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40 Jahre Rechenzentrum der Friedrich-Schiller-Universität Jena

40 Jahre und 10 Größenordnungen - vom Handrechenraum zum Informations- und Kommunikationsdienstleister


   logo_video   (Videos vom RZ Kolloquium)




 

R300_1975Am 1.3.1970 wurde aus dem Wissenschaftsbereich Rechenzentrum der Sektion Mathematik das Rechenzentrum der Friedrich - Schiller - Universität als eigenständige Einrichtung gegründet.

Dieses Jahr begehen wir also das 40-jährige Jubiläum, das wir mit einer Festveranstaltung im November 2010 würdigen.

Vierzig Jahre sind, verglichen mit der Geschichte unserer Universität, eine kurze Spanne. Gemessen an den quantitativen Kennzahlen, aber auch an den sich rasch wandelnden Aufgabenstellungen in der Informationstechnik sind vierzig Jahre eine lange Zeit.

Zwischen den Geräten der ersten Jahre, etwa einem D4a oder auch einem Großrechner R300 und unseren heutigen Anlagen liegt in Rechengeschwindigkeit oder Speicherkapazität eine Leistungssteigerung um einen Faktor von etwa 10 Milliarden. Eine solche Steigerung hätte aus der Bibliotheca Electoralis Friedrichs des Weisen binnen vierzig Jahren einen Bücherstapel von ca. 100 m Höhe auf der gesamten Fläche Jenas erzeugt.


Multimedia  Wurden anfangs erste Projekte für die Universität auf kleinen Rechenanlagen bearbeitet, startete schon Anfang 1972 mit dem R300 in einem neuen Gebäude am Johannisfriedhof der 2-Schichtbetrieb und Universität und Stadt scharten sich um die seltenen Rechner. So begannen 1975 die Vorbereitungen zur Gründung einer Gemeinschaftsrechenstation (GRS), an der neben der Universität die Betriebe Jenapharm, Schott, Porzellankombinat Kahla und verschiedene Akademieinstitute beteiligt waren. Das URZ entwickelte sich zum Dienstleistungsrechenzentrum für die Region.

 Die Einführung von Dialogarbeitsplätzen und erste Schritte zur Rechnerkopplung ab Mitte der 80-er Jahre waren ein Meilenstein auf dem Weg zu einer modernen Datenverarbeitung. Informationsverarbeitungskapazität stand nicht mehr nur einem kleinen Kreis von Spezialisten zur Verfügung. Von der damals begonnenen wegweisenden Glasfaservernetzung des Stadtgebietes profitiert die Universität noch heute.

 
 netzserverraumNach der Wende 1989/1990 stieg die Zahl der Rechner wie überall gewaltig an. PCs hielten Einzug in den Mitarbeiterbüros.

Mit den PCs etablierten sich weitere dezentrale Rechnerbetriebsgruppen in der Verwaltung und in den Fakultäten. Die Zahl der Mitarbeiter im URZ schrumpfte auf weniger als ein Drittel des Spitzenwertes und die Aufgaben wandelten sich vom Dienstleistungsrechenzentrum für Verwaltungsaufgaben hin zu einer Infrastruktureinrichtung. Gleichzeitig wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, das wissenschaftliche Standbein des Rechenzentrums zu stärken.

 Heute, da alle Bereiche von Forschung, Lehre und Verwaltung von IT-Verfahren durchdrungen sind, muss das Rechenzentrum im Spannungsfeld von dezentralen Anforderungen, von Dienstezentralisierung und Globalisierung des Dienstleistungsmarktes viele Gesichter zeigen: Als verlässlicher Infrastrukturanbieter, als Anbieter von Basisdienstleistungen für alle, als Beratungsinstanz, als Systemhaus, als Organisator von Einkaufsgemeinschaften, als Provider für Hochleistungsrechenkapazität. Dabei muss der Nutzer aus Forschung und Lehre mit seinen besonderen Anforderungen stets im Fokus stehen, weshalb ein akademisches Rechenzentrum in seiner Ausrichtung und seinen Methoden anders als andere ist.

 Im Rechenzentrum ist also nichts beständiger als der rasante Wandel, der insbesondere den Mitarbeitern enorme Flexibilität abverlangt. Grund genug mit Stolz zurück zu schauen und aus der Rückschau Lehren für die Zukunft zu ziehen.


Dr. Harald Ziegler

Leiter des Rechenzentrums

 

 

Meldung vom: 2010-11-10 14:43
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