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Zur richtigen Zeit den richtigen Dreh finden – so etwa lässt sich der Name „Timespin" frei übersetzen. Dieses Motto zum Namen der eigenen Firma gemacht haben die Absolventen der Jenaer Universität Sibylle Straub und Thomas Höhne. Seit Februar 2000 leiten sie die „Timespin Digital Communication GmbH". Das siebenköpfige Unternehmen mit Sitz im Jenaer Damenviertel arbeitet als Dienstleister im Bereich Grafik- und Webdesign.
 Von der Uni in die Selbstständigkeit – Geschäftsführerin der „Timespin Digital Communications GmbH" Sibylle Straub.
Angefangen hat alles Ende der 1990er Jahre. Thomas Höhne arbeitete während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik freiberuflich in der Webdesign-Abteilung der Intershop Communications AG. Dort lernt er Sibylle Straub kennen, die nach ihrem Soziologiestudium an der Jenaer Uni ein Traineeprogramm für Webdesign durchlief. Das Arbeiten im Medienbereich macht den beiden auf Anhieb Spaß und die Idee zur Gründung der eigenen Firma nahm im Herbst 1999 recht schnell Gestalt an.
Gemeinsam mit vier Mitstreitern aus dem Arbeitsumfeld gründen sie Anfang des Jahres 2000 die „Timespin GmbH". Dabei kam den Jenaer Uni-Absolventen die damalige „Gründerstimmung" gelegen. „Den Anfang haben wir relativ locker gesehen", erinnert sich Sibylle Straub, die die Geschäftsführung des Unternehmens übernahm. „Wir hatten nichts zu verlieren und haben den Sprung ins kalte Wasser einfach gewagt". Mittlerweile hat sich das Unternehmen einen festen Platz auf dem Markt erarbeitet. Die Kundenliste von „Timespin" liest sich wie das Who’s Who der Jenaer Wirtschafts-, Kultur- und Wissenschaftswelt: von der Jenoptik AG über die Jenapharm und Jenakultur bis zur Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.
Alles aus einer Hand
Auch die Jenaer Universität und die Fachhochschule arbeiten seit Jahren mit „Timespin" zusammen. „Bei uns bekommen die Kunden alles aus einer Hand: von der Gestaltung klassischer Printmedien wie Broschüren und Flyer über die Entwicklung von Logo und Corporate Identity bis hin zur Realisierung komplexer Internetseiten", beschreibt Thomas Höhne das Angebotsspektrum von „Timespin". Dieses Konzept geht auf. „Das ‚verflixte’ siebte Jahr unserer Firma ist sehr gut gelaufen", zeigt sich der 32-Jährige zufrieden. „Wir können inzwischen gut von unserer Arbeit leben", so Höhne weiter, der auf mindestens weitere sieben Jahre erfolgreiche Arbeit hofft. Um das zu schaffen müsse man aber vor allem eines: selbst „beweglich" bleiben. „Die technischen Möglichkeiten – gerade im Bereich Internet – entwickeln sich in rasantem Tempo", beobachtet Sibylle Straub. Um bestehen zu können, müsse man sich selbst ständig weiterbilden.
Heutigen Studierenden, die sich mit dem Gedanken tragen, mit einer Firma den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, rät Höhne: Ein Studentenjob in einem Unternehmen ist in jedem Falle sinnvoll." Denn die theoretische Ausbildung an der Universität liefere zwar wichtiges Rüstzeug für den Beruf. Ein Unternehmen zu gründen und zu führen, lerne man aber nur in der Praxis. Apropos: Auch „Timespin" bietet inzwischen regelmäßig Praktikumsplätze für Studierende an. US

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