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Informationsblätter



Mindestens 5 % aller Erwerbstätigen der Bundesrepublik sind alkoholabhängig. 10 % gelten durch ihr Trinkverhalten als gefährdet.
(Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren)

Alkoholmißbrauch

liegt vor bei täglichem Genuss
- 40 gr. Reinalkohol bei Männern
- 20 gr. Reinalkohol bei Frauen

Alkoholmengen in verschiedenen Getränken
Getränkeart Menge Gramm Alkohol
 
Bockbier 0,5 l 20 gr.
Weißwein 0,25 l 20 gr.
Rotwein 0,25 l 22,5 gr.
 
Korn 2 cl 5 gr.
Weinbrand 2 cl 5 gr.
Rum 2 cl 5 gr.

Alkoholabbau im Körper

Häufig wird der Restalkoholwert dramatisch unterschätzt. Der Alkoholabbau erfolgt im Körper mit ca. 0,15 Pro-mille stündlich bei Männern (Frauen etwas weniger).

Beispiel:
Ein Mann mittlerer Größe und Gewicht (75 kg) trinkt im Laufe von 4 Std. (20:00 - 24:00 Uhr) 7 Glas Bier (0,5 l Glas). Er hat damit etwa 2,8 Promille Blutalkohol erreicht und ist somit volltrunken. Nach Beendigung der Trinkzeit hat der Konsument noch ca. 2,2 Promille Blutalkohol.

Der Alkoholabbau dauert sehr lange:

Wer um 24:00 Uhr mt 2,0 Promille schlafen geht, ist erst am nächsten Abend 20:00 Uhr wieder nüchtern.

24:00 Uhr 7:00 Uhr 12:00 Uhr 20:00 Uhr
2,0 1,3 0,8 0,0 Promille

(Lit.: Lenfers,H.: Alkohol am Arbeitsplatz, Entscheidungshilfen für Führungskräfte, Luchterhand 1993)


Co - Alkoholismus - Fehlverhalten der Umwelt

ist ein bestimmtes Verhalten, das Personen (Familienangehörige, Arbeitskolleginnen u. Kollegen) unbewußt annehmen, die ständig Kontakt mit Alkoholkranken haben, d. h.

  • Übernahme der Begründung des Trinkverhaltens und Rechtfertigung der besonderen Situation des Betroffenen;
  • Unterstützung bei der Beschaffung von Alkohol, Übernahme der Bevorratung, Akzeptanz, zumindest Duldung, verstecken, verleugnen, verschleiern, rechtfertigen ...

Wer die Folgen des Alkoholmißbrauchs nicht sehen will oder vertuscht, ermöglicht das Weitertrinken und wird damit selbst zum sogenannten "Co - Alkoholiker".

Dieses schuldhafte Verhalten bedeutet keine Hilfe, sondern bewirkt eine Verschlechterung des Krankheitsverlaufs der Alkoholabhängigkeit.

Ein Ausstieg aus dem Co - Verhalten ist möglich, wenn alle Beteiligten das Trinkverhalten nicht mehr tolerieren und mit dem Betroffenen das offene Gespräch suchen.

Das passive Verhalten, das Ignorieren durch das Umfeld, wird in seiner Folge - zumindest moralisch - zur Körperverletzung des Abhängigen, die in Einzelfällen einen tödlichen Ausgang haben kann.


Von der Trinklust zur Trinksucht

Nicht jeder, der Alkohol trinkt, wird Alkoholiker.
Aber jeder, der Alkohol trinkt, kann Alkoholiker werden..

Wer Alkoholiker wird, kann niemand vorhersagen. Es gibt nicht die Alkoholiker-Persönlichkeit, es gibt auch keine anderen Merkmale, an denen man genau erkennt, wer abhängig wird. Der Akademiker, der Arbeiter, der Direktor, der Beamte, Mann oder Frau, reich oder arm, jung oder alt - niemand ist sicher.

Von Zeit zu Zeit sollte man sich die Frage stellen, ob man den Alkohol noch beherrscht oder ob man vom Alkohol beherrscht wird.

Wer ist gefährdet?

Gefährdet sind alle, die versuchen mit Alkohol

  • ihre Stimmung zu heben
  • ihre Hemmungen zu überwinden
  • ihre Aufgaben zu bewältigen
  • ihre Probleme zu lösen
  • ihre Schmerzen zu ertragen

Viele sind auf diese Weise abhängig geworden.

Nur eines ist sicher:

Das Risiko steigt mit der Menge und Häufigkeit des Alkoholkonsums.
Häufiger Alkoholgenuß kann zur Gewöhnung, zur Sucht führen.


Süchtige brauchen qualifizierte Hilfe

So kann einem Betroffenen geholfen werden

  Dem Betroffenen zur Krankheitseinsicht verhelfen und damit dessen Behandlungsbereitschaft fördern:

Sprechen Sie mit dem Betroffenen, wenn er nüchtern ist.
Sagen Sie ihm so einfach und klar wie möglich, was Sie mit ihm erleben - konfrontieren Sie ihn mit den konkreten Auffälligkeiten.
Machen Sie ihm klar, daß wahrscheinlich sein Trinken und sein Verhalten zusammenhängen.
Erklären Sie ihm deutlich und bestimmt, daß Sie sein Trinken und Verhalten nicht akzeptieren, ihn nicht decken und ihn nicht von den Folgen des Trinkens entlasten.
Führen Sie ihm vor Augen, welche Auswirkungen sein Verhalten auf die Mitarbeiter/innen hat.
Versuchen Sie, den Betroffenen zu bewegen, sich in fachliche Behandlung zu begeben.
Verlieren Sie nicht den Mut, wenn Ihr Bemühen zunächst wenig Erfolg hat.
Die Einsicht in die schwierige Erkrankung ist der schwerste Schritt für den Betroffenen.

  Hat sich ein Betroffener zu einer Behandlung entschlossen, halten Sie den Kontakt zu ihm aufrecht.

  Kommt er nach abgeschlossener Therapie an seinen Arbeitsplatz zurück, helfen Sie ihm, seine verständliche Unsicherheit zu überwinden, damit er sich wieder voll integrieren kann.


Alkohol am Arbeitsplatz - ein Führungsproblem ?

Der unmittelbare Vorgesetzte kennt häufig den Zusammenhang zwischen Fehlverhalten und Alkoholkonsum seines Mitarbeiters, ergreift aber oft nicht die notwendigen Maßnahmen.

Grundregeln für das Verhalten von Vorgesetzten:

  • Fakten sammeln, die vermutlich im Zusammenhang mit Alkoholgenuß stehen;
  • offenes Gespräch unter 4 Augen führen mit Bezug auf diese Fakten (z.B. Alkoholfahne, Unzuverlässigkeit, geminderte Arbeitsleistung, häufige Fehlzeiten);
  • Hilfen anbieten, aber nicht das Fehlverhalten decken;
  • eindeutige Vereinbarungen treffen unter Hinweis auf die vom Kanzler erlassene Regelung vom 16. September 1994;
  • inhaltliche und zeitliche Ziele setzen und Aufzeigen von Konsequenzen, wenn die Ziele nicht erreicht werden;
  • dem (der) Mitarbeiter(in) eröffnen, dass sein (ihr) Verhalten und seine (ihre) Arbeitsleistung künftig verstärkt überwacht werden.
  • Nutzen Sie das Angebot der Beratung durch die Mitglieder des Arbeitskreises "Suchtprävention"!

Machen Medikamente abhängig?

Von Alkohol- und Drogenproblemen hat fast jeder schon gehört - doch der Bereich des Medikamentenmissbrauchs und der Medikamentenabhängigkeit wird nur zögerlich wahrgenommen.

Psychopharmaka gehören mit zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten. Deren Inhaltsstoffe mit ihren psychisch-physischen Wirkungen können bei Missbrauch und Dauereinnahme in die Abhängigkeit führen.

Verschiedene Gruppen der Schlafmittel, Beruhigungsmittel, Psychostimulantien, Appetitszügler, Analgetika, codeinhaltige Hustenmittel u.a. erzeugen in der Regel bei missbräuchlicher Anwendung einen "Stoffhunger". Eine Erhöhung der Dosis bzw. kontinuierliche Einnahme bewirkt u.U. eine Verstärkung der ursprünglich behandelten Beschwerden. Eine Medikamentenabhängigkeit führt letztendlich zur unkontrollierten Medikamenteneinnahme und zu psychischen Veränderungen mit Verhaltensauffälligkeiten, wie z.B. schwindendes Selbstwertgefühl, Depressionen, Angstzustände, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen.

Ein Absetzen der Medikamente kann bei einem bereits Abhängigen zu folgenden Beschwerden führen: Unruhe, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Herzreaktionen sowie auch gerade zu den Symptomen, die eigentlich therapiert werden sollen.

Entwickeln Sie eine Eigenverantwortlichkeit und informieren Sie sich bei Ihrem Arzt über die Wirkung des Medikamentes, das Sie über längere Zeit einnehmen.

Medikamentenabhängigkeit entwickelt sich langsam und für den Außenstehenden kaum wahrnehmbar. Die Medikamentenabhängigkeit führt zur Dauereinnahme oder Steigerung der Medikamentendosis.

Ansprechpartner:

Ihr Arzt, die Mitglieder des Arbeitskreises "Suchtprävention" oder die Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke und -gefährdete in Jena, Kritzegraben 4.


Unfallverhütungsvorschrift §38

  1. Versicherte dürfen sich durch Alkoholgenuss nicht in einen Zustand versetzen, durch den sie sich selbst oder andere gefährden können.
  2. Versicherte, die infolge Alkoholgenusses oder anderer berauschender Mittel nicht mehr in der Lage sind, ihre Arbeit ohne Gefahr für sich oder andere auszuführen, dürfen mit Arbeiten nicht beschädigt werden.

Folgen für den Betroffenen bei Verdacht auf Alkoholmissbrauch im Betrieb?

  1. Entfernen vom Arbeitsplatz
  2. Verhindern der Benutzung des eigenen Pkw (notfalls mit polizeilicher Hilfe)
  3. Veranlassung des sicheren Transports in seine Wohnung (die Kosten trägt der Betroffene).
  4. Einstellung der Lohnfortzahlung für die Fehlzeiten.
  5. Einleiten von arbeitsrechtlichen Konsequenzen (Ermahnung, Abmahnung ...)

Im Bestreitensfall Erbringen einer Bescheinigung vom Betriebsarzt oder Arzt seiner Wahl, dass der Betroffene nicht unter Alkoholeinfluss steht. Wird der Arztbesuch verweigert, greifen Punkte 1 - 5.

Zum rechtzeitigen Einschreiten der Dienststelle im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht für die Mitarbeiter, wurde bereits 1994 vom Kanzler die "Regelung über betriebliche Suchtprävention und Suchtkrankenhilfe, insbesondere bei Abhängigkeit vom Alkohol" erlassen. Sie ist über die Vorgesetzten, den Personalrat oder das Internet zu erhalten.


Jeder Schluck Alkohol verändert den Menschen

Wie Alkohol wirkt

Ab ca. 0,2 Promille: Persönlichkeitsveränderung beginnt; Wiederstand gegen Alkohol lässt nach, Risikobereitschaft steigt, Konzentrationsfähigkeit und Auffassungsgabe werden schlechter; Wärmegefühl, Zwanglosigkeit, Fröhlichkeit.

Ab ca. 0,4 Promille: Leutseligkeit, Rededrang, Selbstkritik und Urteilsvermögen lassen nach, Reizbarkeit steigt. Entfernungen und Geschwindigkeiten werden falsch eingeschätzt. Hell/Dunkel-Anpassung lässt nach (Blendungsgefahr), Bewegungskoordination (Lenken, Bremsen, Kuppeln, Gas, Schalten usw.) wird schlechter. Damit ist man schon fahruntüchtig.

Ab ca. 0,5 Promille: Enthemmung, Selbstüberschätzung, plötzlich entstehende, kurz andauernde, intensive Gefühlsabläufe (Wut, plötzliche Freude oder Trauer, Angst); kritische Grenze für Aufmerksamkeit und Konzentration: Verkehrssignale werden übersehen.

Ab ca. 0,6 Promille: Sehleistung deutlich vermindert, Hör- und Konzentrationsfähigkeit eingeschränkt, Enthemmung, Selbstüberschätzung.

Ab ca. 0,7 Promille: Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln wird verschlechtert, starke Beeinträchtigung der Nachtsehfähigkeit und der optischen Reaktionen.

Um 0,8 Promille: Weitere Verminderung der Sehfähigkeit ( um etwa 25 %) - Kontrolle über willkürliche Augenbewegung geht verloren, die Reaktionszeit ist um etwa 35 % verlängert, Schwierigkeiten beim Fixieren von Umgebungsvorgängen treten auf, das Gehirn verarbeitet Informationen nur noch mangelhaft.

Um 1,0 Promille (Rauschstadium): Unsicheres Gehen und Stehen, Sprachstörungen, Enthemmung, Verlust der Selbstkontrolle, Gleichgewichtsstörungen.

Um 2,0 Promille (Betäubungsstadium): Verwirrtheit, Gedächtnisstörungen, Bewusstseinsstörungen, Erbrechen, Muskelerschlaffen, Anzeichen von Atmungsschwierigkeiten.

Ab ca. 3,0 Promille (Lähmungsstadium): Tiefe Lähmung, flache Atmung, Unterkühlung, Übergehen in Koma mit Reflexlosigkeit, Atemlähmung und Tod.

Alkoholgehalt in Gramm

bei Bier, Wein und Schnaps:

1 Glas Bier (0,3 l) enthält zwischen 4,2 g (Malzbier) und 14,4 g Alkohol (Export und Pilz).

1 Glas Wein (0,2 l) enthält zwischen 12,8 g (leichter Weißwein), 19,2 g (Sekt) und Südwein bis 32 g.

1 Glas Schnaps (0,02 l) enthält zwischen 5,1 g (Korn) und 7,8 g (Magenbitter). Dazwischen liegen Cognac, Whisky usw. Alkoholkonzentration (Promille) im Blut kann mit der Formel berechnet werden.

Getrunkener Alkohol in Gramm / Körpergewicht in kg x 0,7 = Konzentration


Rauchen - Blauer Dunst mit schwarzen Seiten

Gesundheitliche Schäden durch Tabakrauch

  • Tabakrauch enthält mindestens 43 krebsauslösende Stoffe
  • Durch Tabakrauch verursachte Karzinome:
    • 60 - 90 % aller Lungen- und Bronchialkrebserkrankungen
    • 30 % aller Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankungen
    • 30 - 70 % aller Blasenkrebserkrankungen
    • 30 % aller Nierenkrebserkrankungen

Das Risiko für Lungenkrebs erhöht sich nochmals um das Fünffache bei einem Einstieg vor dem 15. Lebensjahr im Vergleich zu Rauchern, die nach dem 25. Lebensjahr regelmäßig zur Zigarette greifen.

  • Außerdem ist Tabak verantwortlich für:
    • Herzkrankheiten,
    • Chronische Bronchitis und andere Atemwegserkrankungen.
  • Die Sterbeziffer im mittleren Alter (35 bis 69 Jahre) liegt bei Rauchern dreimal höher als bei Nichtrauchern.

Aber der Körper verzeiht, wenn das Rauchen beendet wird.
Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören! Bei Beendigung des Rauchens nimmt das Krebsrisiko langsam wieder ab; es ist nach etwa 5 Jahren bereits halbiert. Nach 15 Jahren hat der Körper weitgehend "vergessen"! Das erhöhte Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt hingegen schneller.


Cannabis und seine Nebenwirkungen

2001 haben bereits 24 % der Jugendlichen einmal im Leben illegale Drogen konsumiert. Erfahrungen mit illegalen Drogen bei 12- bis 25- Jährigen in der BRD (Angaben in Prozent)

Cannabis Ecstasy Amphetamine andere Rauschmittel  
26 4 3 3  
LSD Kokain Schnüffelstoffe Heroin Crack
2 2 1 0,3 0,2

Was ist Cannabis?

Es ist eine Nutzpflanze (indischer Hanf) mit medizinischer Wirkung. Aus Pflanzenteilen oder dem Harz dieser Pflanzen werden drei verschiedene Drogen hergestellt: Haschisch, Haschischöl und Marihuana.

Wie wirkt Cannabis?

Die Wirkung reicht von Entspannung bis zur Euphorie.

Welche Risiken und Nebenwirkungen sind mit dem Konsum von Cannabis verbunden?

  • Erkranken der Atemwege wie z. B. Lungenkrebs (Cannabis enthält doppelt so viele krebserregende Stoffe wie Zigaretten)
  • Schwächung des Immunsystems
  • Ängste und Panikattacken (Verfolgungsideen, Depressionen, Sinnestäuschungen)
  • Gleichgültigkeit, Antriebs- und Lustlosigkeit
  • Verkehrsuntüchtigkeit

Das Einstiegsalter für Cannabis wird mit 16,2 Jahren angegeben.


Gesundheitsschutz für Nichtraucher - Gesundheitsfürsorge für Raucher

Seit dem Jahr 2002 gilt die geänderte Arbeitsstättenverordnung, die zum ersten Mal den betrieblichen Nichtraucherschutz regelt. § 3a Nichtraucherschutz ArbStättV

(1) Der Arbeitgeber hat die erforderlichen Maßnahmen zutreffen, damit die nichtrauchenden Beschäftigten in Arbeitsstätten wirksam vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch geschützt sind.

(2) In Arbeitsstätten mit Publikumsverkehr hat der Arbeitgeber Schutzmaßnahmen nur insoweit zuzulassen, als die Natur des Betriebes und die Art der Beschäftigung es zulassen.

Nichtraucherschutz ist keine Frage der Toleranz, sondern eine Frage des Anstands. Inzwischen gehört es zum Allgemeinwissen, dass Passivrauchen gesundheitsschädlich ist. Die neue Vorschrift unterstreicht diese Tatsache und erleichtert die Durchsetzung von Schutzmaßnahmen.

Vom Nichtraucherschutz profitieren Raucher und Nichtraucher

12. Informationsblatt des Arbeitskreises „Suchtprävention“ an der FSU Jena: Mai 2004


Wie gefährlich ist der Tabakrauch?

Rauchen tötet in Deutschland mehr Menschen als Verkehrsunfälle, AIDS, Alkohol, illegale Drogen, Morde und Selbstmordezusammen.

Nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich 4 Mio. Menschen an den Folgen des Rauchens, das sind 116 000 Todesfälle allein in Deutschland ( 46 % an den Folgen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, 36 % aufgrund bösartiger Neubildungen).

Ein gutes Drittel der Raucher hat den ernsten Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören, und viele schaffen es auch: so sind mit 40 Jahren etwa 30 % derjenigen, die jemals geraucht haben, wieder Nichtraucher.

Nach den Definitionen der WHO und der meisten nationalen und internationalen Gesundheitsorganisationen ist Rauchen die häufigste Ursache für Gesundheitsschäden und Mortalität. Unfreiwillige Exposition zu Tabakrauch von anderen Menschen, bekannt als Passivrauchen ist ebenso als ernsthafter Risikofaktor für die Gesundheit des Nichtrauchers anzusehen.

Das Risiko für chronische Bronchitis und neu auftretende Asthmaanfälle steigt bei Passivrauchern ; die Arterienverkalkung wird beschleunigt und kann zu Herzerkrankungen und zum Herzinfarkt führen. Untersuchungen zeigen auch, dass Passivrauchen am Arbeitsplatz darüber hinaus das Krebsrisiko erhöht.

Passivrauchen ist nicht nur eine Belästigung, sondern eine Gesundheitsschädigung. Deshalb ist Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz umzusetzen.


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