Viktor Tschernenko (l.) und Valerii Shkuropat (r.) von der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Jenaer Studierende gewinnen Finale der Deutschen Debattiermeisterschaft

Debattiergesellschaft Jena holt Pokal in der Kategorie „Deutsch als Fremdsprache“ zurück an die Universität Jena
Viktor Tschernenko (l.) und Valerii Shkuropat (r.) von der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Foto: Viktor Tschernenko, Uni Jena
  • Preise & Personalia

Meldung vom: 19. Oktober 2020, 11:21 Uhr | Verfasser/in: Erik Thierolf

Der Jubel war groß, als das Ergebnis der Finalrunde der Deutschen Debattiermeisterschaft in der Kategorie „Deutsch als Fremdsprache“ am Sonntagabend im Livestream verkündet wurde: Valerii Shkuropat und Viktor Tschernenko von der Friedrich-Schiller-Universität Jena gewinnen das wichtigste studentische Debattierturnier des Jahres. Im Finale traten sie gegen Teams aus China, Belarus, Vietnam und Ecuador an. Die Streitfrage lautete: Sollte für alle Erwachsenen ein gemeinnütziger Arbeitsdienst im Umfang von zwei Tagen je Monat eingeführt werden?

48 Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

„Ich bin überglücklich und auch ein bisschen stolz, jetzt Deutscher Meister zu sein“, sagt Valerii Shkuropat, der im Master Politikwissenschaft studiert und seit anderthalb Jahren debattiert. Hocherfreut zeigte sich auch sein Teamkollege Viktor Tschernenko, Student der Rechtswissenschaften, der erst an drei Debattierturnieren teilgenommen hat. „Wir haben in der Vorbereitung auf die Meisterschaft viel gelesen und Videos analysiert, sind bei der wöchentlichen Debatte am liebsten gegen Deutsch sprechende Muttersprachler angetreten und haben Feedback von erfahrenen Juroren eingeholt“, so die beiden ehrgeizigen Ukrainer. Das Teilnehmerfeld bestand aus 48 Teams mit durchschnittlich drei Jahren Debattiererfahrung.

Raus aus der Komfortzone

Das Online-Finale verfolgten im Livestream über 100 Zuschauer. „Ich mag dieses Gefühl, vor der Rede mit zittrigen Händen aus meiner Komfortzone zu gehen“, so Tschernenko, der sich auch privat gern in unbekannte Positionen hineindenkt. Sein Teamkollege pflichtet bei: „Beim Debattieren lernt man spielerisch, kontroverse Fragen aus verschiedenen Sichtweisen zu betrachten und dann andere von der eigenen Position zu überzeugen. Eine Fähigkeit, die auch im Studium und Berufsleben hilfreich sein kann.“

Die Themen der Vorrunden handelten u. a. von der Erweiterung des Supreme Courts, dem Trend zum Einfrieren von Eizellen (Social-Freezing) sowie der Rückverlagerung von Produktionsstätten aus Asien nach Europa.

Die Besonderheit beim Hochschuldebattieren besteht darin, dass die jeweiligen Seiten – Pro und Contra – zugelost werden. Mit der Themenverkündung haben die Teams 15 Minuten Zeit, eigene Argumente zu sammeln und Argumente der Gegenseite zu antizipieren. Anschließend werden abwechselnd siebenminütige Reden gehalten, die von einer studentischen Jury bewertet werden. Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen fand die Meisterschaft nicht wie geplant in Hannover, sondern online statt.

Wer mitmachen möchte, ist willkommen

Die Debattiergesellschaft Jena wurde 2002 als Hochschulgruppe der Universität Jena gegründet und war in den Jahren 2017 und 2018 Deutscher Meister in der Kategorie „Deutsch als Fremdsprache“. Es gibt wöchentliche Debatten: montags auf Englisch und dienstags auf Deutsch. Ort: Ernst Abbe Platz 8, Seminarraum 218, Beginn: 18.15 Uhr. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Kontakt:

Karsten Graf
Debattiergesellschaft Jena e. V.
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