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Lehre
Fichte, Schelling, Hegel
Neuer deutsch-italienischer Masterstudiengang widmet sich dem „Deutschen Idealismus“
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Ende des 18. Jahrhunderts machten Philosophen wie Fichte, Schelling und Hegel Jena zu einem Zentrum des philosophischen Denkens. Diese Epoche steht im Mittelpunkt des neuen deutsch-italienischen Masterstudiengangs "Deutscher Idealismus und moderne europäische Philosophie". Der Studiengang ist in diesem Wintersemester an der Friedrich-Schiller-Universität gestartet und führt in vier Semestern zu gleich zwei Abschlüssen: Neben dem Master of Arts der Uni Jena wird den Absolventen auch der Abschluss einer italienischen Hochschule verliehen - entweder der Universität Padua oder der Universität "La Sapienza" in Rom.
Austausch hat Tradition
"Mit beiden renommierten Hochschulen pflegen wir seit Jahren einen engen Forschungsaustausch", sagt Prof. Dr. Klaus Vieweg von der Uni Jena. Aus dieser Zusammenarbeit sei die Idee entstanden, einen gemeinsamen Studiengang ins Leben zu rufen. Dank der aktiven Unterstützung von Universitätsleitung und des Studiendekans der Philosophischen Fakultät konnte für den neuen Studiengang auch eine Förderung vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Programm "Integrierte internationale Studiengänge mit Doppelabschluss" eingeworben werden.
Nach einem Semester an der jeweiligen Heimat-Uni - in Jena, Rom oder Padua - werden die Studierenden für zwei Semester an eine Hochschule im Partnerland wechseln. "Auf diese Weise verbringen sie mindestens ein Jahr im Ausland", macht Prof. Vieweg deutlich. Neben dem doppelten Abschluss biete vor allem diese Auslandserfahrung den Absolventen gute Chancen auf eine weiterführende akademische Karriere, erwartet der Philosoph. Zugangsberechtigt zu dem neuen Master sind alle Studierenden mit einem Bachelor-Abschluss in Philosophie, die über gute Italienisch-Kenntnisse verfügen.
Italien ist für die deutsche Philosophie schon lange ein wichtiger Partner. "In Italien gibt es eine starke wissenschaftliche Tradition in der Auseinandersetzung mit dem Deutschen Idealismus", weiß Dr. Tommaso Pierini von der Uni "La Sapienza" in Rom. Der Philosoph wurde 2006 am Jenaer Institut promoviert und koordiniert jetzt den neuen Masterstudiengang. Während es in den Lehrveranstaltungen in Jena natürlich vorrangig um die Philosophie Fichtes, Schellings und Hegels gehen wird, stehen in Padua und Rom die italienische Renaissance-Philosophie, einer der Wegbereiter für den Deutschen Idealismus, und die spezifische Rezeption dieser philosophischen Strömung in Italien auf dem Lehrplan. US
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Hegel lehrte zu Beginn des 19. Jahrhunderts an der Uni Jena. Heute studieren Nachwuchsphilosophen hier seine Werke
Foto: Günther
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Vom Forscher zum Lehrer
Erster Jahrgang hat das „LehreLernen“-Programm absolviert
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Dass an der Friedrich-Schiller-Universität exzellente Forschung betrieben wird, hat das aktuelle Ranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft wieder einmal bestätigt. Dies in ebenso exzellente Lehre umzusetzen, das ist das Ziel des Projekts "LehreLernen", sagt Prof. Dr. Tina Seidel von der Jenaer Universität. Die Inhaberin des Lehrstuhls für Pädagogische Psychologie und ihre Mitarbeiter haben das umfassende Qualifikationsprogramm für Lehrende ins Leben gerufen. Jetzt haben die ersten 12 Absolventen das Programm "Lehrqualifikation Basic" abgeschlossen.
Das Projekt "LehreLernen" setzt bewusst beim Forschernachwuchs an. "Gerade die Einstiegsphase in die Lehre ist oft schwierig", macht Projektleiterin Seidel deutlich. "Die meisten Nachwuchswissenschaftler, die ich kenne, sind zwar hoch motiviert, haben aber das Gefühl, nicht richtig zu wissen, wie man Lehre gestalten kann". Das Programm "Lehrqualifikation Basic" innerhalb des "LehreLernen"-Projekts richtet sich deshalb explizit an Doktoranden, die noch über keine oder nur sehr wenig Lehrerfahrung verfügen.
Berufsbegleitende Kurse
Der Kurs, der begleitend zur Promotion absolviert wird, dauert ein Jahr und bietet die Möglichkeit, sich systematisch für die Lehrtätigkeit zu qualifizieren. Hierbei gibt es eine enge Kooperation mit der Jenaer Graduierten-Akademie (JGA), an der die Lehre von Doktoranden als wichtiger Bestandteil des strukturierten Promovierens angesehen wird: Einer von zwei jährlich startenden Kursen steht eigens den Doktoranden der JGA offen. "Die Doktoranden können aber auch einzelne hochschuldidaktische Kurse besuchen", so Prof. Seidel.
Ein zweiter Bereich ist speziell für erfahrene Lehrende konzipiert, die in dem zweijährigen Programm "Lehrqualifikation Advanced" ihre Kompetenzen erweitern können. Darüber hinaus gibt es auch Weiterbildungsangebote, die allen Lehrenden offen stehen. US
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Projektleiterin Prof. Seidel (r.) und die ersten Absolventen und Betreuer des Programms "LehreLernen" (www.lehrelernen.uni-jena.de).
Foto: Günther
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„Jenaer Modell“ steht im Finale
Konzept der Universität erreicht Endrunde des Stifterverband-Wettbewerbs
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Für eine qualitative Verbesserung der Lehrerausbildung haben die Didaktikforscher der Universität Jena neue Konzepte entwickelt, die im "Jenaer Modell der Lehrerbildung" zusammengeflossen sind. Damit haben sie es in die Endrunde des deutschlandweiten Wettbewerbs "Von der Hochschule in den Klassenraum - Neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Studienseminaren" geschafft: Die Universität Jena ist eine von acht Hochschulen im Wettbewerbsfinale um den vom Stifterverband für die deutsche Wissenschaft mit insgesamt 800 000 Euro dotierten Preis. Die Entscheidung über die vier Gewinner wird Anfang 2010 erwartet.
Theorie und Praxis verzahnen
Die Freude ist bei den Beteiligten jedoch bereits jetzt groß. "Die Auswahl des Jenaer Konzeptes aus über 50 Anträgen bestätigt die herausragende Bedeutung des 2007 eingeführten Jenaer Modells", so Prof. Dr. Kurt-Dieter Koschmieder, Prorektor für Lehre und Struktur.
Für den Wettbewerb wurden Konzepte berücksichtigt, die theoretische und praktische Lehrerausbildung besser miteinander verbinden. Die Wissenschaftler vom Zentrum für Lehrerbildung und Didaktikforschung (ZLD) der Uni Jena kooperieren dabei eng mit den staatlichen Studienseminaren in Gera und Erfurt sowie dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM).
"Unser Ziel ist es, die Institutionen der ersten und zweiten Lehrerbildungsphase und damit Forschung und Praxis zusammenzubringen", so PD Dr. Karin Kleinespel. Die ZLD-Geschäftsführerin rechnet der Universität Jena dabei gute Chancen aus: "Wir haben bereits konkrete Strukturen etabliert, wo andere Bundesländer noch in der reinen Planungsphase sind." Im Rahmen des Wettbewerbs wollen die Jenaer Wissenschaftler vier Projekte einführen bzw. in den nächsten Jahren fortsetzen. Besondere Aufmerksamkeit soll dabei auf der Verzahnung von theoretischer und praktischer Ausbildung, einer konsequenten Begleitforschung sowie der Fortbildung fachbegleitender Lehrer an den Schulen vor Ort liegen. MH
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Ausbildung im Museum
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Lehramtsstudenten sollen möglichst praxisnah ausgebildet werden, um ihren Beruf optimal zu beherrschen. Neben Praktika in Schulen ist auch "eine außerschulische Ausbildung für die Studenten sinnvoll, damit sie auch für Wandertage und Schulprojekte gerüstet sind", sagt Prof. Dr. Uwe Hoßfeld. Der Leiter der Arbeitsgruppe (AG) Biologiedidaktik der Uni Jena hat am 28. Juli einen Kooperationsvertrag mit dem Optischen Museum der Ernst-Abbe-Stiftung unterzeichnet, um das Museum weiterhin als außerschulischen Lernort nutzen zu können.
"Diese Vereinbarung hilft beiden Seiten", ist sich Hoßfeld sicher. Dabei kann er bereits auf die guten Erfahrungen der vergangenen Monate zurückblicken. Schüler der 3. bis 6. Klassen erlernten 2008 während eines Mikroskopiekurses unter Anleitung von Biologiestudenten den Umgang mit einem Stereomikroskop und erforschten selbst mitgebrachte Lebewesen, aber auch Dauerpräparate. Ein Novum stellte dann das im Juli folgende schulbiologische Praktikum im Optischen Museum für die Jenaer Bio-Studenten dar. "Dank der großzügigen Leihgabe von Stereo- und Durchlichtmikroskopen der Carl Zeiss MicroImaging GmbH für den Praktikumszeitraum war es möglich, die Ausbildung sehr praxisnah zu gestalten", sagt Karin Gjudjenow vom Optischen Museum.
Für Mai 2010 ist erneut ein Mikroskopiekurs geplant. AB
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Erste Studieneinführungstage für Masterstudierende
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Mit 41 Masterstudiengängen ist die Universität Jena (FSU) in das Wintersemester 2009/10 gestartet. Viele der rund 300 Master-Studierenden sind neu in Jena und an der FSU.
Um diesen neuen Studierenden Stadt, Universität und ihre Partner näher zu bringen, hat das Master-Service-Zentrum am 15. und 16. Oktober die ersten Studieneinführungstage für Masterstudierende veranstaltet. "Die Masterstudierenden sollen sich möglichst rasch in der Stadt und der Universität auskennen und wohl fühlen", sagt Susan Dortants vom Master-Service-Zentrum. "Dadurch können sie sich schneller auf ihr Studium konzentrieren und gleichzeitig ihren neuen Lebensraum erkunden", ergänzt ihre Kollegin Katja Hüfner.
Neben Informationen zum Studentenparadies Jena haben die Studierenden bei den Studieneinführungstagen auch das eigens kreierte Master-Shirt der FSU erhalten. AB
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In grünen T-Shirts mit paradiesischem Apfel-Logo informierten die Mitarbeiterinnen des Master-Service-Zentrums über Stadt und Uni.
Foto: Scheere
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letzte Änderung: am 2010-01-26 11:31:11 © FSU Jena
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