Sonntags gibt es in Bellingshausen zum Frühstück Spiegeleier, und das schon seit Jahrzehnten, wie wir hörten, diesmal sogar mit Würstchen.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf, einen neuen Teil der Halbinsel zu erkunden. Wir passierten das Gelände des chilenischen Flugplatzes und setzten unsere Tour in Richtung Drake-Küste fort. Südliche Riesensturmvögel, unter ihnen eine weißer, nutzen die Aufwinde an der Küste aus, um nach Aas Ausschau zu halten. Am Strand der Elefanten-Bucht beobachteten wir die ersten See-Elefanten, die grßten Robben der Welt, und Weddellrobben.

Das Wetter wechselte zwischen Sonnenschein und Schneeschauern. Weiter ging unsere Erkundungstour in Richtung Flat Top, einem gewaltigen Felsklotz vor der Küste, um die man öfter Russalbatrosse fliegen sehen kann. Auf dem Weg dorthin fanden wir auf einem Felsen hunderte Napfschnecken-Schalen. Die dort nistenden Dominikanermöwen ernähren sich von dieser Molluskenart. Die GPS-gestützte Erfassung der Möwenbrutplätze gehört, wie auch die der an Kliffs brütenden Kapsturmvögel, zu unseren Aufgaben, um Bestandesveränderungen im Vergleich zu den Vorjahren feststellen zu können.
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An der Küste lernten wir auch zwei weitere neue Robbenarten kennen, den Krabbenfresser und den Antarktischen Seebär.
Sonntag ist auch Bania-Tag, d.h. für uns waren am Nachmittag und Abend Zeiten in der Sauna reserviert. Das gehört in allen russischen Polarstationen zu einer festen Tradition, in die wir eingeweiht wurden. Für uns ungewöhnlich die Temperatur: 110-120 Grad Celsius ! In einem mit Wasser gefüllten Außen-Becken (dagegen nur 4 Grad) konnten wir uns zwischen den Sauna-Gängen abkühlen. Nach diesem wohltuenden Saunabesuch wurde der Tag mit der Herstellung von Müsliriegeln abgeschlossen, die uns für künftige Touren als Mittagsmahlzeit Kraft liefern sollen.