Deutschlandfahne vor dem Universitätshauptgebäude.

Wie veränderungsbereit ist Deutschland?

Der Deutschland-Monitor 2025 liegt vor
Deutschlandfahne vor dem Universitätshauptgebäude.
Foto: Jens Meyer (Universität Jena)
  • Forschung
  • Wissenstransfer & Innovation

Meldung vom:

»Wie veränderungsbereit ist Deutschland?« So lautet das Schwerpunktthema des Deutschland-Monitors 2025, der gerade erschienen ist. Im Mittelpunkt der Studie, die vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Jena mitherausgegeben wird, steht dabei sowohl die allgemeine gesellschaftliche Veränderungsbereitschaft als auch die in spezifischen Politikfeldern. Analysiert wurde unter anderem, ob Veränderungen als zu umfassend, zu schnell oder zu tiefgreifend empfunden werden bzw. ob sie eher als Chance oder Risiko wahrgenommen werden.

Zudem wurde untersucht, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit Bürgerinnen und Bürger bereit sind, gesellschaftliche Veränderungen mitzutragen oder auch aktiv mitzugestalten. Darüber hinaus erhebt und untersucht der Deutschland-Monitor wie in jedem Jahr zentrale, in der Sozial- und Politikwissenschaft etablierte Einstellungskonzepte wie Demokratiezufriedenheit, Vertrauen in politische Institutionen oder populistische Einstellungen.

Darüber hinaus werden gesellschaftliche Einstellungen, etwa zum sozialen Zusammenhalt sowie zur individuellen Lebenszufriedenheit erfasst. Die Befunde des aktuellen Deutschland-Monitors basieren auf drei eng miteinander verknüpften Erhebungsformaten: einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, einer regionalen Vertiefungsstudie in strukturstarken und strukturschwachen Kreisen Ost- und Westdeutschlands sowie Fokusgruppendiskussionen.

Ausgewählte Kernbefunde

  • Es gibt keine generelle Veränderungsmüdigkeit.
  • Ost und West zeigen insgesamt hohe Ähnlichkeiten.
  • Allgemeine Veränderungsbereitschaft prägt Einstellungen in einzelnen Politikfeldern.
  • Zumutungen werden überwiegend als tragbar bewertet – Ausnahme: Rente.
  • Zuversicht stärkt Veränderungsbereitschaft.
  • Sicherheit und Fairness erhöhen die Akzeptanz von Wandel.
  • Demokratie gilt grundsätzlich als transformationsfähig.
  • Demokratie ist beliebt, die Umsetzung jedoch umstritten.
  • Populismus verstärkt Demokratieskepsis.
  • Lebenszufriedenheit ist überwiegend sozial geprägt.
  • Regionale Prägungen und Unterschiede zeigen sich vor allem im Osten.
  • Das nahe Umfeld wird deutlich besser bewertet als »die Gesellschaft insgesamt«.

Hintergrund

Der Deutschland-Monitor ist eine neu entwickelte, jährlich erhobene, wissenschaftliche Studie zu politischen Einstellungen und gesellschaftlichen Stimmungslagen in Deutschland. Die Studie wird von einem Konsortium von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom Zentrum für Sozialforschung Halle (ZSH), dem Institut für Politikwissenschaft der Universität Jena und dem GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften Mannheim erstellt. 

Information

Der vollständige Bericht (PDF) ist über die Projekthomepage verfügbar:
https://deutschland-monitor.info/fileadmin/Reports/Deutschland-Monitor-2025-Hauptbericht.pdfExterner Link

Kontakt:

Marion Reiser, Univ.-Prof. Dr.

Zentrum für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration
Raum 431
Carl-Zeiß-Straße 3
07743 Jena Google Maps – LageplanExterner Link
Sprechzeiten:
nach Vereinbarung per E-Mail

Jörg Hebenstreit, Dr.

wiss. Mitarbeiter
Professur Politisches System in der Bundesrepublik Deutschland
Raum 432
Carl-Zeiß-Straße 3
07743 Jena Google Maps – LageplanExterner Link
Sprechzeiten:
nach vorheriger Vereinbarung per E-Mail

Pierre Karl Zissel

Professur Politisches System in der Bundesrepublik Deutschland
Raum 433
Carl-Zeiß-Straße 3
07743 Jena Google Maps – LageplanExterner Link
Sprechzeiten:
Büro- und Sprechzeiten nach Rücksprache