Friedrich-Schiller-Universität Jena
 

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Schiller-Jahr 2009

Das Universitätsjubiläum hallt noch nach, und schon fordert der Gedenkkalender erneut unsere Aufmerksamkeit: 2009 steht das Erinnern an den 250. Geburtstag des Namenspatrons der Universität Friedrich Schiller an. Das Programm der Universität und diese Ausgabe des Uni-Journals greifen drei Anknüpfungspunkte auf:

Erstens gehören Schiller, sein Werk und dessen Wirkungsgeschichte zum geistigen Erbe der Universität. Der SFB 482 und das „Laboratorium Aufklärung" haben nicht zuletzt auch dieses Erbe zum Forschungsgegenstand. Neben der (Wieder-)Errichtung der Schiller-Professur, die Jan Philipp Reemtsma im Februar antrat, eigenen Veranstaltungen um den Schillertag und am eigentlichen Geburtstag, dem 10. November, sowie reicher Mitwirkung der Universität an Veranstaltungen im Lande wurde ein Konzept für eine multimedial gestaltete Dokumentation der Geschichte des Schiller-Gedenkens erarbeitet. Sie wird sich in einer Ausstellung im Rektorat, Installationen im Schiller-Haus und einer Neugestaltung des Schiller-Gartens niederschlagen.

Damit wird zugleich der schon von Goethe als Schiller-Gedenkort gedachte Schillergarten in besonderer Weise als Schiller-Ort gestaltet. Das Schillerhaus selbst steuert mit seinem reichen Jahresprogramm in besonderer Weise zum Schiller-Jahr bei. Mit dieser lokalen Zentrierung wird bewusst an eine Konstante des Schiller-Gedenkens in Jena angeknüpft: Das „Schiller war unser" gilt sowohl für die Stadt – hier hat Schiller sich „niedergelassen" – als auch für die Universität – hier wurde er Kollege. Die Konzentration im Schillerhaus symbolisiert daher die Verbindung von Stadt und Universität Jena, die übrigens eines Ausweises auf Ortsschildern nicht bedarf.

Drittens wird im Konzept des Schiller-Gedenkens 2009 die Namensgebung von 1934 keineswegs ausgeklammert, aber auch nicht überbetont. Wie immer man die Namensgebung historisch einordnet – siehe Interview –, sie drängt uns ganz unmittelbar die Frage auf, was uns das Patronat Schillers heute bedeutet. Folgen wir dem Leitbild der Freiheit, die ja immerhin auch eine Kontinuität zum Universitätsgründer Johann Friedrich sichtbar werden lässt? Wie stellt sich unser Leitbild in der Lehre im Vergleich zum Hohen Lied auf den spielenden Menschen bei Schiller dar?

Er hat uns eine Menge zu sagen, unser Schiller. Ich wünsche allen Mitgliedern und Angehörigen der Universität und der Stadt Jena, am Ende des Schiller-Jahres um die eine oder andere Antwort reicher zu sein.

Prof. Dr. Klaus Dicke, Rektor

 

Cover Uni Journal Jena 04/2009

letzte Änderung:  am 2009-09-17 18:33:58   © FSU Jena nach oben  Seitenanfang