftlich zu managen. Wir sind insgesamt 14 Mitarbeiter im Team der Stiftung Leuchtenburg. Ich kümmmere mich um neue Projektideen, Fördermittel und Sponsoren, achte auf den Besucherservice und die Ausstellungsqualität und dass ansonsten alles läuft auch auf den Baustellen.
Die Leuchtenburg besuchen jährlich 100.000 Gäste.

Welche Qualifikationen sind für Ihre derzeitige Tätigkeit erforderlich? Inwiefern hat Ihnen Ihr Studium beim Erwerb dieser Qualifikationen geholfen?

Beim Studium habe ich das Schreiben von Texten auf den Punkt gelernt, was ich täglich anzuwenden weiß. Die fachliche Kompetenz als Historkerin habe ich ganz klar beim Studium in Jena erworben. Insbesondere das Lesen von Handschriften und das analytische Arbeiten. Ein Großteil meiner alltäglichen Arbeit erfordert zudem Kenntnisse im juristischen, betriebswirtschaftlichen und Baufachbereich. Um hier Fachkompetenz zu erlangen, habe ich berufsbegleitend von 2011-12 in Dresden Immobilienwirtschaft studiert.

Wie sind die Praktikums- und Berufseinstiegschancen bei Ihrem derzeitigen Arbeitgeber?

Wir nehmen Praktikanten immer mit Kusshand und können ihnen ein interessantes Arbeitsgebiet aufzeigen. Von Gästeführungen über Marketing und Einblicke in die Ausstellungsgestaltung gibt es viel Spannendes zu lernen.

Kontakt und Tipps

Welchen Tipp würden Sie Berufseinsteigern mit auf den Weg geben?

Seid zielstrebig und vergammelt nicht eure Zeit. Man muss nur wollen, dann kriegt man Studium, Kinder und Beruf alles unter einen Hut. Ich habe selbst drei Kinder und habe nicht jahrelang im Babyjahr zuhause verbracht. Es geht auch anders. Macht Praktika und überzeugt euren zukünftigen Arbeitgeber von eurem Können. Ehrenamtliches Engagement kann hier nicht genug gelobt werden.

Falls ja, geben Sie bitte eine Kontaktmöglichkeit an (z.B. Email, Telefonnummer oder Anschrift).

Studienwahl

Bitte nennen Sie uns die genaue Bezeichnung Ihres Studiengangs. In welchem Jahr haben Sie Ihr Studium begonnen bzw. beendet?

Magister Neuere Geschichte (Hauptfach),
Mittelalterliche Geschichte (Nebenfach) und
Kunstgeschichte (Nebenfach)

1998 - 2004

Aus welchen Gründen haben Sie sich für dieses Studium entschieden? Warum haben Sie sich für Jena als Studienort entschieden?

Ich bin in Jena geboren, daher fiel die Wahl auf den Studienort leicht. Ursprünglich wollte ich im Archivwesen arbeiten und habe mich daher für ein Geschichtsstudium entschieden.

Studium

Wie haben Sie Ihr Studium empfunden? Würden Sie noch einmal das gleiche studieren? Falls nein, wieso nicht?

Das Studium war niveau- und anspruchsvoll. Die Zeit in Jena sehr schön. Kurze Wege, eine tolle Landschaft und es war ja auch meine Heimat.
Allerdings muss man wollen und durchziehen, sonst kann man bei jedem Studium auch wertvolle Jahre vergeuden. Mir hat besonders der persönliche Kontakt zu den Dozenten gefallen, den man an der Jenaer Universität haben kann. Mit vielen Dozenten stehe ich noch heute in meinem Beruf in Verbindung.
Ob ich noch einmal das Gleiche studieren würde?
Ich habe später viele Geschichtsstudenten angetroffen, die seit Jahren auf Jobsuche waren, daher bin ich skeptisch, ob dieses Studium alleine zu einem Beruf führt, der auch eine Familie ernähren kann. Man muss sehr zielstrebig sein, wenn man hier erfolgreich sein möchte. Ich habe später noch berufsbegleitend Immobilienwirtschaft studiert, um mich für meine jetzige Tätigkeit zu qualifizieren.

Welche Schwerpunkte oder Spezialisierungen haben Sie in Ihrem Studium belegt?

Ich habe ein Auslandssemester in Italien (Siena) eingeschoben und mir hier vor allem eine neue sprach- und kunsthistorische Welt erschlossen. Ich habe in Jena nebenbei Seminare zur Bibelkunde bei den Theologen belegt, um DAS wichtigste Geschichtsbuch genauer zu studieren. Ich habe Kurse zur Handschriftenkunde besucht, die mir später bei meiner Doktorarbeit viel geholfen haben.

Übergang Hochschule – Beruf und Berufseinstieg

Wie verlief der Übergang von der Hochschule in den Beruf? Mit welchen Schwierigkeiten hatten Sie zu kämpfen und wie ließen sich diese lösen?

Ich hatte Glück und überhaupt keine Schwierigkeiten. Ich habe immer schon neben dem Studium diverse Praktika absolviert und als Domführerin im Naumburger Dom an den Wochenenden und Feiertagen gearbeitet. Ich habe nach dem Studium von 2005-06 auf Honorarbasis im Museum Leuchtenburg gearbeitet, welches ich bereits durch Praktika kannte und wo ich bekannt war. Im Herbst 2006 bekam ich dort eine leitende Stelle als Museumsdirektorin.

Wie schätzen Sie die Berufseinstiegschancen in Ihrem derzeitigen Berufsfeld ein? Welche Rolle spielen dabei Praktika?

Praktika sind unglaublich wichtig. Ich habe bereits selber drei ehemalige Geschichtsstudenten eingestellt, die ich zuvor als Praktikanten kennen gelernt hatte. Die Berufschancen für Historiker sind eher schlecht. Viele müssen quer einsteigen, um überhaupt einen Job zu bekommen.

Beruflicher Werdegang

Bitte geben Sie uns einen kurzen Überblick über wichtige Stationen Ihres beruflichen Werdegangs.

Ich habe 2006 meine Stelle als Museumsleiterin der Leuchtenburg bekommen und bin dort bis heute. Inzwischen sind wir eine Stiftung, die ich als Direktorin leite. 2006 bis 2010 habe ich neben meiner täglichen Arbeit auf der Leuchtenburg in jeder freien Minute an meiner Doktorarbeit zum mittelalterlichen Amt Leuchtenburg gearbeitet.

Aktuelle Arbeitssituation

Wo arbeiten Sie derzeit? Bitte beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeiten und Aufgaben.

Als Direktorin der gemeinnützigen Stiftung Leuchtenburg habe ich die Aufgabe, eine ganze Burg sowohl baulich, ausstellungstechnisch und betriebswirtschaftlich zu managen. Wir sind insgesamt 14 Mitarbeiter im Team der Stiftung Leuchtenburg. Ich kümmmere mich um neue Projektideen, Fördermittel und Sponsoren, achte auf den Besucherservice und die Ausstellungsqualität und dass ansonsten alles läuft auch auf den Baustellen.
Die Leuchtenburg besuchen jährlich 100.000 Gäste.

Welche Qualifikationen sind für Ihre derzeitige Tätigkeit erforderlich? Inwiefern hat Ihnen Ihr Studium beim Erwerb dieser Qualifikationen geholfen?

Beim Studium habe ich das Schreiben von Texten auf den Punkt gelernt, was ich täglich anzuwenden weiß. Die fachliche Kompetenz als Historkerin habe ich ganz klar beim Studium in Jena erworben. Insbesondere das Lesen von Handschriften und das analytische Arbeiten. Ein Großteil meiner alltäglichen Arbeit erfordert zudem Kenntnisse im juristischen, betriebswirtschaftlichen und Baufachbereich. Um hier Fachkompetenz zu erlangen, habe ich berufsbegleitend von 2011-12 in Dresden Immobilienwirtschaft studiert.

Wie sind die Praktikums- und Berufseinstiegschancen bei Ihrem derzeitigen Arbeitgeber?

Wir nehmen Praktikanten immer mit Kusshand und können ihnen ein interessantes Arbeitsgebiet aufzeigen. Von Gästeführungen über Marketing und Einblicke in die Ausstellungsgestaltung gibt es viel Spannendes zu lernen.

Kontakt und Tipps

Welchen Tipp würden Sie Berufseinsteigern mit auf den Weg geben?

Seid zielstrebig und vergammelt nicht eure Zeit. Man muss nur wollen, dann kriegt man Studium, Kinder und Beruf alles unter einen Hut. Ich habe selbst drei Kinder und habe nicht jahrelang im Babyjahr zuhause verbracht. Es geht auch anders. Macht Praktika und überzeugt euren zukünftigen Arbeitgeber von eurem Können. Ehrenamtliches Engagement kann hier nicht genug gelobt werden.

Falls ja, geben Sie bitte eine Kontaktmöglichkeit an (z.B. Email, Telefonnummer oder Anschrift).

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