Petrischalen

Universität Jena soll Forschungsneubau für Microverse-Exzellenzcluster erhalten

Finanzierung von 44,9 Millionen Euro durch Bund und Land
Petrischalen
Foto: Jan-Peter Kasper/FSU
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Meldung vom: 10. Mai 2019, 19:00 Uhr | Verfasser/in: Stephan Krauß, Axel Burchardt

Bund und Land planen die Errichtung eines Forschungsneubaus für den Exzellenzcluster „Gleichgewicht im Mikroversum“ (Balance of the Microverse) auf dem Beutenberg-Campus in Jena. Der Wissenschaftsrat – das zentrale wissenschaftspolitische Beratungsgremium der Bundes- und der Landesregierungen – hat den Förderantrag der Friedrich-Schiller-Universität Jena bestätigt und wird das Projekt der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) des Bundes und der Länder zur Förderung empfehlen. Das hat der Wissenschaftsrat heute verkündet, teilte am 10. Mai das Thüringer Wissenschaftsministerium mit. Ein positives finales Votum der GWK vorausgesetzt, wird der Bund damit die Hälfte der Kosten für das neue „Microverse Center Jena“ (MCJ) in Höhe von gut 40 Millionen Euro übernehmen, die andere Hälfte trägt der Freistaat Thüringen. Die Bauar­beiten werden 2020 starten, das Gebäude soll 2024 bezugsfertig sein.

Konsequente Profilstrategie der Universität Jena

Das ,Microverse Center Jena‘ zeigt den Erfolg einer konsequenten universitären Profilstrategie seit mehr als fünfzehn Jahren“, begründet der Wissenschaftsrat die Förderung des „herausragenden“ Projekts und ergänzt:. „Der erste Meilenstein war die ,Jena School for Microbial Communication‘, die seit 2007 in der Exzellenzinitiative gefördert wird. Sie bildete mit vier darauf aufbauenden Sonderforschungsbereichen die Basis für das Exzellenzcluster und den Forschungsbau, die mit weiteren neuen Professuren ausgestattet werden. Keine andere Universität in Deutschland verfolgt den Schwerpunkt, die Bedeutung des Mikrobioms für die menschliche Gesundheit herauszuarbeiten, so konsequent und so umfassend. Die Perspektive reicht von der Grundlagenforschung bis hin zum Transfer, der ebenfalls auf regionale Wirtschaftspartner setzen kann. Ein weiteres wichtiges Ziel neben den biowissenschaftlichen Fragestellungen ist es, die bildgebenden Verfahren weiterzuentwickeln, für die Jena ebenfalls ein wichtiger Standort ist.“

Forschungszentrum mit einer Gesamtfläche von 4.900 Quadratmetern

Das künftige Forschungszentrum mit einer Gesamtfläche von 4.900 Quadratmetern soll baulicher Kern des neuen Exzellenzclusters „Gleichgewicht im Mikroversum“ werden, für das die Universität Jena im September 2018 den Zuschlag erhalten hatte. „Der Neubau ist Voraussetzung, um das Forschungsprogramm des Exzellenzclusters langfristig erfolgreich umzusetzen“, zeigte sich Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee hocherfreut über die Förderempfehlung. „Mit seiner modernen Geräteausstattung und der strikten Ausrichtung auf eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit bietet es beste Voraussetzungen, um Jena als Zentrum der Mikrobiom-Forschung in Deutschland zu etablieren.

Wir sind wirklich sehr froh, dass wir durch diese großzügige Unterstützung des Bundes, des Freistaats Thüringen und der Friedrich-Schiller-Universität die Chance erhalten, für unseren Microverse-Exzellenzcluster ein strukturelles Zentrum zu schaffen. Dadurch wachsen Universität und außerunversitäre Institute weiter zusammen und bilden die Basis für ein weltweit sichtbares Zentrum der Spitzenforschung“, so der Sprecher des Clusters Prof. Dr. Axel Brakhage.

Im MCJ werden bestehende und neue Forschungsgruppen auf dem Gebiet der mikrobiellen Kommunikation zusammengeführt. Künftig arbeiten hier Forscherinnen und Forscher aus den Fachgebieten Mikrobiologie, Infektionsbiologie, Bioinformatik, Medizin, chemische Biologie, Ökologie sowie Optik/Photonik und Materialwissenschaften eng zusammen. Das Gebäude ist für 170 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und 30 nichtwissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgelegt, es bietet die notwendige Infrastruktur für drei bestehende und vier neu zu schaffende Professuren, vier Nachwuchsforschergruppen sowie das Microverse Imaging Center und die Geschäftsstelle des Exzellenzclusters. Weiterhin sind 35 Arbeitsplätze für Promovierende und Gastwissenschaftler vorgesehen. Die Baukosten einschließlich Erstausstattung belaufen sich auf 44,9 Millionen Euro.

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