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Rechtsextremismus im Klassenzimmer

3. Netzwerktreffen Lehrerbildung am 19. Februar zum Umgang mit rechten Parolen in der Schule
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03.02.2016

Oft sind es nur Sprüche, gekritzelte Parolen oder Symbole, doch harmlos sind sie keineswegs: fremdenfeindliche, menschenverachtende oder rassistische Äußerungen im Klassenzimmer sind für Lehrerinnen und Lehrer eine wachsende Herausforderung. Nicht nur, dass die Schule den Werten des Grundgesetzes verpflichtet ist. Nicht selten bergen rechte Parolen auch das Potenzial in offene Gewalt umzuschlagen. Wie sollten Lehrer also mit solchen Äußerungen umgehen und in heiklen Situationen im Unterricht angemessen handeln?

Um diese Fragen geht es in den Plenarvorträgen von Prof. Dr. Michael May (Uni Jena) und Staatsanwalt Strewe (Erfurt) beim 3. Netzwerktreffen der Lehrerbildung am 19. Februar an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Carl-Zeiß-Str. 3, 07743 Jena). Zu der Veranstaltung mit dem Titel "Grenzen überschreiten: Boundary Crossings in der Lehrerbildung" werden rund 300 Gäste vorrangig aus Thüringen, aber auch aus überregionalen Lehrerbildungszentren erwartet. Organisiert wird die Veranstaltung vom Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) der Uni Jena und dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM).

"Die Auseinandersetzung mit rechtsextremen Äußerungen gehört angesichts der gesellschaftlichen Ereignisse unserer Zeit zu den vordringlichen Aufgaben der Lehrerbildung", sagt die Tagungsorganisatorin Dr. Hendrikje Schulze. Die Lehrerbildung müsse Forschungsergebnisse zu diesem Thema für die Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern aufbereiten und Vorschläge zum pädagogischen und unterrichtlichen Alltag in den Schulen unterbreiten, unterstreicht die Geschäftsführerin des ZLB, PD Dr. Karin Kleinespel.


Was soll ich in einer heiklen Situation tun?

Aufgreifen wird dieses aktuelle Thema der Politikdidaktiker Prof. May in seinem Plenarvortrag "Taktvoll gegen Rechts - zum Umgang mit rechten und menschenfeindlichen Äußerungen in der Schule". Er geht darauf ein, wie Lehrerinnen und Lehrer auf rechte und menschenverachtende Äußerungen im Unterricht angemessen reagieren können. Nicht Strukturen oder Programme der Präventionsarbeit stehen dabei im Fokus, sondern die Frage: Was soll ich in einer heiklen Situation tun und sagen? Diese Fragen wird Prof. May an konkreten Fällen aus der Schulpraxis diskutieren. Mit einem zweiten Plenarvortrag wird Staatsanwalt Uwe Strewe dem Thema einen neuen Akzent geben. Der Vortrag hat den Titel "Internet und Jugendschutz".

Darüber hinaus erwartet die Teilnehmer des Netzwerktreffens ein umfangreiches und vielseitiges Programm. Den Studierenden, Lehrern, Hochschullehrern und Bildungsforschern stehen über 20 verschiedene Workshops offen: ein großer Teil davon widmet sich dem Projekt "Professionalisierung von Anfang an im Jenaer Modell der Lehrerbildung" - kurz ProfJL -, das im Rahmen der bundesweiten "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" an der Uni Jena gefördert wird.

Weitere Informationen sowie das vollständige Programm sind hier zu finden.

Kontakt:
PD Dr. Karin Kleinespel, Dr. Hendrikje Schulze
Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Jena
Am Planetarium 4, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 945090, 03641 / 945094
E-Mail: ,


 

 

 

Meldung vom: 2016-02-03 09:29

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