Gemeinsam die digitale Forschung gestalten
Universität Jena feiert Auftakt der Digital Academy
Grafische Darstellung von Personen in unterschiedlichen Arbeitssituationen (z. B. am Laptop, im Gespräch, an einer Tafel schreibend) sowie von Objekten, die Forschung symbolisieren (z. B. Windrad, Mikroskop, DNA-Helix)
Grafik: KI-generiert
- Forschung
Meldung vom:
Mit der Digital Academy baut die Friedrich-Schiller-Universität Jena eine interdisziplinäre Plattform für digitale Forschung auf. Sie soll Forschende aus Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften miteinander vernetzen, vorhandene Expertise sichtbar machen und den Zugang zu digitalen Methoden, Forschungsdaten und neuen Kooperationsmöglichkeiten erleichtern.
Digitale Forschung gemeinsam weiterentwickeln
Digitale Methoden verändern die wissenschaftliche Arbeit in nahezu allen Disziplinen. Die Digital Academy möchte diesen Wandel an der Universität Jena aktiv gestalten. Im Mittelpunkt steht dabei ein partizipativer Ansatz: Forschende sollen die Entwicklung der Plattform von Beginn an mitprägen und gemeinsam festlegen, welche Strukturen, Methoden und Unterstützungsangebote für die digitale Forschung benötigt werden.
Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg waren mehrere interdisziplinäre Workshops. In ihnen brachten Forschende unterschiedliche fachliche Perspektiven, Erfahrungen und Bedarfe zusammen. Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für die weitere Entwicklung der Digital Academy.
Im Rahmen der Veranstaltung »Creating the Digital Academy – Perspectives & Reflections on Digital Research« am 20. April 2026 wurden die bisherigen Workshop-Ergebnisse gemeinsam reflektiert und die nächsten Aktivitäten der Digital Academy vorgestellt. Ausgewählte Forschungsbeispiele machten zudem sichtbar, wie vielfältig digitale Methoden und Fragestellungen in unterschiedlichen Disziplinen eingesetzt werden können.
Vielfalt digitaler Methoden sichtbar machen
Durch die Veranstaltung führten Prof. Birgitta König-Ries aus dem Bereich Verteilte Informationssysteme und Prof. Volker Gast aus der Englischen Linguistik. Im Mittelpunkt standen die vorhandene Expertise an der Universität, neue Möglichkeiten für fachübergreifende Kooperationen sowie die Frage, wie der Zugang zu digitalen Methoden und Forschungsdaten erleichtert werden kann.
Vorgestellt wurden unter anderem Forschungsansätze von Prof. Noriko Cassman aus der Bioinformatik, Dr. Corinna Kufner aus dem Bereich Photonic Abiogenesis und Prof. Julia Kuhn aus der Romanischen Linguistik. Sie stehen beispielhaft für die unterschiedlichen Fachrichtungen, in denen digitale Methoden neue Perspektiven auf Forschungsfragen eröffnen.
Einen weiteren Impuls gab der externe Keynote-Referent Prof. Oliver Mothes von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Sein Beitrag widmete sich dem Bereich Visual Computing.
Vernetzung, Wissenstransfer und Kooperation
Die Digital Academy soll künftig neue Möglichkeiten für Vernetzung und Wissenstransfer schaffen sowie gemeinsame Forschungsprojekte unterstützen. Geplant sind Strukturen, die den Austausch über Fächergrenzen hinweg fördern und Forschende dabei unterstützen, digitale Methoden und Forschungsdaten in ihre Arbeit zu integrieren.
So soll an der Universität Jena ein Ort entstehen, an dem Forschende neue Ansätze erproben, erfolgreiche Methoden weiterentwickeln und gemeinsame Projekte anstoßen können. Die Digital Academy leistet damit einen Beitrag dazu, die digitale Zukunft der Forschung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena gemeinsam zu gestalten.
Kontakt:
Digital Academy
Fürstengraben 1
07743 Jena
- digital.academy@uni-jena.de
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