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Beruf: Wissenschaftler


 Möglichkeiten der wissenschaftlichen Laufbahn


Wissenschaft findet traditionell an Universitäten statt. Daneben sind Wissenschaftler auch an Akademien, Ämtern, privat finanzierten Forschungsinstituten, Beratungsfirmen und in der Wirtschaft beschäftigt. Für die interdisziplinäre Forschung existieren viele Institutionen, in denen industrielle und universitäre Forschung zusammenwirken (Wissenschaftstransfer). Zum Teil verfügen Unternehmen aber auch über eigene Forschungseinrichtungen, in denen Grundlagenforschung betrieben wird. Die bezahlte berufliche Tätigkeit als Wissenschaftler ist an die Voraussetzung des Abschlusses eines Studiums gebunden, für das wiederum die Hochschulreife notwendig ist. Leitende öffentlich finanzierte Positionen in der Forschung und die Beantragung von öffentlichen Forschungsgeldern erfordern die Promotion, die Habilitation oder die Professur.


 Rekrutierungsverfahren 


Je nach zu besetzender Position ist der Formalisierungsgrad des Rekrutierungsverfahrens in Deutschland verschieden. Wissenschaftliche Stellen unterhalb der Professur (so genannter "Wissenschaftlicher Mittelbau") vergeben die Hochschulen selbständig. Hier haben ehemalige Studenten und Doktoranden derselben Hochschule häufig bessere Chancen als Bewerber anderer Universitäten aufgrund bereits bestehender Kontakte und guter Einblicke in die Fachbereiche und Forschungsfelder. Die Besetzung von Professuren ist hingegen weitestgehend gesetzlich reglementiert. Die letzte Entscheidungshoheit über die Besetzung frei werdender sowie die Schaffung neuer Professuren lag bis Ende der 90er Jahre bei der Mehrheit der Landesregierungen. Inzwischen haben die Hochschulen zunehmend an Autonomie in ihrer Personalpolitik gewonnen. Auswahlkriterien sind in der Regel die Spezialisierung des Kandidaten und insbesondere seine Forschungsleistungen.


 Arbeitsmarktsituation


Der Arbeitsmarkt für den wissenschaftlichen Nachwuchs hat sich im letzten Jahrzehnt insgesamt leicht verbessert. Die Ausschreibungszahlen an Universitäten und Hochschulen in Deutschland weisen eine steigende Tendenz auf.


 Bewerbungshinweise


Ergebnissen einer Online-Befragung unter 452 Wissenschaftlern mit Einstellungserfahrungen von Forschung & Lehre und unipark.de zufolge werden Initiativbewerbungen nicht gern und stattdessen Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen sehr gern gesehen. Ausgeschriebene Stellen findet man in erster Linie auf den Homepages der jeweiligen Hochschulen, gefolgt von Veröffentlichungen auf Internet-Jobbörsen (angeführt von www.academics.de). Zwei von fünf Stellen werden auch in Zeitungs- und Zeitschriftenanzeigen (v.a. "Die Zeit" und Fachzeitschriften der eigenen Disziplin) ausgeschrieben.

Wer sich auf eine dieser Stellen bewerben möchte, sollte bei seinen Bewerbungsunterlagen besonderen Wert auf sein Motivationsschreiben legen. Laut Experten kommt es im Wesentlichen darauf an, dass es dem Bewerber gelingt, seine Motivation für die jeweilige Stelle darstellen zu können. Weitere wichtige Kriterien sind Form und Inhalt des Lebenslaufs sowie Vollständigkeit der Bewerbungsunterlagen. Wie bereits im Bewerbungsschreiben gilt es auch im Vorstellungsgespräch die eigene Motivation aufzuzeigen. Ebenso wichtig ist hier auch die Präsentation des fachlichen Wissens.

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Frauen und Wissenschaftskarriere


Trotz Bildungsexpansion und kontinuierlichem Anstieg des Frauenanteils an Hochschulabsolventinnen (bis zu 50 Prozent eines Jahrgangs) unterscheiden sich die beruflichen Situationen von weiblichen und männlichen Wissenschaftlern deutlich. Einerseits stellen Professorinnen an deutschen Hochschulen (18 Prozent Frauenanteil im Jahr 2009) immer noch eher die Ausnahme als die Regel dar. Andererseits arbeiten Wissenschaftlerinnen vorwiegend in den Geistes- und Sozialwissenschaften, befinden sich in hierarchieniedrigeren Positionen und haben häufiger befristete Verträge oder Teilzeitstellen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen.

Das Gleichstellungsbüro ist Anlaufstelle für alle Männer und Frauen an der Friedrich-Schiller-Universität und bietet Unterstützung, Rat und Hilfe bei allen gleichstellungsspezifischen Hochschulproblemen (z.B. bei Fragen zu Frauenförderung im Hochschulbereich).

Weiterführende Informationen im World Wide Web

(Linksammlung ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Wertung der Inhalte)


  • csn.uni-muenster.de/WiKa - Ergebnisbroschüre des Projekts "Wissenschaftskarriere von Professorinnen an Hochschulen in Deutschland" der Universität Münster
  • GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften -Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS)
  • kompetenzz.de - Förderung der verstärkten Nutzung der Potenziale von Frauen zur Gestaltung der Informationsgesellschaft und der Technik sowie die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern durch das Kompetenzzentrum Technik-Diversity- Chancengleichheit

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