Beim Planetentransit schiebt sich ein vorbeiziehender Planet vor den dahinterliegenden Stern.

Physik vom Urkilo bis zum Planetentransit

Das Programm der öffentlichen Samstagsvorlesungen an der Physikalisch-Astronomischen Fakultät liegt vor
Beim Planetentransit schiebt sich ein vorbeiziehender Planet vor den dahinterliegenden Stern.
Foto: ESA

Wie viel wiegt eigentlich ein Kilogramm? Was sich nach einem Scherz anhört, ist in der Wissenschaft tatsächlich eine Frage von großer Tragweite. Um sie zu beantworten, blickte man bislang nach Paris, wo das sogenannte Urkilogramm aufbewahrt wird – eine feste Bezugsgröße für die Maßeinheit. Weil das „Urkilo“ aber auf rätselhafte Weise an Gewicht verliert, wandert es nach 130-jähriger Dienstzeit ins Museum. Seine Aufgabe übernimmt seit diesem Jahr das neue Internationale Einheitensystem (SI-System), in dem alle Einheiten unmittelbar auf Naturkonstanten – wie der Lichtgeschwindigkeit beruhen. Welche Ideen hinter dieser revolutionären Neuerung stecken, beleuchtet der Physiker Prof. Dr. Gerhard G. Paulus am 19. Oktober an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sein durch Experimente gestützter Vortrag „Das neue SI-System“ bildet den Auftakt für die öffentlichen Samstagsvorlesungen der Physikalisch-Astronomischen Fakultät, die faszinierende Phänomene der Physik und Astronomie allgemeinverständlich erklären. Das Programm der Vorlesungsreihe liegt ab sofort in der Friedrich-Schiller-Universität aus oder ist im Internet abrufbar unter: www.physik.uni-jena.de/samstagsvorlesungen.

Seltenes Naturschauspiel lässt sich von Jena aus beobachten

In seiner Vorlesung am 2. November beschreibt der Astrophysiker Dr. Markus Mugrauer den Merkurtransit, der wenige Tage später von Jena aus beobachtet werden kann. Ein seltenes Naturschauspiel, bei dem sich der Planet als schwarzes Scheibchen vor die Sonne schiebt.
Ob wir am Sternenhimmel auch Fata Morganas erblicken können, klärt Prof. Dr. Karl-Heinz Lotze am 16. November in seinem Beitrag zum Thema Gravitationslinsen. Dabei geht es um Himmelskörper, die das Licht weit entfernter Sterne durch ihr Schwerefeld ablenken.

Die Möglichkeit einer Weltformel

Auf die Suche nach dem Bauplan des Universums begeben sich die Zuhörerinnen und Zuhörer am 7. Dezember mit Prof. Dr. Martin Ammon. In seiner Vorlesung spannt der Theoretische Physiker den Bogen von experimentellen Befunden zu bahnbrechenden physikalischen Modellen und berührt so die Frage, ob man alle Grundkräfte in einer allumfassenden Weltformel vereinen könnte.
Am 18. Januar des Jahres 2020 geht es um „Erderwärmung…“. Erneut referiert der Physiker Prof. Dr. Gerhard G. Paulus und beleuchtet in seinem Beitrag den Treibhaus-Effekt in der Atmosphäre. Dazu blickt er auf Geschichten, Experimente und Modelle, die in den fast 200 Jahren seit der Entdeckung des Effekts zusammengekommen sind.

Die Samstagsvorlesungen finden im Großen Hörsaal am Max-Wien-Platz 1 statt und beginnen jeweils um 10.30 Uhr. Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer aller Altersklassen sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zum Programm finden sich unter: http://www.physik.uni-jena.de/samstagsvorlesungen. Im Nachhinein können dort auch Mitschnitte der Vorlesungen abgerufen werden.

Die Vorlesungsreihe wird unterstützt von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, der Heraeus-Stiftung, der Jenoptik-AG und dem Alumniverein der Physikalisch-Astronomischen Fakultät.

Kontakt:

Dr. Angela Unkroth
Physikalisch-Astronomische Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Max-Wien-Platz 1
07743 Jena
Telefon
+49 3641 9-47003
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