Achtsamkeit

Quo vadis, Hochschule des 21. Jahrhunderts

Podiumsdiskussion im Rahmen des Thüringer Modellprojekts "Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft"
Achtsamkeit
Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Meldung vom: 18. April 2019, 18:16 Uhr

„Wozu braucht die Welt eine Hochschule, wenn alle Vorlesungen online verfügbar sind? Wie müssen wir unsere on-campus-Lernformen revolutionieren, wenn die Vorlesungsinhalte über das iPad bezogen werden?”, so fragt der Managementprofessor Claus Otto Scharmer vom Massachusetts Institute of Technology. Er nimmt am 3. Mai ab 13 Uhr in den Rosensälen der Friedrich-Schiller-Universität Jena an einer öffentlichen Podiumsveranstaltung des Thüringer Modellprojekts „Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft“ teil.

Neben Scharmer werden der Thüringer Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee, beide Jenaer Hochschulrektoren, Prof. Dr. Walter Rosenthal und Prof. Dr. Steffen Teichert, der Rektor der Technischen Universität Ilmenau, Prof. Dr. Peter Scharff, sowie die Vizepräsidentin der Bauhaus-Universität Weimar, Prof. Dr. Nathalie Singer, und der AOK-PLUS-Vorstandsvorsitzende, Rainer Striebel, zu Wort kommen.

Das Thüringer Modellprojekt „Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft“ hat speziell für Hochschulangehörige professionelle Achtsamkeitstrainings entwickelt. Am Ende dieser Kurse sollen die Teilnehmenden in der Lage sein, ihre Aufmerksamkeit nicht unkoordiniert zu verausgaben, sondern auch im digitalen Raum in einer gesunden Balance zu halten.

Erste medizinische Untersuchungsergebnisse aus dem zwölfwöchigen „Mindfulness Based Student Training“ zeigen, dass eine deutliche Verbesserung der physiologischen Stressregulation nachzuweisen ist. 

Die beiden Jenaer Hochschulen sowie die TU Ilmenau und die Universität Erfurt haben inzwischen für ihre Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden entsprechende Angebote durchgeführt und evaluiert. Die Bauhaus-Universität Weimar und die Hochschule Nordhausen beginnen damit im Sommersemester 2019. Bis zum Ende des Jahres werden auf diesem Weg ca. 2000 Thüringer Hochschulangehörige erreicht.

Claus Otto Scharmer hält am Vormittag des 3. Mai in den Rosensälen außerdem einen eigenen Workshop für Hochschul-Führungskräfte, um zu zeigen, wie sich die von ihm entwickelte Change-Management-Theorie für die Hochschulentwicklung nutzen lässt. Ein weiteres Arbeitstreffen richtet sich an Interessierte aus Hochschulen aller Bundesländer. Es wird am 4. Mai von 9.30 bis 17.30 Uhr von der Berliner Kommunikationsexpertin Christine Wank ebenfalls in den Rosensälen durchgeführt. Dabei kommen die sogenannten „Presencing-Methoden“ von Scharmer zum Einsatz. Diese können dabei helfen, institutionelle Zukunftspotentiale zu erspüren und Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen.

Weitere Informationen: www.achtsam.digital.de

Die Partner: AOK PLUS - Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Technische Universität Ilmenau, Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.

Kontakt:

Prof. Dr. Mike Sandbothe
Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena
Carl-Zeiss-Promenade 2
07745 Jena
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