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Ziele der Konferenz


 

Fröbelpädagogik im Kontext der Moderne

- Bildung, Erziehung und soziales Handeln -

 

Friedrich Fröbels Werk, eingebunden in den historischen Kontext der Aufklärungsbewegung, der Pädagogik der Philanthropen, Pestalozzis, Herbarts oder Schleiermachers, der Philosophie des Deutschen Idealismus und der Romantik, ist gleichermaßen zeitgebunden wie originell und in seiner Eigenart offenkundig auf eine spezifische Weise modern, so dass seit seiner Entstehung nicht nur im 19. und 20. Jahrhundert, sondern auch in jüngster Zeit in verschiedener Weise  darauf zurückgegriffen wird, und zwar weltweit.

Der Kongress soll ein Forum bieten, gleichermaßen offen für pädagogische Fragen der Theorie und Praxis, auf dem die verschiedenen Stränge der Modernität bzw. Aktualität der Fröbelschen Pädagogik diskutiert bzw., ähnlich wie im Werk Fröbels selber, der immer wieder projektartig die Praxisrelevanz seiner Pädagogik nachzuweisen suchte, quasi experimentell auf den Prüfstand gestellt werden sollen. Letzterem Zweck dient insbesondere ein ganztägiges Programm von Workshops.

Das Kongressprogramm vermittelt also einen Einblick in neueste Ergebnisse der Fröbelforschung zur Bildungstheorie, und zwar in ausdrücklicher Auseinandersetzung mit dem Stand der Hirn-, Lern- und Bindungsforschung sowie der Forschung zur Pädagogischen Diagnostik. Dabei wird versucht, neue Antworten auf die Frage zu finden, ob und wie die Konzepte der kindlichen Selbstbildung und Selbsttätigkeit in den Entwurf einer frühpädagogischen Didaktik eingebracht werden sollten, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der nationalen wie internationalen Debatte über Bildungspläne bzw. Curricula. Dabei werden die bildungsphilosophischen Rahmenbedingungen und unterschiedlichen rezeptionsgeschichtlichen Aspekte ebenso einbezogen wie neuere empirische Untersuchungen zur Bedeutung des kindlichen Spiels.

Ein besonderer Akzent im Kontext der drei vorangehenden Konferenzen der International Froebel Society soll mit der Schwerpunktthematik der politischen und sozialpädagogischen Aspekte der Fröbelschen Pädagogik gesetzt werden, z. B. mit dem heute breit diskutierten Postulat der Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und öffentlichen Erziehungseinrichtungen, einem Prinzip des Fröbelschen Konzepts vom Kindergarten. Zum ersten Mal in der Reihe der IFS-Konferenzen wird auch der Versuch gemacht, mit einer Panel-Diskussion zum Thema "Kindheit, Bildung und Armut" die Öffentlichkeit der Stadt und Region Jena in den Kongressrahmen einzubinden.

Im Anschluss an den Kongress besteht die Möglichkeit, auf einer Exkursion Fröbels Wirkungsstätten in Bad Blankenburg zu besuchen.

 

 

 

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