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Roboterhunde und Messen ohne Maßband

Informatiker präsentieren Dreidimensionales bei der 1. Langen Nacht der Wissenschaften
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16.11.2005

In Japan ist es bereits ein Hobby: Man hält sich einen Roboterhund als Haus­tier. Diese kleinen weißen Tiere mit ihren großen, schwarzen und pupil­len­losen Augen bewegen sich munter und erfreuen nicht nur Kinder. „Sie interagie­ren miteinander und treten in Fußball-Wettbewerben auch gegeneinander an“, sagt Olaf Kähler, Mitar­beiter am Lehrstuhl für Digitale Bildverarbeitung der Uni­ver­sität Jena. Bestaunen, sie erleben und über ihr Innenleben diskutieren, kann man bei der 1. „Langen Nacht der Wis­senschaften“ am Freitag (18.11.). Dann führen die Informatiker am Campus im Raum 1222a im Gebäude Ernst-Abbe-Platz 1-3 die Roboterhunde und noch einiges mehr vor.


Dreidimensionale Bildverarbeitung in der Praxis

Es dreht sich an diesem Abend alles um „dreidimensionale Bildverarbeitung in der Praxis“. Lehrstuhlinhaber Prof. Dr.-Ing. Joachim Denzler erläutert: „Es liegt in unserem Interesse, beispielsweise Gebäude heutzutage nicht mehr per Hand zu vermessen. Deshalb nimmt man es selber oder Fotos von ihm mit einer Video­ka­mera auf und wertet die Aufnahmen am Rechner aus, welcher anschließend ein 3D-Modell von dem Objekt erstellt.“ Praktische Anwendung findet diese Technik beispielsweise bei der Rekonstruktion von Gebäuden und Plätzen, der Gestal­tung von Innen­räumen aber auch in der Fertigung. „Welche Maße und Formen hat ein spezielles Werkstück eines bestimmten Gerätes? Um an diese Infor­ma­tion zu gelangen, nutzt man die berührungsfreie 3D-Vermessung, die wir auch in dieser Nacht präsentieren“, so Prof. Denzler.

Damit sich die Besucher dreidimensionale Bildverarbeitung besser vorstellen kön­­­nen, wird das Verfahren an ihnen selbst praktisch durchgeführt. „Dazu in­stal­lieren wir zwei Kameras, welche aus unterschiedlicher Perspektive auf unseren Be­sucher gerichtet sind und ihn fotografieren. Der Computer rechnet anschlie­ßend seine Größe aus“, erklärt Mitarbeiter Mi­chael Trummer, „das ist sozusagen Mes­sen ohne Maßband.

Begleitend wird es einen Vortrag über Möglichkeiten und Probleme sowie Aus­bli­cke in der dreidimensionalen Bildverarbeitung geben.

Tickets zur Langen Nacht der Wissenschaften gibt es bei der Tourist-Information Jena. Bis Freitag (18.11.) um 18 Uhr gelten dort in der Johannisstraße die günstigen Vorverkaufspreise!

Weitere Informationen unter: www.sternstunden-jena.de.

Meldung vom: 2005-11-16 15:57
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