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Tagungen
Spinat für das Augenlicht
Deutsche Gesellschaft für Ernährung tagte in Jena
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Ernährungswissenschaftler haben sich zum 47. Wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung am 11. und 12. März in Jena getroffen. Im Mittelpunkt standen ernährungsassoziierte Erkrankungen des Menschen. "Die Ernährung kann diese Krankheiten sowohl negativ als auch positiv beeinflussen", sagt PD Dr. Volker Böhm. Der Ernährungswissenschaftler von der Uni Jena hat den Kongress gemeinsam mit Prof. Dr. Gerhard Jahreis geleitet.
Zu den Schwerpunkten der Jenaer Ernährungswissenschaftler gehört die altersbezogene Makula-Degeneration, die krankhafte Veränderung des gelben Flecks der Augennetzhaut. In der von Dr. Böhm geleiteten Arbeitsgruppe wird der Einfluss der Ernährung auf diese Erkrankung untersucht. Wie die Forscher auf der Jenaer Tagung gezeigt haben, vergrößert Nahrung mit dem natürlichen Farbstoff Lutein - z. B. Grünkohl, Spinat und grüner Salat - das Makulapigment in seiner Ausdehnung und bietet so dem Auge mehr Schutz. sl
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Ob der Verzehr von Spinat die Makula-Degeneration verhindern kann, das erforschen die Jenaer Ernährungswissenschaftler derzeit.
Foto: Günther
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Fröbel neu entdeckt
Kongress zur frühkindlichen Pädagogik
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Die weltweite Fröbel-Gemeinde hat sich vom 8. bis 10. April 2010 in Jena getroffen: "Fröbelpädagogik im Kontext der Moderne", so war der internationale Fröbel-Kongress überschrieben, zu dem das Institut für Bildung und Kultur der Uni Jena und die International Froebel Society eingeladen hatten.
"Obwohl Friedrich Fröbel im 19. Jahrhundert gelebt hat, waren sein Denken, seine Erkenntnisse in Theorie und Praxis geradezu phänomenal weitsichtig", sagt Prof. Dr. Michael Winkler, der den Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Theorie der Sozialpädagogik der Uni Jena innehat. Unbestritten seien die Verdienste Fröbels (1782-1852), der erkannte, wie wichtig die ersten Lebensjahre für die Entwicklung von Kindern sind. Fröbel prägte u. a. den Begriff des "Kindergartens". Winkler hebt außerdem die "schier unglaubliche Beobachtungsgabe" Fröbels hervor. Ganz ohne technische Hilfsmittel habe Fröbel beispielsweise die Prozesshaftigkeit von Lernprozessen erkannt und detailgetreu beschrieben.
Im Mittelpunkt des Jenaer Fröbel-Kongresses mit dem Untertitel "Bildung, Erziehung und soziales Handeln" stand die frühkindliche Pädagogik. Dazu könne Fröbel entscheidende Impulse beitragen, sagt Michael Winkler. So seien Familie, Kindergarten und Schule für den Pädagogen Fröbel einander ergänzende Elemente gewesen - eine Erkenntnis, die im neuen Thüringer Bildungsplan ihren Niederschlag findet.
Zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel "Kindheit, Bildung und Armut" war auch die Öffentlichkeit eingeladen. Es diskutierten Staatssekretär Prof. Dr. Roland Merten, der Soziologe Prof. Dr. Bruno Hildenbrand (Uni Jena) und der Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Michael Opielka (Fachhochschule Jena). sl
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Friedrich Fröbel: Büste in seinem Geburtsort Oberweißbach.
Foto: Scheere
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Lehre trifft Praxis
„2. Jenaer Tage der Didaktik“ stellten das Praxissemester auf den Prüfstand
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Wie bewährt sich das "Jenaer Modell der Lehrerbildung" in der Praxis? Diese Frage haben Lehrer, Didaktiker und Erziehungswissenschaftler ebenso wie Studierende während der "2. Jenaer Tage der Didaktik" diskutiert. Rund 250 Teilnehmer hatten sich zu der Tagung unter dem Motto "Lehre trifft Praxis" am 16. und 17. April an der Uni Jena getroffen.
"Ziel unserer Tagung war es, Vertreter der ersten und zweiten Phase der Lehrerbildung optimal miteinander zu vernetzen", erläutert PD Dr. Karin Kleinespel von der Uni Jena. Die wissenschaftliche Geschäftsführerin des Zentrums für Lehrerbildung und Didaktikforschung (ZLD) hat die Tagung organisiert. So gehe es vor allem darum, ein informelles Netz zu schaffen, über das Informationen aus den Hochschulen und Studienseminaren in die Schulen ebenso wie in umgekehrter Richtung fließen. "Darüber hinaus haben wir uns intensiv mit den Erfahrungen aus dem Praxissemester in den Schulen und der Universität beschäftigt", berichtet Dr. Kleinespel. Nach zwei Jahren Planung und einer zweijährigen Erprobungsphase haben in diesem Schuljahr die ersten Lehramtsstudierenden der Friedrich-Schiller-Universität Jena ihr Praxissemester absolviert.
Ein umfangreiches und vielseitiges Workshop-Angebot stand auf dem Tagungsprogramm. Dazu haben einige der ersten Absolventen des Praxissemesters ihren Kommilitonen und anderen Interessierten ihre Erfahrungen präsentiert. "Daneben wollten wir speziell die Fachlehrer erreichen und ermuntern, ihre Erfahrungen aus dem ersten Praxissemester mit den Studierenden einzubringen", so Dr. Kleinespel.
Zusätzlich haben verschiedene Workshops einen Einblick in das fachdidaktische Programm gegeben, das das Praxissemester für Fachlehrer begleitet. Erste empirische Befunde zur Kompetenzentwicklung von Lehramtsstudierenden im Praxissemester wurden ebenso präsentiert. US
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Literatur als Brückenschlag
Rezeption russischer Literatur in Ost und West
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Für Stalin galt Wladimir Majakovskij als "begabtester Dichter der sowjetischen Epoche". Trotz dieses Urteils fand der russische Autor in Ost- wie West-Deutschland große Beachtung. Während im Osten der revolutionäre Charakter von Majakovskijs Literatur beachtet wurde, interessierte man sich im Westen eher für deren experimentelle, innovative Züge. Das haben Slawisten der Uni Jena im Rahmen des Projekts "Russische Literatur als Brückenschlag zwischen Deutschland Ost und West (1945-1990)" ermittelt und auf der gleichnamigen Tagung am 26. und 27. März in Jena präsentiert.
Die Tagung mit Vorträgen von Referenten aus ganz Deutschland versuchte, "Aufschluss über die tatsächliche Stellung russischer Literatur in Ost und West zu geben", so die Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin PD Dr. Christine Fischer, die das Projekt gemeinsam mit Kollegen vom Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte betreut. Dabei stellte sich bereits heraus, dass nicht nur der ostdeutsche Bruderstaat russische Literatur veröffentlichte. Auch in der Bundesrepublik fanden Werke großer russischer Dichter Beachtung, vor allem jene Autoren, die im Osten vernachlässigt wurden. Und auch die DDR-Literatur und somit auch die in dieser Zeit stattfindende Auswahl russischer Autoren war keineswegs durchweg politisch motiviert. doc/AB
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Geeint in Schiller
Erstes Treffen von „Schillerhäuslern“
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Es sollte ein Kennenlernen, ein erster Erfahrungsaustausch werden. "Am Ende stand der Eindruck, dass alle ihre Arbeit auf sehr unterschiedliche Weise, aber mit gleich großem Enthusiasmus angehen", resümiert Christine Theml, Verwalterin von Schillers Gartenhaus in Jena. Sie war am 27. Februar Gastgeberin eines Treffens der Vertreter von Schillerhäusern aus Sachsen, Baden- Württemberg und Thüringen. Sechs Institutionen waren der Einladung nach Jena gefolgt: Neben einem Museum in einer Schillerwohnung in Weimar und dem Schillermuseum in Rudolstadt war u. a. das Geburtshaus Schillers in Marbach vertreten.
Zum Programm gehörten die Besichtigung des Jenaer Gartenhauses, ein Besuch in der Schillerkirche sowie ein Vortrag über die Gedenkstättenkultur des 19. Jahrhunderts. Auf die Frage, auf welche Weise Schiller heute gedacht werden kann, finden die Vertreter der Schillerhäuser unterschiedliche Antworten: Während einige ihr Augenmerk auf Schillers Werk richten, konzentrieren sich andere vor allem auf dessen Biographie. sie
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Im Jenaer Schillergarten.
Foto: Archiv
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Deutsche Demokratie
Internationale Tagung zur Weimarer Verfassung
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Sie steht bis heute als Inbegriff des Scheiterns: Mit einer der fortschrittlichsten Verfassungen des beginnenden 20. Jahrhunderts ins Leben gerufen, bleibt die Weimarer Republik vor allem als ein fehlgeschlagenes Experiment im Gedächtnis. "Allerdings vollzieht sich in jüngster Zeit eine Neubewertung der ersten deutschen Republik", weiß Prof. Dr. Michael Dreyer von der Uni Jena. Statt auf ihr misslungenes Ende, so der Inhaber des Lehrstuhls für Politische Theorie und Ideengeschichte, richte sich der Blick der Wissenschaft nun stärker auf den Beginn der Weimarer Republik.
Die internationalen Auswirkungen der Frühphase der Demokratie in Deutschland haben Prof. Dreyer und sein Team gemeinsam mit internationalen Fachkollegen während der Tagung "Vorbild Weimar" vom 24. bis 27. Februar diskutiert. Neben der unmittelbaren Rezeption in den Nachbarstaaten wie Belgien oder Frankreich haben die Tagungsteilnehmer auch weiter entfernte Wirkungen auf Großbritannien, USA, die Sowjetunion sowie mit größerem zeitlichem Abstand in Portugal und der Fünften Republik Frankreichs untersucht. "Gut 90 Jahre nach ihrer Proklamation ging es uns um die Frage, wie die europäischen Nachbarstaaten die Weimarer Republik gesehen haben", so Dr. Markus Lang. Damit habe man wissenschaftliches Neuland betreten, sagt der Politikwissenschaftler, der die Tagung mit organisiert hat. Bisher habe sich die Neubewertung der Weimarer Republik ausschließlich auf innerdeutsche Aspekte konzentriert. US
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Festkolloquium für Altrektor Schmutzer
Das Theoretisch-Physikalische Institut der Universität Jena hat am 3. März zu einem Festkolloquium anlässlich des 80. Geburtstages von Prof. Dr. Ernst Schmutzer eingeladen. Der langjährige Lehrstuhlinhaber für Theoretische Physik und Altrektor der Jenaer Universität hat entscheidende Impulse für die Entwicklung der fünfdimensionalen Physik gegeben. Bis heute ist der Physiker wissenschaftlich aktiv, der am 26. Februar seinen 80. Geburtstag feiern konnte.
Der Einladung zum Festkolloquium waren wissenschaftliche Weggefährten und renommierte Fachkollegen Schmutzers sowie Vertreter verschiedener wissenschaftlicher Akademien gefolgt. US
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letzte Änderung: am 2010-06-28 16:00:30 © FSU Jena
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