Am Morgen stand ein Kurzbesuch in der chilenischen Forschungsstation Escudero des INACH an. Der Stationsleiter Patricio und anwesende Wissenschaftler berichteten über die aktuellen Forschungsarbeiten. Dazu gehören u.a. auch Probennahmen durch Taucher in den küstennahen Gebieten der Bucht, besonders interessant für Katya, unsere Meeresbiologin.
Ein Teil der Gruppe schloss sich danach Wassili an, der in der Bucht vom Zodiak aus Planktonproben nahm bzw. abiotische Parameter registrierte. Parallel dazu wurden auch Proben am Kitesh, dem größten Süßwassersee der Halbinsel, genommen und anschließend im Labor untersucht.
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Im Nordosten der Fildes-Halbinsel befindet sich Nebles Point, eine eisfreie Landzunge, die auf der Landseite vom Gletscher umgeben ist. Das war das Ziel der Hauptgruppe. Noch vor zwanzig Jahren konnte man nicht zu Fuß dorthin gelangen, sondern musste mit dem Zodiac übers Wasser fahren. Durch den Rückgang des Gletschers in den letzten Jahren ist allerdings ein Weg an der Küste frei geworden. Global Warming hat hier deutliche Auswirkungen hinterlassen.
Die Felsen sind großflächig mit der Antarktischen Schmiele bewachsen. Wir konnten regelrechte Deschampsia-„Rasen“ finden und kartieren, damit auch unsere geplanten Arbeiten abschließen.

Auf dem Rückweg beobachteten wir zwei Blauaugenscharben aus nächster Nähe, noch nicht geschlechtsreife Tiere, die noch eine bräunliche Oberseite und Sprenkeln am Hals aufwiesen, wie es für unausgefärbte Vögel typisch ist.

Auf dem Rückweg kamen wir an der uruguayischen Station Artigas vorbei, wo wir zum Mate-Trinken eingeladen wurden. Wir wurden sehr freundlich empfangen und trafen zufällig wieder auf die Chilenen, die wir erst vormittags in Escudero besucht hatten.