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Elisabeth Anna Waldmann


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Studienwahl

Bitte nennen Sie uns die genaue Bezeichnung Ihres Studiengangs. In welchem Jahr haben Sie Ihr Studium begonnen bzw. beendet?

in Jena: 1 Studienjahr Germanistik 1969/70, vor allem Gotisch, Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch

Aus welchen Gründen haben Sie sich für dieses Studium entschieden? Warum haben Sie sich für Jena als Studienort entschieden?

Ich war ungarische Staatsbürgerin, habe in Ungarn Germanistik studiert, und außer der damaligen DDR gab es für mich keine Möglichkeit, irgendwo in einem deutschsprachigen Land zu studieren. Jena hat das ungarische Ministerium für mich ausgesucht.

Studium

Wie haben Sie Ihr Studium empfunden? Würden Sie noch einmal das gleiche studieren? Falls nein, wieso nicht?

Die DDR war bizarr, auch für uns aus dem "Bruderland" Ungarn ziemlich bedrohlich. Die Uni war spannend, das Studium profund. Allerdings wurden wir "politisch beobachtet", das war ein dauerndes ungutes Gefühl, hat sich auch im ständigen Magengrimmen geäußert.- Ich würde das noch einmal so machen, wenngleich mich heute noch sehr viel anderes auch interessiert.

Welche Schwerpunkte oder Spezialisierungen haben Sie in Ihrem Studium belegt?

Es war nur ein Jahr, mein 3. Studienjahr. Ich war fleißig, auch ohne Spezialisierung.
Besonders beeindruckt haben mich die Seminare mit Prof. Joachim Müller. Er war großartig.

Übergang Hochschule – Beruf und Berufseinstieg

Wie verlief der Übergang von der Hochschule in den Beruf? Mit welchen Schwierigkeiten hatten Sie zu kämpfen und wie ließen sich diese lösen?

Ich war vielleicht ein Sonderfall. Geborene Ungarin, mit einem österreichischen Freund, der mich im Frühling 1970 sogar in Jena besucht hat - das war eine Odyssee! - Nach Studienabschluss (Juni 1972, Budapest) wanderte ich als nun österr. Ehefrau und Staatsbürgerin nach Österreich aus. Dort ließ ich meine Studien nostrifizieren und merkte bald, dass meine osteuropäische Ausbildung viel gründlicher war als die damalige in Österreich. Aber wegen meines starken ungarischen Akzentes bekam ich die 1. Stelle - ich war immerhin Gymnasiallehrerin (in Österreich sagt man Professorin) für Russisch und Deutsch! - also die 1.Stelle bekam ich erst mit Empfehlung eines einflussreichen Bekannten, aber ich habe mich gut bewährt, denn nach meinem 1. Berufsjahr zogen wir in eine andere Stadt, zurück nach Wien, und dort verbrachte ich gleich 37 glückliche und ich darf sagen auch erfolgreiche Berufsjahre an derselben Schule. Nun bin ich in Pension, aber nicht untätig.

Wie schätzen Sie die Berufseinstiegschancen in Ihrem derzeitigen Berufsfeld ein? Welche Rolle spielen dabei Praktika?

Praktika sind in jedem Beruf sehr wichtig, am besten fremdsprachig, im Ausland.

Beruflicher Werdegang

Bitte geben Sie uns einen kurzen Überblick über wichtige Stationen Ihres beruflichen Werdegangs.

1972 Studienabschluss in Budapest
1973 Nostrifizierung in Wien
1974 Villach, wo mein Mann damals gearbeitet hat: Einstieg in den Beruf der Gymnasiallehrerin (Deutsch, Russisch)
ab 1975 Gymnasiallehrerin in Wien

Aktuelle Arbeitssituation

Wo arbeiten Sie derzeit? Bitte beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeiten und Aufgaben.

Ich bin in Pension, aber ich kann berichten, dass ich mich ständig weiterentwickeln sowie fortbilden musste. Teilnahme an Fortbildungsseminaren ist eine Sache; mich mit allerlei, auch mit neuen Technologien privat auseinandersetzen, eine andere. Da ich recht viele Sprachen kann, habe ich viele Jahre lang auch internationale Schülerprojekte organisiert, koordiniert, publiziert - natürlich immer im Team.

Welche Qualifikationen sind für Ihre derzeitige Tätigkeit erforderlich? Inwiefern hat Ihnen Ihr Studium beim Erwerb dieser Qualifikationen geholfen?

Meine Qualifikationen waren genau die richtigen, aber ohne LLL = lebenslanges Lernen wäre nichts gegangen.

Wie sind die Praktikums- und Berufseinstiegschancen bei Ihrem derzeitigen Arbeitgeber?

Im Lehrerberuf hängt das von der demografischen Lage und von den Finanzen der Bildungspolitik ab.

Kontakt und Tipps

Welchen Tipp würden Sie Berufseinsteigern mit auf den Weg geben?

Seinen Studienwunsch verwirklichen, ohne Rücksicht auf ökonomische Überlegungen, denn es kommt sowieso immer anders; in alle Richtungen offen sein, Sprachen lernen, Auslandserfahrungen sammeln, auf alles in dieser wundervollen Welt neugierig sein, seinen Beruf lieben.

Falls ja, geben Sie bitte eine Kontaktmöglichkeit an (z.B. Email, Telefonnummer oder Anschrift).


(Ich bin sicher zu alt und zu weit weg für Anfragen, aber wer weiß?)

Studienwahl

Bitte nennen Sie uns die genaue Bezeichnung Ihres Studiengangs. In welchem Jahr haben Sie Ihr Studium begonnen bzw. beendet?

in Jena: 1 Studienjahr Germanistik 1969/70, vor allem Gotisch, Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch

Aus welchen Gründen haben Sie sich für dieses Studium entschieden? Warum haben Sie sich für Jena als Studienort entschieden?

Ich war ungarische Staatsbürgerin, habe in Ungarn Germanistik studiert, und außer der damaligen DDR gab es für mich keine Möglichkeit, irgendwo in einem deutschsprachigen Land zu studieren. Jena hat das ungarische Ministerium für mich ausgesucht.

Studium

Wie haben Sie Ihr Studium empfunden? Würden Sie noch einmal das gleiche studieren? Falls nein, wieso nicht?

Die DDR war bizarr, auch für uns aus dem "Bruderland" Ungarn ziemlich bedrohlich. Die Uni war spannend, das Studium profund. Allerdings wurden wir "politisch beobachtet", das war ein dauerndes ungutes Gefühl, hat sich auch im ständigen Magengrimmen geäußert.- Ich würde das noch einmal so machen, wenngleich mich heute noch sehr viel anderes auch interessiert.

Welche Schwerpunkte oder Spezialisierungen haben Sie in Ihrem Studium belegt?

Es war nur ein Jahr, mein 3. Studienjahr. Ich war fleißig, auch ohne Spezialisierung.
Besonders beeindruckt haben mich die Seminare mit Prof. Joachim Müller. Er war großartig.

Übergang Hochschule – Beruf und Berufseinstieg

Wie verlief der Übergang von der Hochschule in den Beruf? Mit welchen Schwierigkeiten hatten Sie zu kämpfen und wie ließen sich diese lösen?

Ich war vielleicht ein Sonderfall. Geborene Ungarin, mit einem österreichischen Freund, der mich im Frühling 1970 sogar in Jena besucht hat - das war eine Odyssee! - Nach Studienabschluss (Juni 1972, Budapest) wanderte ich als nun österr. Ehefrau und Staatsbürgerin nach Österreich aus. Dort ließ ich meine Studien nostrifizieren und merkte bald, dass meine osteuropäische Ausbildung viel gründlicher war als die damalige in Österreich. Aber wegen meines starken ungarischen Akzentes bekam ich die 1. Stelle - ich war immerhin Gymnasiallehrerin (in Österreich sagt man Professorin) für Russisch und Deutsch! - also die 1.Stelle bekam ich erst mit Empfehlung eines einflussreichen Bekannten, aber ich habe mich gut bewährt, denn nach meinem 1. Berufsjahr zogen wir in eine andere Stadt, zurück nach Wien, und dort verbrachte ich gleich 37 glückliche und ich darf sagen auch erfolgreiche Berufsjahre an derselben Schule. Nun bin ich in Pension, aber nicht untätig.

Wie schätzen Sie die Berufseinstiegschancen in Ihrem derzeitigen Berufsfeld ein? Welche Rolle spielen dabei Praktika?

Praktika sind in jedem Beruf sehr wichtig, am besten fremdsprachig, im Ausland.

Beruflicher Werdegang

Bitte geben Sie uns einen kurzen Überblick über wichtige Stationen Ihres beruflichen Werdegangs.

1972 Studienabschluss in Budapest
1973 Nostrifizierung in Wien
1974 Villach, wo mein Mann damals gearbeitet hat: Einstieg in den Beruf der Gymnasiallehrerin (Deutsch, Russisch)
ab 1975 Gymnasiallehrerin in Wien

Aktuelle Arbeitssituation

Wo arbeiten Sie derzeit? Bitte beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeiten und Aufgaben.

Ich bin in Pension, aber ich kann berichten, dass ich mich ständig weiterentwickeln sowie fortbilden musste. Teilnahme an Fortbildungsseminaren ist eine Sache; mich mit allerlei, auch mit neuen Technologien privat auseinandersetzen, eine andere. Da ich recht viele Sprachen kann, habe ich viele Jahre lang auch internationale Schülerprojekte organisiert, koordiniert, publiziert - natürlich immer im Team.

Welche Qualifikationen sind für Ihre derzeitige Tätigkeit erforderlich? Inwiefern hat Ihnen Ihr Studium beim Erwerb dieser Qualifikationen geholfen?

Meine Qualifikationen waren genau die richtigen, aber ohne LLL = lebenslanges Lernen wäre nichts gegangen.

Wie sind die Praktikums- und Berufseinstiegschancen bei Ihrem derzeitigen Arbeitgeber?

Im Lehrerberuf hängt das von der demografischen Lage und von den Finanzen der Bildungspolitik ab.

Kontakt und Tipps

Welchen Tipp würden Sie Berufseinsteigern mit auf den Weg geben?

Seinen Studienwunsch verwirklichen, ohne Rücksicht auf ökonomische Überlegungen, denn es kommt sowieso immer anders; in alle Richtungen offen sein, Sprachen lernen, Auslandserfahrungen sammeln, auf alles in dieser wundervollen Welt neugierig sein, seinen Beruf lieben.

Falls ja, geben Sie bitte eine Kontaktmöglichkeit an (z.B. Email, Telefonnummer oder Anschrift).


(Ich bin sicher zu alt und zu weit weg für Anfragen, aber wer weiß?)

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