Ministerpräsident Ramelow (l.) und Präsident Rosenthal bei der Grundsteinlegung auf dem Inselplatz.

Grundstein für den Neubau „Campus Inselplatz“ gelegt

190 Millionen Euro werden in Thüringens größtes Hochschulbauvorhaben investiert
Ministerpräsident Ramelow (l.) und Präsident Rosenthal bei der Grundsteinlegung auf dem Inselplatz.
Foto: Jens Meyer/Uni Jena
  • Veranstaltung

Meldung vom: 07. September 2020, 12:50 Uhr | Verfasser/in: Axel Burchardt

Auf der Baustelle am Inselplatz haben die Arbeiten Fahrt aufgenommen. Auf der Baustelle am Inselplatz haben die Arbeiten schon Fahrt aufgenommen. Foto: Jens Meyer/Uni Jena

Seit März wird auf dem Inselplatz bereits die riesige Baugrube ausgehoben, um den neuen Campus für die Universität Jena zu errichten. Die offizielle Feier zum Baubeginn war damals aufgrund der Corona-Pandemie verschoben worden. Am heutigen 7. September ist sie – erneut wegen Corona – in einer auf wenige Teilnehmer beschränkten Veranstaltung durch das Thüringer „Bauministerium“ nachgeholt worden.

Mit einem feierlichen Festakt in der Aula und späterem Versenken einer Zeitkapsel ist heute symbolisch der Grundstein für den Neubau des Campus Inselplatz gelegt worden. Hier entstehen bis 2024/25 Neubauten für das neue Universitätsrechenzentrum, die Fakultät für Mathematik und Informatik, das Institut für Psychologie, den Standort „Naturwissenschaften und Vorklinikum" der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek und eine Cafeteria. Die Stadt Jena errichtet zudem ein Parkhaus. Die fünf universitären Gebäude entstehen nach einem Entwurf des Büros CODE UNIQUE Architekten GmbH mit QUERFELDEINS-Landschaftsplanung aus Dresden. Insgesamt 190 Millionen Euro werden in den Neubau des Campus investiert. Neben der Kofinanzierung durch 84 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) setzt sich die nationale Kofinanzierung aus Landesmitteln, Bundesmitteln (Entflechtungsmittel und Hochschulpakt 2020) sowie Verkaufserlösen freiwerdender Landesliegenschaften zusammen.

Das größte Bauprojekt Thüringens

Der Campus Inselplatz ist das wichtigste und mit seinem Bauvolumen von rund 190 Mio. Euro auch das größte aktuelle Bauprojekt des Landes hier in Jena und darüber hinaus. Das Bauvolumen für Landesbauten in Thüringen beträgt seit 1991 bis heute insgesamt rund 4,6 Milliarden Euro, davon floss etwa die Hälfte in den Hochschulbau. Dies zeigt, welche Bedeutung die Landesregierung der Bildung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses zumisst“, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow beim Festakt.

Die Universität Jena ist dabei, in die TOP 20-Riege der deutschen Universitäten aufzuschließen. Unsere Exzellenz in Forschung und Lehre spiegelt sich bald auch in einem zeitgemäßen Bildungscampus wider. Die Investitionen, die hier in die Uni getätigt werden, fließen in das Land zurück: durch die Gewinnung talentierter Studenten, herausragender Forscher und durch die längst überfällige Schließung einer Baulücke inmitten der Wissenschaftsstadt Jena. An deren Stelle tritt bald ein lebendiger öffentlicher Campus, der Stadt und Uni noch enger zusammenbringt“, erläuterte Universitätspräsident Prof. Dr. Walter Rosenthal und dankte allen am Bau Beteiligten. „Die Universität ist heute kein Ort mehr, der Gelehrten und Studierenden vorbehalten ist. Die Öffnung der Wissenschaft für Bürgerinnen und Bürger ist dabei nicht nur ein Trend der jüngsten Zeit, sondern wird von uns als Stadtuniversität oder Universitätsstadt – das ist jetzt eine Frage der Perspektive – seit langem gelebt. Eine hohe Aufenthaltsqualität für Wissenschaft und Stadtbevölkerung zu schaffen, war mir daher ein zentrales Anliegen. Der Campus Inselplatz soll für alle Raum für Austausch schaffen und ein lebendiger Ort sein, an dem die unterschiedlichsten Menschen gemeinsam forschen, lernen und darüber miteinander ins Gespräch kommen“, gab der Präsident seinen Hoffnungen Ausdruck.

Zeugnisse von heute für die Menschen von morgen

Zum Abschluss des Festaktes wurde eine „Zeitkapsel“ vergraben. Gefüllt ist sie mit einem Mundschutz der Universität sowie der englischen Ausgabe der LICHTGEDANKEN Nr. 7 „Zukunft ohne Wachstum“, einer Spieluhr mit der „Ode an die Freude“ von der Stadt sowie mit Tageszeitungen und Münzen vom Land.

Obgleich damit dieser Festakt endete, wird der Baubeginn auch in größerem Umfang begangen, wie Präsident Walter Rosenthal ankündigte.

Es ist ein Wermutstropfen, der sich heute unserer Feier beimischt, dass wir diesen Ort der Begegnung nicht mit allen künftigen Nutzern aus der Universität und den Bürgerinnen und Bürgern Jenas begehen können. Ich freue mich bereits heute, dies nachholen zu können, wenn uns Abstands- und Hygieneregeln nicht mehr einschränken.

Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal

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