Friedrich-Schiller-Universität Jena
 

Uni Home | Stabsstelle Kommunikation
Inhalt
Editorial
Forschung
Lehre
Medizin
Rubriken
Impressum
platzhalter

Medizin

  • Abteilung für Palliativmedizin eröffnet [mehr]
  • Kardiologen entwickeln Leitlinien für Einsatz von Herzklappen-Prothesen [mehr]
  • EXIST-Forschungsförderung für Ausgründung [mehr]
  • Diagnosegerät für genauere Bilder [mehr]
  • Beckenbodenzentrum gegründet [mehr]

Abteilung für Palliativmedizin eröffnet

Deutsche Krebshilfe investiert 3,2 Millionen Euro

Prof. Dr. Klaus Hffken, Prof. Dr. Dagmar Schipanski, PD Dr. Ullrich Wedding und PD Dr. Winfried Meißner (v. l.) bei der Schlüsselübergabe.„Das Zentrum für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ) schließt eine Versorgungslücke in Deutschland“, betonte die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Prof. Dr. Dagmar Schipanski, anlässlich der feierlichen Eröffnung am 24. März. Die Deutsche Krebshilfe finanzierte den Bau des neuen Zentrums mit 3,2 Millionen Euro. Rund 750.000 Euro investierte der Freistaat Thüringen.

Multiprofessionelles Team

Das Zentrum verfügt über zwölf stationäre Palliativ-Betten und beherbergt auch Lehre und Forschung im Bereich Palliativmedizin. „Mit dem Ausbau des Angebots in der Palliativmedizin am UKJ kommen wir einem großen Bedarf nach“, erläutert Prof. Dr. Klaus Höffken, Medizinischer Vorstand des (UKJ). „Wir betreuen unsere Patienten in einem multiprofessionellen Team. Dazu gehören besonders qualifizierte Ärzte mehrerer Fachdisziplinen, Pflegende, Sozialarbeiter, Seelsorger, Psychologen und Therapeuten“, sagt PD Dr. Ullrich Wedding, der gemeinsam mit PD Dr. Winfried Meißner die Abteilung leitet.

Schon seit 2007 gibt es am UKJ ein palliativmedizinisches Ambulanzteam, das nun auch Teil der Abteilung für Palliativmedizin ist. Dessen vielfältige Erfahrungen, vor allem bei der Vernetzung von Medizinischen Zentren, Hausärzten sowie Pflege- und Hospizeinrichtungen, fließen in die Arbeit der Abteilung ein. „Unser Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität für die Patienten und ihre Angehörigen – falls notwendig – auch die Betreuung über die Sterbephase hinaus“, so der Schmerzspezialist Meißner. PM

 

 

 

 

Prof. Dr. Klaus Höffken, Prof. Dr. Dagmar Schipanski, PD Dr. Ullrich Wedding und PD Dr. Winfried Meißner (v. l.) bei der Schlüsselübergabe.

Foto: Schröder

Kompetenz in Sachen Herzklappen

Kardiologen entwickeln Leitlinien für Einsatz von Herzklappen-Prothesen

Die von Prof. Figulla entwickelten kathetergeführten Herzklappen sind schonender Ersatz für Herz-Operationen.Bei der Entwicklung von Katheterverfahren für Segelklappen sind die Mediziner um Prof. Dr. Hans-Reiner Figulla vom Jenaer Herzzentrum ganz vorn. Deren jahrelange Erfahrung in der Entwicklung und dem Einsatz künstlicher Herzklappen mittels Herzkatheter fließt jetzt ein in die bundesweiten Richtlinien zum Herzklappenersatz.

„Damit können wir unsere Kompetenz als eines der führenden Zentren für kathetergeführten Herzklappenersatz in die verbindlichen Festlegungen für alle mit künstlichen Herzklappen arbeitenden Kollegen einbringen und so dazu beitragen, künftig hier einen hohen Qualitätsstandard durchzusetzen", sagt Prof. Dr. Hans-Reiner Figulla, Direktor der Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Jena (UKJ).

Die Jenaer arbeiten und forschen seit Jahren an kathetergeführten Herzklappenersatzmodellen, das Thüringer Universitätsklinikum gehört zu den größten Zentren deutschlandweit auf diesem Gebiet.

„Die routinemäßige Behandlung von Herzklappenerkrankungen mittels Herzkatheter ist auch vor dem Hintergrund der steigenden Zahlen von Patienten mit Aortenklappenverengungen ein wichtiger Bereich der Jenaer Universitätsmedizin", sagt Prof. Dr. Klaus Höffken, Medizinischer Vorstand des UKJ. „Wir sehen hier im Universitäts-Herzzentrum eines der zukunftsträchtigen Felder der Medizin mit großem Potenzial für weitere Entwicklungen und Verbesserungen im Interesse der Patienten." HR

 

 

 

 

Die von Prof. Figulla entwickelten kathetergeführten Herzklappen sind schonender Ersatz für Herz-Operationen.

Foto: Schröder

 

Entfesselte RNA-Moleküle

EXIST-Forschungsförderung für Ausgründung

Antje Vollrath arbeitet im Labor an der Weiterentwicklung des Intelligent-siRNA-Konzeptes.Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) unterstützt Wissenschaftler des Plazenta-Labors am Universitätsklinikum Jena (UKJ) bei der Unternehmensgründung. Das Team des Biologen Dr. Tobias Pöhlmann erhält im Rahmen des EXIST-Forschungstransfer- Programms 350.000 Euro, um sein Konzept der „Intelligenten siRNA“ bis zur Marktreife zu entwickeln.

„Unser Business-Plan steht, in etwa anderthalb Jahren wollen wir die Vorarbeiten abgeschlossen und das Unternehmen gegründet haben“, fasst der Biologe das Ziel der jetzt begonnenen ersten Förderphase zusammen. Das Produkt, das er und seine fünf Mitstreiter vermarkten wollen, haben sie „Intelligente siRNA“ genannt. Die sogenannten small interfering RNA-Moleküle (siRNA) können bestimmte Gene stumm schalten. vdG

 

 

Antje Vollrath arbeitet im Labor an der Weiterentwicklung des Intelligent-siRNA-Konzeptes.

Foto: UKJ

Diagnosegerät für genauere Bilder

Das neue Kamera-System ermöglicht eine aussagekräftige Krebs-Diagnostik für mehr Patienten.Eine noch genauere Diagnose von Krebserkrankungen ermöglicht jetzt das neu am Universitätsklinikum Jena (UKJ) eingeführte digitale Gamma-Kamera- System „Symbia S“. „Das neue System ist nicht nur schneller als das Vorgängermodell, es ist auch variabler einsetzbar“, beschreibt Dr. Martin Freesmeyer, Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin.

Das System kann künftig auch auf die Hybridbildgebung SPECT-CT (Single Photon Emission Computertomografie) erweitert werden. „Diese Vereinigung einer Gammakamera und eines Computertomografen in einem Gerät ermöglicht die gleichzeitige Durchführung beider Untersuchungsmethoden. Sie ist unserer aktuellen Vorgehensweise des nachträglichen Vergleichs von nuklearmedizinischen mit CT-Aufnahmen deutlich überlegen“, erläutert Dr. Freesmeyer.

„Man sieht die genaue Lokalisation der krankhaften Stoffwechselveränderungen, was enorm wichtig ist, um die richtige Therapieentscheidung für den Patienten zu treffen.“ HR

 

 

Das neue Kamera-System ermöglicht eine aussagekräftige Krebs-Diagnostik für mehr Patienten.

Foto: Schröder

Zentrale Behandlung

Beckenbodenzentrum gegründet

Das „Universitäre Beckenbodenzentrum Thüringen“ ist jetzt am Universitätsklinikum Jena (UKJ) gegründet worden. In dem neuen Verbund arbeiten die Experten des UKJ und zweier akademischer Lehrkrankenhäuser, dem Katholischen Krankenhaus Erfurt und der Sophienund Hufelandklinik Weimar, eng zusammen. Dabei stehen die Krankenversorgung und Forschung der Beckenbodenschwäche und die damit verbundenen Beschwerden wie Harn- oder Stuhlinkontinenz sowie Beckenschmerzsyndrom und Überkontinenz im Mittelpunkt.

Am Standort Jena wirken sieben Fachdisziplinen zusammen, um den Patientinnen und Patienten an einer zentralen Anlaufstelle eine Behandlung anbieten zu können. „Durch die Zusammenarbeit der Gynäkologie, Urologie und Chirurgie mit der Physiotherapie, der Neurologie aber auch der Psychotherapie und den Ernährungswissenschaftlern können wir eine neue Qualität der Versorgung für die große Gruppe betroffener Patientinnen und Patienten anbieten“, erklärten Prof. Dr. Ingo Runnebaum und Prof. Dr. Dr. h. c. Jörg Schubert die Vorteile der Zusammenführung des Spezialistenwissens.

Die Spezialisten stützen sich auf ihre große Erfahrung beim Einsatz von Implantaten, Neuromodulatormethoden, minimalinvasiver Operationstechniken und medikamentöser Behandlungsverfahren, um eine Schwächung des Beckenbodens erfolgreich behandeln zu können. „Als universitäres Zentrum können wir dabei alle derzeit verfügbaren modernen und innovativen Verfahren anbieten, die eine schonende Wiederherstellung der vor allem für die Kontinenz wichtigen Funktion des Beckenbodens ermöglichen“, so die Leiter des neu eröffneten Beckenbodenzentrums.

Gleichzeitig wurde das Beckenboden-Netzwerk Thüringen ins Leben gerufen. Darin sind neben dem UKJ auch das Katholische Krankenhaus Erfurt und das Sophien- und Hufelandklinikum Weimar als Kooperationspartner an weiteren Standorten in dieses Konzept eingebunden. vdG

 

 

letzte Änderung:  am 2009-09-17 18:33:58   © FSU Jena nach oben  Seitenanfang