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Der vorletzte Tag in Bellingshausen

Sonntag, 27.01.2008

Heute war Packen angesagt. Morgen fahren wir mit der MS Delphin zurück nach Punta Arenas. Das bedeutete auch, dass wir unsere Behausung für die letzten Wochen, liebevoll „Berghotel“ genannt, komplett aufräumten und reinigten. Eine große Aufgabe, hatten doch dreizehn Leute dort gewohnt.

Am Nachmittag entspannte sich der Großteil unserer Gruppe in der Sauna, bevor es zur großen Abschiedsfeier ging. Das war das Highlight des Tages: schon viele Stunden vorher war der Koch Wolodja mit den Vorbereitungen beschäftigt und bekam am späten Nachmittag Unterstützung von den erholten Saunagängern.

Es gab mehrere Gründe für die Feier: Zum einen war es die Geburtstagsfeier für alle Stationsmitglieder, die im Januar Geburtstag hatten, zwei Mechaniker, der Arzt, sowie Laura und Matthias Kopp, Doktorand aus Jena. Sergej hatte für Matthias und die anderen jeweils ein Geburtstagsposter angefertigt.

   Fabian Gottlieb Thaddeus (Faddej Faddejewitsch) von Bellingshausen

Andererseits war es unser Abschied von der Antarktisstation Bellingshausen, Grund zum Danksagen. Die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Russen in der Antarktis hat historische Wurzeln.Fabian Gottlieb Thaddeus (Faddej Faddejewitsch) von Bellingshausen ist selbst deutscher Abstammung, lebte im Baltikum, bis er in russischen Diensten mit Lazarev in den Jahren 1819 bis 1821 die Antarktis erkundete und unsere Insel King George (zwei Jahre nach den britischen Entdeckern) den Namen „Waterloo“ gab.

Udo dankte im Namen aller Studenten Alexey Shmarin und seinem Team für die große Gastfreundschaft. Jedes Stationsmitglied bekam ein T-Shirt mit dem Expeditionsemblem (s.o.) überreicht.


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