Prof. Dr. Dr. Bertram Schmitz ist der neue Universitätsprediger.

Was der Tempelberg und die alte Stadt Jena gemeinsam haben

Prof. Dr. Dr. Bertram Schmitz als Universitätsprediger ins Amt eingeführt
Prof. Dr. Dr. Bertram Schmitz ist der neue Universitätsprediger.
Foto: Jürgen Scheere (Universität Jena)
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Meldung vom: | Verfasser/in: Axel Burchardt

Prof. Dr. Dr. Bertram Schmitz ist am 12. April in der Jenaer Stadt- und Uni­versitätskirche durch Landesbischof Friedrich Kramer als neuer Universitätsprediger ins Amt eingeführt worden. Der Professor für Religionswissenschaft folgt im Amt auf Prof. Dr. Karl-Wilhelm Niebuhr, der in den Ruhestand eingetreten ist.

Der Universitätsprediger bildet die direkte Schnittstelle von Universität und Kirche. Seine Haupt­aufgabe ist es, die Präsenz der Universität, insbesondere ihrer Theologischen Fakultät, an der Stadtkirche St. Michael als Universitätskirche zu gewährleisten und sichtbar zu ma­chen. „Mein persönliches Anliegen ist es, Religion und Religionen auf verschiedenen Ebenen besprechbar zu machen, bei mir unter anderem durch Ausstellungen im Rahmen ,meiner‘ WELTRELIGIONENKUNST“, ergänzt Schmitz. Er setzt Kunst ein, um die unterschiedlichen Religionen dieser Welt greif- und verstehbarer zu machen.

„JEnaRUSALEM“

Dieses künstlerisch-theologische Anliegen griff Prof. Schmitz auch bei seiner Amtsein­füh­rung auf und präsentierte an diesem Abend das Kunstwerk „JEnaRUSALEM“. Das von Schmitz selbstgestaltete Werk ist „meine religionswissenschaftliche Hommage an die Stadt Jena – und ihre Kirche", so der neue Universitätsprediger.

Das Werk besteht aus einem Stadtplan von Jena und zwei Folien. Auf Folie 1 ist der Tempel­berg mit Tempel zur Zeit Jesu, auf Folie 2 der Zustand heute mit Al Aksa-Moschee und Fel­sen­dom zu sehen. Denn Schmitz ist bei Studien eine – auch für ihn bis heute unerklärliche – Ähnlichkeit aufgefallen: Das Allerheiligste im Jerusalemer Tempel, der 70 n. Chr. zerstört wurde, ist genau ebenso groß wie die Platte der Apsis in der Jenaer Stadtkirche. Mehr noch: Die Maße des Tempelberges in Jerusalem zurzeit Jesu entsprechen fast exakt den Maßen der Alten Stadt Jena zwischen den ehemaligen Stadtmauern bzw. Türmen. Die Westmauer in Jerusalem entspricht dann dem Fürstengraben. Außerdem stimmen selbst die Maße des ehemaligen Tempels in Jerusalem mit denen der Jenaer Stadtkirche weitgehend überein, wie anhand von Plänen und Folien gezeigt wurde. Prof. Schmitz wird das Kunstwerk mit Erklä­rungen in den nächsten Monaten publizieren – und auch in den Predigten und in der Stadt­kirche wird der Universitätsprediger immer wieder Kunst einsetzen, um die Religionen dieser Welt miteinander in Verbindung zu setzen.

Universitätsprediger Prof. Bertram Schmitz (l.) mit dem Kunstwerk „JEnaRUSALEM“ und Landesbischof Friedrich Kramer. Universitätsprediger Prof. Bertram Schmitz (l.) mit dem Kunstwerk „JEnaRUSALEM“ und Landesbischof Friedrich Kramer. Foto: Jürgen Scheere (Universität Jena)

Kontakt:

Lehrstuhl Religionswissenschaft
Bertram Schmitz, Prof. Dr.
Professor für Religionswissenschaft
Sprechzeiten:
E-Mail: bertram.schmitz@uni-jena.de
Sprechzeit: nach Vereinbarung per E-Mail
Raum 105
Fürstengraben 6
07743 Jena