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Nachrichten
Neubau soll Forschungsprofil schärfen
Zentrum für Angewandte Forschung entsteht am Max-Wien-Platz
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Mit einem neuen Zentrum soll ab 2011 das Profil in den beiden Uni- Forschungsschwerpunkten Photonik und Materialforschung weiter geschärft werden.
So sollen mit dem geplanten Neubau des Zentrums für Angewandte Forschung am Max-Wien-Platz bessere Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme am internationalen Wettlauf um neue Technologien und Produkte ermöglicht werden. Im Mittelpunkt werden die Entwicklung, Herstellung und Untersuchung hochmoderner Materialien stehen. Durch den Neubau soll die räumliche Basis für eine Vernetzung der verschiedenen Forschungsgruppen geschaffen werden, um so die interdisziplinäre angewandte Forschung zu fördern. Die gezielte Kooperation mit Firmen und die verstärkte Initiierung von Ausgründungen sollen den Transfer von Entwicklungen zu innovativen Produkten in Unternehmen vorantreiben.
Für eine enge räumliche Anbindung an die beteiligten Institute ist z. B. eine Brücke zum Gebäude des Instituts für Physikalische Chemie geplant. Die Kosten des von der EU und dem Land geförderten Bauvorhabens werden voraussichtlich 16,6 Millionen Euro betragen. Derzeit wird das dafür vorgesehene Grundstück gegenüber dem Hauptgebäude der Physik am Max-Wien-Platz 1 für den Bau vorbereitet.
Bald abgeschlossen sein wird dagegen die seit November 2005 laufende Sanierung der Klinik für Psychiatrie am Philosophenweg. Nachdem im Juli das Richtfest für das Hörsaalgebäude gefeiert wurde, das im Zuge der Modernisierung der Klinik neu entsteht, ist die Fertigstellung des Bauprojekts für März 2010 geplant. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 16,4 Millionen Euro. MH
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Der Entwurf für das neue Zentrum für Angewandte Forschung am Max-Wien-Platz stammt von dem Erfurter Architektenbüro Worschech architects.
Im Juli fand das Richtfest des Psychiatrie-Hörsaals statt, der bis März fertiggestellt sein soll
Foto: FSU
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Zum Wohle von Sport und Sportlern
Universität und USV gründen „Stiftung Jenaer Universitätssport“
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Jena ist Sportstadt. Einen großen Anteil daran haben der Universitätssportverein (USV) mit derzeit ca. 3.500 Mitgliedern und die Universität, an der rd. 1.000 Sportstudierende immatrikuliert und über 6.000 weitere Studierende im Hochschulsport aktiv sind. Um das gute und breite Sportangebot und die Sportstätten auch in Zukunft finanzieren und angemessen betreuen zu können, haben Universität und USV am 19. August die "Stiftung Jenaer Universitätssport" gegründet.
Zweck der neuen gemeinnützigen Stiftung ist die Förderung von Sportwissenschaft, Gesundheit und Ausbildung. Dazu gehören nicht nur die Förderung der Sportler aus der Universität und der ihr nahe stehenden Institutionen und Vereine, sondern auch der Erhalt und Ausbau der Sportanlagen. Darüber hinaus werden u. a. die medizinische Begleitung des Sports ebenso gefördert wie Übungsleiter sowie die Sportwissenschaft an der Universität.
"Die Universität stellt ihre Sportanlagen gerne auch dem USV zur Verfügung, kann aber die steigenden Aufwendungen und die zusätzlichen Bedürfnisse aus eigenen Mitteln nicht mehr stemmen", sagte Kanzler Dr. Klaus Bartholmé. Er hofft, dass sich über die Stiftung nun weitere Förderer finden, die den Universitätssport auch finanziell unterstützen.
Mehr Flexibilität schaffen
Der USV bringt das Grundvermögen in die Stiftung ein, das durch Zustiftungen ausgebaut werden soll und aus dessen Erträgen dann eine Förderung realisiert werden kann. "Wir stehen schon immer in engem Kontakt mit unserer Universität und bewirtschaften beispielsweise die Liegenschaften gemeinsam", erläutert USV-Präsident Prof. Dr. Andreas Freytag. "Die neue Stiftung schafft uns mehr Flexibilität und ermöglicht wirtschaftlicheres Agieren." Über die korrekte Umsetzung des Stiftungszwecks entscheidet der fünfköpfige Vorstand. AB
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Haben die Gründungsurkunde unterzeichnet: USV-Präsident Prof. Dr. Andreas Freytag (l.) und Uni-Kanzler Dr. Klaus Bartholmé.
Foto: Scheere
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FSU bleibt Trikotsponsor
Kooperation mit dem FF USV Jena verlängert
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Den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga haben die Fußballerinnen vom FF USV Jena in der vergangenen Saison geschafft. Und auch in der laufenden Saison sind die Jenaer Fußballdamen auswärts bis jetzt ungeschlagen.
Diese sportliche Spitzenleistung unterstützt die Friedrich-Schiller-Universität auch in Zukunft als Trikotsponsor. Ebenso haben die Stadt Jena und der Hauptsponsor Stadtwerke Jena-Pößneck die Verträge verlängert.
Der Vorsitzende des FF USV Jena, Dr. Ralf Schmidt-Röh, hob die Wichtigkeit der Zusammenarbeit hervor. Genauso wies er darauf hin, dass es für den Verein von existenzieller Bedeutung ist, so zuverlässige Sponsoren und Partner zu haben, gerade in der momentanen wirtschaftlichen Situation. Der Frauenfußball zeigt sich, nicht zuletzt durch seine Erfolge, als ein überregionaler Werbeträger, der Interesse am Studienstandort Jena weckt.
Uni-Kanzler Dr. Klaus Bartholmé zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit der Kooperation mit dem Verein und bezeichnet diese Marketing-Maßnahme der Uni als sehr sinnvoll und fruchtbar. "Das Sportangebot in Jena gehört zu den Rahmenbedingungen, die den Studienstandort erst attraktiv machen", so Bartholmé, "und da hat Jena viel zu bieten - vom Breitensport bis hin zum Leistungssport, wie ihn die Fußballerinnen repräsentieren."
Lisa Feulner, Spielerin der ersten Mannschaft, hat in diesem Semester mit ihrem Medizinstudium an der Friedrich-Schiller-Universität begonnen. Auch sie hob hervor, dass die Möglichkeit, Studium und Erstligafußball so eng miteinander zu verbinden, sehr wichtig ist. PM
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Mittelfeldspielerin Lisa Feulner mit einem von der FSU gesponserten Trikot.
Foto: FF USV
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Mikroben in Bild und Ton
JSMC-Video im DFG-Portal zur Exzellenzinitiative
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Mikroorganismen spielen die "Hauptrolle" im aktuellen Forschungsvideo (Foto) "Kommunikation auf Mikroebene", das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit September in ihrem Video-Portal zur Exzellenzinitiative präsentiert (www.exzellenz-initiative.de). Darin stellen drei Doktoranden der "Jena School for Microbial Communication" (JSMC) ihre Forschungsarbeiten vor.
Der fünfeinhalb-minütige Film präsentiert nicht nur die wissenschaftliche Arbeit der drei Doktoranden, sondern stellt auch das Ausbildungskonzept der Graduiertenschule vor, die seit 2007 in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert wird. Derzeit arbeiten etwa 150 Nachwuchsbiologen, -chemiker, -geowissenschaftler, -informatiker, -physiker und -mediziner in der JSMC zusammen. US
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Abb.: JSMC
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Studienstart für 5 000 „Erstis“
Feierliche Immatrikulation der Matrikel 2009/10
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Fast 5.000 Studienanfänger haben zum Wintersemester 2009/10 ihr Studium an der Universität Jena aufgenommen - so viele wie noch nie (S. 4). Doch vor dem Studienalltag stand auch für diesen Rekordjahrgang traditionell der feierliche Auftakt. Am 22. Oktober hat die Jenaer Universität mit der Feierlichen Immatrikulation im Jenaer Volkshaus ihre Erstsemester, deren Angehörige und Freunde willkommen geheißen.
Rektor Prof. Dr. Klaus Dicke begrüßte die Neuankömmlinge: "Die Feierliche Immatrikulation ist Ihr Fest, das den Einstieg in Ihr Studium zu einem unvergesslichen Erlebnis machen soll". Die jährliche Immatrikulation der neuen Studienanfänger sei die größte Bereicherung, die die Universität erfahren könne, betonte der Rektor. Er überreichte stellvertretend für ihre Kommilitonen je einem Erstsemester aus jeder Fakultät einen "Bürgerbrief", als Symbol für die Aufnahme in die Universität. Die Bürgerbriefe gingen an Maire Gatzkowski, Andreas Vetter, Kamilla Nasland Knutsen, Julian Seibel, Fabienne Kohlmann, Martin Merker, Claudia Schnitter, Tim Gericke, Stefanie Schmidt und Christian Möller.
Im Festvortrag fragte der Jenaer Germanist Prof. Dr. Dirk von Petersdorff "Fröhliche Wissenschaft? Verwaltete Welt? Was kann man an einer Universität erleben?" bevor Anna-Luise Friedrich ein Grußwort des Studentenrates an die Matrikel 2009/10 richtete.
Wie jedes Jahr zeichnete der Rektor im Rahmen der Feierlichen Immatrikulation, die live in den größten Hörsaal im Campus übertragen wurde, auch die besten Absolventen des Vorjahres aus. Die mit 250 Euro dotierten und von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität Jena gestifteten Examenspreise gingen diesmal an: Tillmann Boelter (Theologische Fakultät), Johannes Cziupka (Rechtswissenschaftliche Fakultät), Johannes Sternatz (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät), Uta Bretschneider (Philosophische Fakultät), Nadine Werlich (Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften), Benjamin Sambale (Fakultät für Mathematik und Informatik), Frank Ohme (Physikalisch-Astronomische Fakultät), Stefanie Zeumann (Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät), Daniel Scharf (Biologisch-Pharmazeutische Fakultät) sowie Dr. Patricia Fleckenstein (Medizinische Fakultät). Den erstmals verliehenen Examenspreis für das beste Lehramt-Staatsexamen hat Jan Bernhardt erhalten, der Lehramt an Gymnasien für die Fächer Latein und Griechisch studiert hat. Dieser Preis ist ebenfalls mit 250 Euro dotiert.
Für seine herausragenden Leistungen in der Lehre, insbesondere den hohen Praxisbezug und die intensive Studenten- und Absolventenbetreuung, ehrte die Friedrich-Schiller-Universität Jena während des Festakts Prof. Dr. Klaus Küspert mit ihrem diesjährigen Lehrpreis. Der Inhaber des Lehrstuhls für Datenbanken und Informationssysteme freute sich über die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung, "die zugleich auch Ansporn zum ,weiter so' ist." Die vielen hundert Studierenden sowie 120 Absolventen an seinem Lehrstuhl seit 1995 seien eine erfreulich große Zahl und gleichzeitig weiter ausbaufähig, so Preisträger Küspert. Der Lehrpreis 2009 ist erstmals als Kooperationsprojekt der Universität und der Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland gemeinsam vergeben worden.
Winterlinde gepflanzt
Im Anschluss an die Immatrikulationsfeier führten die frisch gebackenen Erstsemester den Brauch fort, zur Erinnerung an ihre Aufnahme in die Universität einen Baum zu pflanzen. Im Hof des Collegium Jenense, der Gründungsstätte der Universität, haben sie eine Winterlinde gepflanzt.
An diesem Ort stand bis vor kurzem eine 170 Jahre alte Linde, die jedoch einem Sturm zum Opfer gefallen war. Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität, das Klinikum und die langjährige Leiterin des Medizinhistorischen Museums Ingolstadt, Prof. Christa Habrich, haben die Baumpflanzung gesponsert. US
Robin Alius und Friederike Dehnert starten tatkräftig in ihr Studium: Die beiden Erstsemester beteiligen sich an der Pflanzung einer Winterlinde im Kollegienhof, die an die Immatrikulation der Matrikel 2009/10 erinnern soll.
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Fabienne Kohlmann nimmt stellvertretend für alle Erstsemester der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften von Rektor Prof. Dr. Klaus Dicke ihren "Bürgerbrief" entgegen. Die Psychologie-Studentin aus Würzburg hat Jena u. a. deshalb als Studienort gewählt, weil die Friedrich-Schiller-Universität als Partnerhochschule des Spitzensports ihr als Hürdenläuferin beste Möglichkeiten bietet, Sport und Studium zu vereinbaren.
Fotos (5): Scheere
Die besten Absolventen 2009 sind mit den Examenspreisen ausgezeichnet worden. Die Urkunden überreichten Dr. Horst Skoludek (M. ,Vorsitzender des Verwaltungsrates der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität) sowie die Prorektoren Prof. Dr. Herbert Witte (6. v. l.) und Prof. Dr. Kurt-Dieter Koschmieder (6. v. r.).
Prorektor Prof. Dr. Kurt-Dieter Koschmieder (l.) verleiht Jan Bernhardt den erstmals vergebenen Preis für das beste Lehramt-Staatsexamen.

Prof. Dr. Klaus Küspert (M.) wird mit dem Lehrpreis 2009 geehrt. Martin Fischer (r.), Vorsitzender des Stiftungsrates der Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland, und Uni-Rektor Prof.Dicke überreichten die Urkunde
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Europas Osten im 20. Jahrhundert
BMBF fördert neues internationales Kolleg mit rund 7,5 Millionen Euro
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Die Geisteswissenschaften an der Uni Jena werden durch eine Förderzusage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) weiter gestärkt. Das Ministerium finanziert im Rahmen der "Käte Hamburger Kollegs" das Projekt der Historiker "Europas Osten im 20. Jahrhundert. Historische Erfahrungen im Vergleich", wie das BMBF im September bekannt gab. In den nächsten sechs Jahren werden dem internationalen Verbund dafür rd. 7,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt - eine Verlängerung um weitere sechs Jahre ist möglich.
Grenzüberschreitender Antrag
"In der Zeitgeschichte sind wir hier in Jena nun mit dem neuen Kolleg, dem ,Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts' und der Gedenkstätte Buchenwald bundesweit herausragend aufgestellt", freut sich Prof. Dr. Joachim von Puttkamer. Der Lehrstuhlinhaber für Osteuropäische Geschichte wird Direktor des neuen Kollegs und hat gemeinsam mit seinem Warschauer Kollegen Prof. Dr. Wlodzimierz Borodziej, der Co-Direktor und Vorsitzender des internationalen Kuratoriums wird, den grenzüberschreitenden Antrag vorbereitet.
"Das neue Kolleg wird einen Ort vergleichender Forschung schaffen und so das wissenschaftliche Gespräch über die historische Erfahrung des östlichen Europas im 20. Jahrhundert auf neue Grundlagen stellen", erläutert von Puttkamer. "Wir wollen zur Versachlichung beitragen, wenn über osteuropäische historische Ereignisse gestritten wird, wie beispielsweise in der letzten Zeit über den Hitler-Stalin-Pakt oder Katyn, und der Mythenbildung entgegentreten", nennt er ein Ziel des Großprojekts. Denn bisher beherrscht die zeithistorische Forschung oft ein "Duktus nationaler Opfererfahrung, der längere historische Entwicklungslinien verzerrt und einen einordnenden Vergleich verweigert, da die jeweils eigenen Erfahrungen paradigmatisch für die gesamte Region gesehen werden", weiß Prof. von Puttkamer.
Das Kolleg wird sich vor allem mit vier Themenbereichen beschäftigen: Diktatur, Krieg, Gewalt; Ausprägungen von Staatlichkeit; Umbrüche zur Moderne sowie Selbst- und Fremdwahrnehmung in Europa. Die Ergebnisse wollen die bis zu zehn Fellows des Kollegs in die Öffentlichkeit bringen. Das neue Kolleg plant ein Handbuch und ein Forschungsportal im Internet, auf dem die Ergebnisse alle Interessierten erreichen und von ihnen diskutiert werden können. AB
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Prof. Dr. Joachim von Puttkamer (l.) wird das neue Kolleg leiten. Prof. Dr. Wlodzimiers Borodziej aus Warschau wird Co-Direktor und Vorsitzender des internationalen Kuratoriums.
Foto: Günther / Scheere
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Erstsemester-Rekord
Uni Jena erstmals mit über 21.000 Studierenden
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Die Statistiker prognostizierten der Friedrich-Schiller-Universität aufgrund der niedrigen Geburtenrate in Ostdeutschland einen deutlichen Rückgang der Studierendenzahl. Die aktuelle Realität zeigt aber, dass die Universität dieser Vorhersage trotzt und zum Wintersemester 2009/10 mit einer Rekordzahl an Studierenden startete. "Diese erfreuliche Entwicklung spricht für die ungebrochene Attraktivität der Friedrich-Schiller-Universität", sagt Dr. Klaus Bartholmé. "Dies würdigt nicht nur den Einsatz der Dozenten in der Lehre, sondern beweist auch, dass das Studierendenmarketing der Universität überaus erfolgreich war", so der Universitäts-Kanzler weiter.
21.275 Studierende meldet die vorläufige Studierendenstatistik und damit erstmals das Überschreiten der 21.000er Marke. Auch die Anzahl der Erstsemester erreicht Rekordhöhe: Nur zwei fehlen bis zu 5.000. Von den Erstsemestern kommen rund 18 Prozent aus den alten Bundesländern und fast 12 Prozent aus dem Ausland. Mit insgesamt etwa 1.300 ausländischen Studierenden ist ebenfalls eine Top-Quote von mehr als 6 Prozent erreicht. Rund 58 Prozent der Studierenden sind Frauen. AB
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In der Spitze behauptet
Platzierung im DFG-Förder-Ranking verteidigt
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In der aktuellen Ausgabe des Förder-Rankings der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Friedrich-Schiller-Universität den 30. Platz in der Gesamtwertung verteidigt und belegt damit - nach der TU Dresden - Platz 2 in den Neuen Ländern. In den Geistes- und Sozialwissenschaften liegt die Jenaer Uni bundesweit sogar auf Platz 11 und führt damit das Ranking unter den ostdeutschen Hochschulen an. Auch in den Naturwissenschaften belegt die Universität Jena die Spitzenposition in den Neuen Bundesländern; im bundesweiten Vergleich liegt sie auf Rang 23. Im Bereich der Lebenswissenschaften belegt die Friedrich-Schiller-Universität Platz 29 der bundesweit 110 Universitäten.
Das DFG-Förder-Ranking gibt einen Überblick über die Einwerbung von Drittmitteln der 40 Hochschulen mit dem höchsten Fördervolumen im Zeitraum zwischen 2005 und 2007. Insgesamt hat die Friedrich-Schiller-Universität in diesem Zeitraum knapp 67 Millionen Euro an Fördermitteln akquiriert. Davon entfallen auf die Lebenswissenschaften 21 Mio., auf die Geistes- und Sozialwissenschaften 20,1 Mio., auf die Naturwissenschaften ebenfalls 20,1 Mio. sowie auf die Ingenieurwissenschaften 5,5 Mio.
Euro. US
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Jenaer Forschungsschwerpunkt gestärkt
„Abbe Center of Photonics“ der Universität erhält Fördergelder
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Thüringen erhält insgesamt 2,15 Millionen Euro aus zwei Förderprogrammen der Carl-Zeiss-Stiftung. Das teilte Kultusminister Bernward Müller, zugleich Mitglied der Stiftungsverwaltung, Ende Juli in Erfurt mit. In den nächsten vier Jahren erhält das "Abbe Center of Photonics" der Jenaer Universität (FSU) eine Million Euro aus dem 3,4 Millionen Euro umfassenden Programm zur Stärkung von Forschungsstrukturen.
Weitere 1,15 Millionen Euro kommen aus dem 3,3 Millionen Euro umfassenden Nachwuchsförderprogramm der Stiftung. Damit werden für zwei Jahre acht Doktoranden, davon fünf an der FSU, und drei Postdoktoranden gefördert. Darüber hinaus wird eine Juniorprofessur an der FSU für vier Jahre unterstützt.
Mit der Förderung des "Abbe Center of Photonics" werde der international herausragende Forschungsschwerpunkt "Optik, Photonik und photonische Technologien" weiter gestärkt, so Müller.
Unterstützung für "PhoNa"
Die Universität erhalte aus dem Programm "Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern" des Bundesforschungsministeriums für ihr Projekt "PhoNa - Photonische Nanomaterialien" für fünf Jahre rund zehn Millionen Euro. Zudem sei der Forschungsneubau für das "Abbe Center of Photonics" mit rund 2.590 Quadratmetern Hauptnutzfläche und Gesamtkosten von 22,6 Mio. Euro in die gemeinsame Förderung von Bund und Ländern aufgenommen worden. Der Freistaat Thüringen beteilige sich hier mit der Hälfte der Baukosten.
"Der Optik-Forschungsschwerpunkt hat darüber hinaus große Unterstützung durch das neue Landesprogramm ,ProExzellenz' erfahren", so Müller. PM
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Vortrag online
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Am 15. Juli hielt Prof. (USA) Dr. Gunther von Hagens einen Vortrag über "Plastination und Körperwelten: Spannungsfeld zwischen Ethik, Aufklärung und Wissenschaft". Sein Vortrag war das Finale der Ringvorlesung "Der Leichnam im öffentlichen Raum", die das Institut für Anatomie und das Ethikzentrum gemeinsam veranstaltet haben. Das Interesse am Vortrag des weltbekannten Anatomen, der sein Medizinstudium von 1965-68 an der FSU begann, war so groß, dass selbst der Hörsaal 1 im Campus zu klein war, um allen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen. Wer den Vortrag verpasst hat oder ihn noch einmal sehen und hören will, kann dies tun. Das Multimediazentrum hat den Vortrag aufgezeichnet und ins Netz gestellt. Er ist zu sehen unter: www.uni-jena.de/vortragsammlung.html.
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Meldungen
Expertensuche leicht gemacht
Die Neuauflage des "Who's Who an der FSU" ist soeben erschienen. Komplett überarbeitet und ergänzt präsentiert die 5. Auflage des Nachschlagewerks auf 420 Seiten die "klugen Köpfe" der Universität zum Beginn des Wintersemesters 2009/10 und gibt Auskunft über Werdegang, Forschungsschwerpunkte und Publikationen der Jenaer Professorinnen und Professoren.
"Das neue 'Who's Who' gibt einen Überblick über das breite Themenspektrum der Universität in einem kompakten Band", sagt Axel Burchardt, "und ermöglicht damit einen Überblick über das geschärfte Profil der Gesamtuniversität," so der Leiter des Referats Öffentlichkeitsarbeit. Über die mehr als 60 neuberufenen Professoren seit 2006 gibt der Band ebenso Auskunft wie über veränderte Forschungsrichtungen und neue -ergebnisse der bewährten Jenaer Kräfte.
Das "Who's Who an der FSU" (ISBN 3-9806431-6-6) ist zum Preis von 9,50 Euro ab sofort in der Jenaer Universitätsbuchhandlung Thalia erhältlich. US
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"Einstein-Wellen-Mobil" in Jena
Wie Wissenschaftler die Weiten des Alls nach Gravitationswellen durchforsten, zeigte das "Einstein-Wellen-Mobil", das vom 24. August bis 17. September in Jena Station machte. An Mitmachstationen konnten sich die Besucher anschaulich über Gravitationswellen und die Relativitätstheorie informieren und sich sogar selbst als Gravitationswellenjäger versuchen. Entwickelt haben die mobile Ausstellung Forscher des Sonderforschungsbereichs/Transregio 7 (SFB/TR 7) "Gravitationswellenastronomie". "Ziel des ,Einstein-Wellen-Mobils' ist es, Schülern aber auch interessierten Erwachsenen die Welt der Gravitationswellen zu öffnen", sagt Prof. Dr. Bernd Brügmann, Inhaber des Lehrstuhls für Gravitationstheorie und Sprecher des SFB/TR 7. Warum die Gravitationswellen so schwer zu messen sind, wurde mit einem Computerspiel deutlich. Wer es dagegen eher sportlich mochte, konnte per Fahrrad mit "Lichtgeschwindigkeit" durch eine virtuelle Stadt (Foto) fahren und so die Effekte der Relativitätstheorie hautnah erleben. US
"Doc-in" eingeführt
Am 15. Oktober ist das neue Online-Verwaltungsprogramm "Doc-in" gestartet. Unter www.uni-jena.de/doc-in steht nun ein Formular zur Verfügung, in das jeder, der in Jena eine Promotion beginnen will, seine Stammdaten einmalig eingeben muss. Dieses elektronische Datenblatt bleibt dann über die gesamte Promotionszeit erhalten und wird sukzessive gefüllt: vom Antrag auf Annahme über die Immatrikulation bis hin zur Eröffnung des Promotionsverfahrens. So können sich Doktorandinnen und Doktoranden künftig über "Doc-in" stets aktuell über Stand und Verlauf ihres Promotionsverfahrens informieren.
Wer sich bis zum 15. Januar 2010 anmeldet, erhält seine Doktoranden-Thoska umsonst (statt für die üblichen 20 Euro). Außerdem weist die Karte bereits ein Guthaben von 30 Euro auf, das sich beim nächsten Mensabesuch oder als Kopierguthaben positiv auswirkt. Das Angebot gilt nicht nur für Personen, die sich erstmals als Doktorandin oder Doktorand anmelden wollen. Auch wer bereits hier promoviert, kann sich registrieren und so die Vorteile nutzen. US
DSLA mit 16 neuen Doktoranden
Die interdisziplinäre Doktorandenschule "Laboratorium Aufklärung" (DSLA) hat für den zweiten Jahrgang weitere 16 Promotionsstipendien in den Bereichen Geistes-, Sozial-, Rechts- und Kulturwissenschaften vergeben. Damit promovieren seit Oktober 32 Stipendiaten in zwei Jahrgängen an der DSLA. Diese wird im Landesprogramm "ProExzellenz" des Freistaates Thüringen gefördert. Die Doktoranden erhalten ein auf zwei Jahre ausgelegtes Stipendium, das monatlich 1.000 Euro beträgt. Gemeinsamer Fokus aller Arbeiten sind Fragen der Aufklärung.
Basis der Promotion an der DSLA ist eine Promotionsvereinbarung, die neben Doktormutter bzw. Doktorvater einen zweiten persönlichen Begleiter für jeden Stipendiaten vorsieht. MH
Beim Uni-Sport wird es eng
Die neue Höchstmarke an Studierenden an der Uni Jena macht sich auch beim Hochschulsport bemerkbar: Zu Beginn der Einschreibungen waren fast 5.000 Kursplätze innerhalb einer Stunde vergeben. Insgesamt standen am 22. Oktober 6.038 Anmeldungen auf den Kurslisten. Eine größere Teilnehmersteigerung lassen die Sportstättenkapazitäten kaum zu, da sich die Mehrzahl der Kurse in den Abendstunden ab 17 Uhr drängen und im Winter nur wenige "Freiluftsportarten" stattfinden.
Zwei Drittel der Plätze in den Hochschulsportkursen werden von Studentinnen belegt. HGK
Fußballstipendien
Der Förderverein für Mädchen- und Frauenfußball (fmf) Jena e. V. plant die Vergabe von Stipendien an Fußballerinnen, die sportliche und akademische Karriere verbinden. Diese sollten in Jena wohnen und studieren. Vorausgesetzt wird die Mitgliedschaft in einem Frauenfußballverein in Jena, regelmäßiges Training und die Teilnahme am Spielbetrieb. Informationen beim fmf Jena e. V. (Oberaue 1, 07745 Jena). PM
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letzte Änderung: am 2010-01-26 11:30:49 © FSU Jena
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